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Für eine bessere Spendenkultur
2/18/2010 von Stefan Loipfinger
Archivtext

Retriever in Not und ETN

Unwürdige Tiertransporte von angeblichen Tierschützern

62 Tiere eingepfercht in einen Kleintransporter
Bild: TSV Nürnberg-Fürth

Mit dem Import von Hunden und anderen Tieren aus dem Ausland lässt sich gutes Geld verdienen. Meist wird das mit dem Argument gerechtfertigt, den Tieren ginge es in Deutschland besser. Doch nicht selten werden diese von den angeblichen Tierschützern unter unmöglichen Bedingungen transportiert. Kürzlich flog ein solcher Transport auf. 62 junge Hunde wurden auf acht bis zehn Quadratmeter zusammengepfercht. In Buchenbühl bei Nürnberg schritt die Polizei ein. Letztes Jahr waren es 42 Hunde, deren Transport die Polizei in Offenburg stoppte. Das ist natürlich nur die Spitze des Eisberges, hinter dem sich nicht selten ein lukratives Geschäft verbirgt. Denn meist handelt es sich um junge Rassehunde, die gut verkauft werden können.

Leserbriefe  [zum Artikel]
  • 29.02.2012 15:36:25CharityWatch stellt Arbeit ein...
  • 12.02.2012 11:27:30Aussagekräftiger Bericht über diesen gestoppten Transport
  • 01.08.2010 19:04:20Retriever in Not e.V. - ein Verein ohne Transparenz
  • 29.03.2010 17:05:32Fragwürdige Stellungnahme von RiN/Lfd
  • 28.03.2010 21:48:37Stellungnahme von Retriever in Not Tiertransporte
  • 08.03.2010 17:45:17Stellungnahme von Retriever in Not e.V./Liberty for Dogs zu den Vorgängen und der Berichterstattung über den slowakischen Tiertransport am 10. Februar 2010 bei Nürnberg

    Am 10. Februar 2010 wurde ein Tiertransport mit Hunden aus einem slowakischen Tierheim in Nürnberg von der Polizei aufgrund eines anonymen Anrufs gestoppt.

    Retriever in Not e.V./ Liberty for Dogs war eine von mehreren Tierschutzorganisationen, für die Hunde aus diesem Transport vorgesehen waren. Die deutschen Tierschützer waren sich mit Polizei und Veterinäramt einig darüber, dass die Hunde in den Gitterboxen zu eng zusammengepfercht waren und sich viel zu viele Hunde in dem Kastenwagen befanden.

    Bei den Hunden, die Retriever in Not aus dem Transport übernehmen sollte, handelte sich um eine gemischte Gruppe ausrangierter Zuchthunde, die im Tierheim Sloboda Zvierat saßen und in der Slowakei kein Zuhause finden konnten. Alle Hunde, auch die Welpen, hatten einen gültigen Impfausweis. Die Mehrzahl der Hunde war älter als 3 Jahre. Alle unsere Hunde waren vom Tierheim in Bratislava auf Kosten von Retriever in Not kastriert worden.

    Es wurden 8 unserer Hunde beschlagnahmt, darunter 6 Junghunde, bei denen eine Bescheinigung fehlte, die wir kurzfristig nachreichen konnten, eine Shi Tzu Hündin, bei der die Chipnummer nicht mit dem Impfausweis übereinstimmte, und ein Mopsrüde mit einer Hornhautentzündung am Auge, die der Veterinär zum Anlass nahm, den Hund zu beschlagnahmen. Gegen den Weitertransport von 25 Hunden durch Retriever in Not in unserem vereinseigenen Sprinter, ausgestattet mit für die Anzahl der Tiere ausreichenden Transportboxen, bestand seitens des Veterinärs keinerlei Bedenken.

    Retriever in Not hatte bereits seit einem Jahr mehrfach mit dem slowakischen Tierheim zusammengearbeitet, die Hunde jedoch meist selbst in Bratislava abgeholt. Am 10. Februar 2010 sollten jedoch auch Hunde an andere Organisationen übergeben werden, die Retriever in Not e.V. nicht bekannt waren. Daher führte das slowakische Tierheim den Transport selbst durch. Die deutschen Tierschützer warteten schon auf den ihnen aus einem früheren Transport bekannten Großraumtransporter, als per SMS gemeldet wurde, dass die Hunde aufgrund einer Panne in einem anderen Fahrzeug gebracht werden würden.

    Ausdrücklich bekennt sich Retriever in Not zu der Wichtigkeit der Überprüfung von Tiertransporten und der Notwendigkeit, mangelhafte Transporte zum Schutz der betroffenen Tiere aufzuhalten. Der Verein arbeitet bei den eigenen Hundetransporten immer eng mit dem zuständigen Veterinäramt zusammen. Bei stichprobenartigen Zufallskontrollen hat es bisher keine Beanstandungen an der Transportpraxis von Retriever in Not gegeben. Dagmar Auf der Maur von Retriever in Not e.V./Liberty for Dogs: „Wir hatten dieses Mal keinen Einfluss auf die Auswahl des Transportfahrzeuges und bemängeln ebenfalls die enge Unterbringung, die allerdings beim vorherigen Transport in Ordnung war. Aber wir haben aus dieser Erfahrung gelernt und werden in Zukunft unsere Transporte nur noch selbst durchführen.“

    Nicht einverstanden ist Retriever in Not jedoch mit der Beschlagnahme der genannten Hunde durch das Veterinäramt, der Behandlung der Tiere durch das Tierheim Nürnberg und die Berichterstattung zu dem Vorgang in den Medien.

    Lesen Sie die Original-Stellungnahme zum Download

  • 28.02.2010 20:58:07Unwürdige Tiertransporte RoyalClipper
  • 26.02.2010 16:28:28Tiertransport
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