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Für eine bessere Spendenkultur
Meldungen der Redaktion aus: Kritiken (Archiv) - chronologisch sortiert
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Projekthilfe Südostasien e.V.

Viel Einsatz aber unkontrollierbare Bargeldtransfers

06.05.2010 • Südostasien ist eine von Krisen, Kriegen und Armut gezeichnete Region. Besonders hart davon betroffen sind Länder wie Vietnam und Myanmar (früher Burma). Ein Ehepaar aus Werne versucht mit Hilfe von zwei Mönchen einigen Waisenkindern wieder ein Leben und Perspektiven zu geben. In einer Welt jenseits von Internet und Coca-Cola werden die Spendengelder ohne Abzug von Verwaltungs- oder Reisekosten an die Kinderheime gegeben. Jedoch ist die Geldübertragung nach Burma in Bar zu unkontrollierbar für eine Spendenempfehlung. Vorstand Bruno Gimmel sieht derzeit allerdings keine andere Möglichkeit, weil Überweisungen nach Burma verboten sind. [mehr]

List-Image: Mikrokreditfinanzierung TogoEine der ersten Mikrokreditempfängerinnen in Togo
Bild: Heike Eggers - ana yi africa

Ana yi africa – Brücken nach Afrika e.V.

Nicht ausgereifte Mikrokreditvergabe

04.05.2010 • Mikrokredite sind hervorragend dazu geeignet, um Menschen in armen Ländern einen Start in die eigene Existenz zu ermöglichen. Togo gehört zu den ärmsten und gleichzeitig auch zu den korruptesten Ländern der Welt. Genau dort hilft die Organisation ana yi africa – Brücken nach Afrika e.V. seit mittlerweile vier Jahren. Allerdings lassen die Strukturen des Vereins und die teils fragwürdige Verrechnung von Reisekosten keine Empfehlung zu. [mehr]

List-Image: Ein Herz für KinderDas Logo kennt jeder.
Die Mittelverwendung nicht.
Foto: Jubiläums-Briefmarke

Bild hilft e.V. – Ein Herz für Kinder

Bild Dir (k)eine Meinung

26.10.2009 • Wie die Bild-Zeitung reagiert, wenn jemand auf Fragen nicht oder ausweichend antwortet, kann jeder täglich nachlesen. Dass sie selbst nicht besser ist, zeigt der hauseigene Verein „Bild hilft“ – besser bekannt unter dem Slogan „Ein Herz für Kinder“. Die Übermittlung von aussagekräftigen Finanzzahlen wurde verweigert. Fragen zur Mittelverwendung blieben mit unglaubwürdigen Begründungen unbeantwortet. So meinte Tobias Fröhlich, Kommunikationschef der Bild-Gruppe: „Für uns sind das Menschen und Schicksale, deren Intimsphäre wir schützen.“ Eigenartig, berichtet die Bild doch oft mit Foto und Namensnennung über Betroffene, denen geholfen werden soll oder geholfen wurde. CharityWatch.de hat kein Interesse an Identitäten und Adressen. Welche Projekte, eigene oder die anderer Hilfsorganisationen, in welchem Umfang finanziert wurden und wohin der Rest des eingesammelten Geldes geht, ist jedoch eine Information, die niemandem verwehrt werden darf. Die Bild-Zeitung würde für eine solche Heimlichtuerei bestimmt deutliche Worte finden. [mehr]

PROVIEH – Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V.

Etwas mehr trommeln

14.10.2009 • Der in Kiel ansässige Verein ist nach eigenen Auskünften Deutschlands ältester und größter Tierschutz-Fachverband für landwirtschaftliche Nutztiere. Wie schon der Name verkündet, kämpft ProVieh für artgerechte Haltung der Tiere und nicht für eine vegetarische oder sogar veganische Lebensweise. Diese Strategie war allerdings nicht immer so klar. Erst mit dem neuen Vorstand und dem neuen Geschäftsführer Stefan Johnigk wurde das verdeutlicht. Jetzt muss es noch eindeutiger kommuniziert werden – wie auch so manche gute Aktion. Denn gerade eine Organisation, die sich für Tierrechte einsetzt, sollte etwas lauter trommeln, um ihre Ziele gegen die kommerziellen Interessen durchsetzen zu können. [mehr]

List-Image: PETA gegen TierfleischMenschen in lebensgroßen Fleisch-schalen unter Cellophan verpackt, Quelle: PETA

PETA Deutschland e.V.

Verschleierte Extremansichten

18.09.2009 • Tierschutz ist ein weites Feld. Es reicht von aktiver Hilfe bis zum gesellschaftlichen Kampf für bessere Lebensbedingungen. Was unter Tierschutz verstanden wird, hängt von der Ideologie des jeweiligen Tierschützers ab. Die Bandbreite der Forderungen reicht von artgerechter Haltung bis zur völligen Ablehnung jeglicher tierischer Produkte. Deshalb ist es für Spender und Förderer sehr wichtig, die Ziele einer Organisation mit der eigenen Gesinnung abzugleichen. Bei PETA Deutschland ist das allerdings nicht so einfach. So werden die extremen Forderungen zum Teil hinter Allgemeinaussagen versteckt. Und bei der Verwendung der Gelder wird nicht die Offenheit gelebt, die PETA in anderer Ausprägung von Industrie und Handel fordert. [mehr]

Deutscher Tierschutzbund e.V.

Wenig ernst gemeinte tierschützerische Grüße

16.04.2009 • Einen umfangreichen Schriftverkehr beendete der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes Thomas Schröder zuletzt „mit den besten tierschützerischen Grüßen“. Doch wie viel Tierschutz in den Antworten und damit der Arbeit des Vereins wirklich steckt, ist leider nicht zu sagen. Denn viele Fragen wurden selbst auf konkretes Nachhaken nur absolut ausweichend beantwortet. Unterlagen wie eine Bilanz oder der Bericht des vereidigten Buchprüfers wurden ohne Begründung verweigert. Dabei betont der Tierschutzbund gerne das ihm zugesprochene DZI-Spenden-Siegel und die Mitgliedschaft im Deutschen Spendenrat. Letztere setzt die Unterschrift unter eine Selbstverpflichtungserklärung voraus, die höhere Transparenz und mehr Sicherheit beim Spenden gewährleisten soll. [mehr]

Falsche Kostenquote bei UNICEF

Vorwürfe an das DZI zum Prüfprozess bei Spendensiegelvergabe

07.10.2008 • Im Frühjahr 2008 hat das DZI Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen durch die Aberkennung des Spendensiegels von UNICEF Schlagzeilen produziert. Bis auf die Begründung absolut nachvollziehbar. Doch was war bis dahin? Im DZI Spenden-Almanach 2007/2008 wird die Hilfsorganisation vor allem hinsichtlich ihrer geringen Kostenquote gelobt: „Der Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben ist nach DZI-Maßstab niedrig (niedrig = unter 10 Prozent).“ Laut CharityWatch.de eine falsche Einstufung, wie auch der deutlich umfangreichere Geschäftsbericht 2007 zeigt. [mehr]

Care – Fürsorge für Arme

Lobenswerte Transparenz bei hohen Werbekosten

23.06.2008 • In vielen Punkten ist der 2007 von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) an Care Deutschland-Luxemburg e.V. vergebene Transparenzpreis wirklich verdient. Allerdings besteht noch etwas Bedarf, die vielschichtigen Strukturen besser darzustellen. Und vor allem bei den Kosten für Spendenakquise sollte die in Bonn ansässige Entwicklungshilfe- und Nothilfe-Organisation deutlich sparsamer haushalten. [mehr]

Entwicklung hilft

Bündnis zur Katastrophenhilfe mit transparenter Struktur

18.06.2008 • Immer häufiger schließen sich einzelne Organisationen zu Aktionsgruppen zusammen, um Synergieeffekte beim Spendensammeln und natürlich auch bei den Hilfsmaßnahmen zu nutzen. Besonders nach Katastrophenfällen ist dies sinnvoll, weil dort Schnelligkeit logistische Meisterleistungen erfordert. Doch einen Nachteil können solche Dachorganisationen für die Spendenwilligen bedeuten: Aufgrund der mehrstöckigen Struktur ist nicht mehr klar, wie viel Geld nach Abzug von Verwaltungskosten auf Ebene des Bündnisvereins und der Mitgliedsvereine wirklich ankommt. Die Struktur von Bündnis Entwicklung hilft beseitigt allerdings diesen Nachteil, da dort die Mitgliedsvereine die Dachorganisation durch Beiträge aus ihren Etats finanzieren. [mehr]

DZI-Spendensiegel

Verlust des Spendensiegels nicht immer transparent

27.05.2008 • Die Ende 2007 veröffentlichte Übersicht mit förderungswürdigen Organisationen enthält 233 Namen. Vier davon dürfen das Spenden-Siegel zwischenzeitlich nicht mehr führen. Bei zwei Vereinen hat das DZI Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen wegen Unregelmäßigkeiten eingegriffen und das Siegel aberkannt. Die beiden anderen Organisationen haben sich aus Kostengründen dafür entschieden, das Qualitätskriterium nicht mehr zu beantragen. [mehr]