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Für eine bessere Spendenkultur
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List-Image: Handgestrickter FlyerWerbeflyer mit mageren Infos
Bild: Hilfe für krebskranke Kinder

Hilfe für krebskranke Kinder in Bayern e.V.

Sammeldosen zur Hälfte in die eigene Tasche geleert

08.09.2010 • Die Rentnerin Kunigunde Link ist Vorstandsvorsitzende des Vereins Hilfe für krebskranke Kinder in Bayern. Zusammen mit Angelo Pastore wird regelmäßig in Fußgängerzonen und anderen gut frequentierten Bereichen Geld gesammelt. An einem Tag kommen so 150 bis 200 Euro pro Sammeldose zusammen. Doch weit gefehlt wer glaubt, das Geld käme zumindest zum Großteil krebskranken Kindern zu Gute. In einem persönlichen Gespräch räumten Kunigunde Link und Angelo Pastore ein, dass die Hälfte der Sammlungserträge als Provision für den Sammler verwendet wird. Der Rest geht an den Verein, der damit allerdings erst noch Kosten wie Zugticket, Sammlungsgenehmigungsgebühren oder anderes bezahlt. Nur was dann noch übrig bleibt, wird ausgekehrt: Im ersten Halbjahr magere 3.000 Euro. [mehr]

List-Image: Logo Mutter Teresa KinderhilfswerkSogar das Logo enthält ein Bild der echten Mutter Teresa
Bild: Logo MTK e.V.

Mutter Teresa Kinderhilfswerk e.V.

Mogelpackung mit päpstlichem Segen

20.07.2010 • Große Sprüche gehören zum Programm: „Das Mutter Teresa Kinderhilfswerk e.V. ist in der ganzen Welt für seine Fürsorge und Nächstenliebe im Dienste der Armen bekannt und geschätzt.“ Dabei hat dieser höchst zweifelhafte Verein keinerlei Verbindung zu den gemeinnützigen Missionen in Kalkutta, in denen die echte Mutter Teresa zu Lebzeiten wirkte. Trotzdem hat Dr. Sajan George Kavinkalath, Vorstandsvorsitzender vom Mutter Teresa Kinderhilfswerk e.V. (MTK) sogar eine Audienz bei Papst Benedikt XVI erhalten: „Im Oktober 2005 wurde ich im Vatikan zu einem Treffen mit Papst Benedict XVI eingeladen, um den Segen des Papstes für die Arbeit der MTK im Dienste hilfsbedürftiger und notleidender Kinder zu erhalten.“ Damit der seriöse Anstrich auch wirkt, wird gerne ein Foto von der Übergabe eines Mutter-Teresa-Posters von Kavinkalath an den Papst gezeigt. [mehr]

Trösterbären von Kinderhilfe

Das Geschäft kann weiter gehen

12.07.2010 • Nur in einer Kurzmeldung wurde über die sehr zweifelhaften Methoden des Vereins Kinderhilfe e.V. berichtet, da laut der Vorsitzenden Gertraud Beißer ohnehin bereits die Löschung beim Notar veranlasst wurde. Allerdings lag schon damals der Verdacht nahe, dass dies nicht das Ende der Sponsorensuche für Trösterteddys ist. Leserinnen und Leser wurden aufgefordert, Hinweise auf neue Aktivitäten zu geben. Und die kamen auch. Fast nahtlos weiter macht nun die Kinderhilfe GmbH in Gründung mit Gertraud Beißer als Geschäftsführerin und Manfred Beißer als Gesellschafter. Damit wird nun endlich klar, worum es geht: Geld verdienen mit der „guten Sache“. [mehr]

List-Image: rennender HundEs ist zum davonlaufen.
Bild: Dr. Susanna Berndt

Tierschutzverein Koblenz und Umgebung e.V.

Tierfreunde gegen Tierschutzverein

29.06.2010 • Über eine Million Euro Vermögen und rund eine halbe Million Euro Jahresetat erklären so manche Begehrlichkeit. Beim Tierschutzverein Koblenz und Umgebung artet das zwischenzeitlich in regelmäßige Streitigkeiten vor Gericht aus. Mitglieder müssen Neuwahlen einklagen. Offenbar zu kritische Tierfreunde werden vom Verein ausgeschlossen und haben in einigen Fällen sogar erfolgreich dagegen geklagt. Sogar das Ausführen von Hunden wurde einigen untersagt und dann von Gerichten wieder erlaubt. Doch vermutlich sind diese unsinnigen Gerichtskosten nur ein Bruchteil davon, was die verlorenen Planungskosten im deutlich fünfstelligen Bereich für einen Tierheimneubau ausmachten. Aufgrund von europäischen Naturschutzvorschriften ist das Vorhaben höchstwahrscheinlich – für viele erwartungsgemäß – gescheitert. [mehr]

List-Image: GefängniskindGefängniskind in Manila
Bild: Cajus von Eickels, Tatort e.V.

Tatort – Straßen der Welt e.V.

Hilfe für Knastkinder auf den Philippinen

28.06.2010 • Benachteiligte Kinder und die Stärkung ihrer Rechte sind den Schauspielern Joe Bausch, Klaus Behrendt und Dietmar Bär ein Anliegen. Von Kinderprostitution und missbrauchten Mädchen bis Straßen- und Gefängniskindern reicht das Spektrum, das der Verein Tatort – Straßen der Welt abdeckt. Die Philippinen sind ein Schwerpunkt der Vereinsarbeit, über die auf der Homepage sehr transparent berichtet wird. Auch Nachfragen werden zeitnah und ausführlich beantwortet. Als Manko bleiben allerdings die zu hohen Verwaltungs- und Werbekosten. [mehr]

A.C.E. Animal Compassion Europe – Tiere in Not e.V.

Die Antworten machen misstrauisch

25.06.2010 • Widersprüchliche Aussagen auf der Homepage des Vereins waren der Grund für eine Anfrage. Der Vorstandsvorsitzende Albrecht Widmann war allerdings nicht bereit, schriftlich Antworten zu liefern. Dabei ging es um relevante Themen, an deren Klärung ein seriöser Verein großes Interesse haben sollte. Der Bitte um Zusendung von Unterlagen über die Verwendung der Spenden und Mitgliedsbeiträge will Widmann ebenfalls nicht nachkommen. Stattdessen droht er mit der Einschaltung eines Rechtsbeistandes. [mehr]

List-Image: Auferstehungskirche St. PetersburgSt. Petersburg ist seit 20 Jahren Hauptempfänger von Hilfe
Bild: Auferstehungskirche, ©Twilight Art Pictures-Fotolia.com

Deutsche Lebensbrücke e.V.

„Wir brauchen keinen Spendenrat“

23.06.2010 • Prominente Unterstützer sind kein Garant für Seriosität. Bei der Deutschen Lebensbrücke ist zum Beispiel Eduard Prinz von Anhalt Präsident und der bekannte Finanzguru Dr. Jens Ehrhardt im Vorstand. Der Schauspieler Michael Lesch ist Botschafter und viele weitere Persönlichkeiten sind zum Teil mit Bild als Förderer auf der Homepage aufgelistet. Trotzdem wurde nun schon zum zweiten Mal die Verpflichtung zur Veröffentlichung von aussagekräftigen Angaben über die Verwendung der Spendengelder nicht eingehalten. Denn der Verein hat sich als Mitglied des Deutschen Spendenrates klaren Regeln unterworfen. Um an diese nun nicht mehr gebunden zu sein, hat der Aufsichtsrat Senator Dr. h.c. Reinhard Mayer erklärt, die Lebensbrücke ist aus wichtigem Grund aus dem Spendenrat ausgetreten. Nicht nur die Vorgeschichte dazu wirft ein schlechtes Licht auf die Lebensbrücke. Auch der Deutsche Spendenrat muss sich einige Fragen gefallen lassen. [mehr]

List-Image: SpendendoseSpendendose vom Kurdischen Roten Halbmond
Bild: ADD, Trier

Heyva Sor a Kurdistane e.V.

Vorgeschobene Kindernothilfe

16.06.2010 • Um Kindern in Not zu helfen sammelt Heyva Sor a Kurdistane e.V. Geld. Übersetzt heißt der Verein „Kurdischer Roter Halbmond“ und wurde 1993 gegründet. In vielen europäischen Ländern ist die Organisation mit Vertretungen aktiv. In Deutschland ist er laut eigenen Aussagen vom Finanzamt als gemeinnützig und mildtätig anerkannt. Allerdings ist ihm in Rheinland-Pfalz das sammeln von Spenden verboten. Aufgestellte Sammeldosen wurden von der zuständigen Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) eingezogen. Auch die Recherchen von CharityWatch.de bestätigen diese Warnung vor dem Verein. [mehr]

Verein Kinderhilfe e.V.

Löschung nach Sammlungsverbot

09.06.2010 • Durch einen Leserhinweis ist CharityWatch.de auf eine fragwürdige Sponsorensuche für Trösterteddys vom Verein Kinderhilfe aufmerksam geworden. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier hat außerdem kürzlich für Rheinland-Pfalz ein Sammlungsverbot verhängt, das allerdings von der Behörde bisher noch nicht veröffentlicht wurde. Auf Nachfrage bestätigte die Vorsitzende Gertraud Beißer das Sammlungsverbot und erklärte, dass die Löschung des Vereins bereits beim Notar veranlasst sei. Nur noch bis Ende der Woche werden Sponsorengelder akquiriert. Das erfolgt durch Telefonaktionen. Laut Beißer fallen dabei Akquisekosten von bis zu 40 Prozent an. [mehr]

List-Image: Frau mit BurkaVerschleierte Frauen und verschleierte Finanzzahlen
Bild: © rotoGraphics - Fotolia.com

Verein für Hoffnung der Zukunft e.V.

Menschenrechtsmissbrauch wird missbraucht

08.06.2010 • Für den Schutz von Menschenrechten im Iran gibt es unstrittig großen Bedarf. Wie gut diese Aufgabe allerdings der Verein für Hoffnung der Zukunft e.V. ausfüllt, ist schwer zu beurteilen. Auf Nachfrage war die Vorstandsvorsitzende Maryam Adigozal nicht bereit, vollständige Auskunft über die Verwendung der Spenden zu geben. Einer Bitte um Übersendung des letzten verfügbaren Jahresberichts mit Finanzzahlen wurde nicht entsprochen. Auch die Nachfrage nach den Kosten für ein sehr umfangreiches Rechtsgutachten von Prof. Dr. Winfried Hassemer wurde nicht beantwortet. Das bestätigt das kürzlich von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier verhängte Sammlungsverbot für Rheinland-Pfalz. [mehr]

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