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Für eine bessere Spendenkultur
7/10/2008 von Stefan Loipfinger
Archivtext

Aktive Direkt Hilfe

Missionarischer Kleinstverein mit idealistischen Ansätzen

Missionarische Arbeit mit humanitärer Hilfe – vorwiegend in Afrika - zu verbinden, ist der Ansatz von Aktive Direkt Hilfe e.V.. Bereits in der Satzung ist verankert, dass Sozialarbeiter oder Missionare, die an geförderten Projekten mitwirken wollen, dies ehrenamtlich tun. Schwerpunkt der Arbeit war in den vergangenen Jahren der Kongo. Rund 80 Prozent der beispielsweise 2006 verausgabten Gelder wurden dort verwendet.

Vorstellung. Der im niederrheinischen Rheurdt angesiedelte Verein hat bis vor drei Jahren noch den Namen Afrika Direkt Hilfe e.V. getragen. Die Umbenennung wurde freiwillig vorgenommen, da ein anderer von einer Feuerwehr getragener Verein zufällig den gleichen Namen trug und deshalb Verwechslungen möglich gewesen wären. Laut Satzung fördert der Verein das Entsenden sowie den teilweisen Unterhalt von unbezahlten Freiwilligen in vom Verein geförderten Projekten. Dort soll Menschen in seelischer, emotioneller und physischer Not mit humanitärer Hilfe sowie mit Rat, Seelsorge und persönlichem Beistand geholfen werden. Ausdrücklich wird dabei betont, dass dies ungeachtet ihrer Nationalität oder Religion erfolgt. Außerdem erklärte Vorstand Rudolf Roser auf Nachfrage, dass in Bezug auf Verhütung und andere Zweifelsfragen eine „laienhafte“ christliche Einstellung missioniert wird und keine von den kirchlichen Organisationen vertretene Ansicht.

Finanzzahlen. Nachfragen bezüglich der Aktivitäten und Finanzzahlen wurden von dem noch sehr kleinen Verein bereitwillig beantwortet. Die dabei überreichten Unterlagen wiesen für 2006 Spendeneinnahmen von 12.864 Euro aus. 10.629 Euro wurden im gleichen Jahr ausgegeben. Der Großteil mit 8.382 Euro im Kongo. Hinsichtlich der Verwaltungskosten wird sehr sparsam gewirtschaftet. Mit 384 Euro wurden nur drei Prozent der Einnahmen dafür verwandt. Ausdrücklicher Vereinszweck ist auch die Missionsarbeit, die mit 1.010 Euro für Missionsschriften durchgeführt wurde.

CW-Meinung. An dieser Stelle ausdrücklich betont werden soll, dass die Beurteilung der Richtung von gemeinnütziger Arbeit jeder Spender selbst vornehmen muss. Wer aber die Verbreitung christlicher Werte in Verbindung mit humanitärer Hilfe unterstützen will, für den bietet dieser Verein eine im Vergleich zu vielen anderen christlichen Großorganisationen kostengünstige Möglichkeit. Bei größeren Spenden ist allerdings unbedingt vorher Kontakt mit dem Vorstand aufzunehmen, weil aufgrund der Größe des Vereins nur begrenzte Einnahmen sinnvoll verausgabt werden können. Vorstand Rudolf Roser hat dies in einer Antwort klarstellend formuliert: „Unser persönliches Leben ist ein Leben, dass wir bemüht sind für andere zu leben im Glauben, aufopfernd und nicht gewinnorientiert, wenn man das so sagen kann. Wir sind dankbar für jede Spende und Hilfe, die uns zugute kommt, aber ich denke nicht, dass das unser Hauptaugenmerk ist.“