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Für eine bessere Spendenkultur
Meldungen der Redaktion aus: Home - chronologisch sortiert
15 Artikel, 2 Seiten   [1] [2]
List-Image: DZI ScreenshotBild: Screenshot der DZI-Homepage

DZI Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen

Neue Informationsmöglichkeit für Spender

17.11.2011 • Es hat lange gedauert. Aber nun ist es endlich so weit: Das DZI Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen hat ihren Internetauftritt deutlich ausgebaut. Damit werden dem spender endlich viele weitere Informationen für eine richtige Empfängerauswahl geliefert. Das betrifft sowohl die Spendensiegelträger als auch hunderte von weiteren Organisationen. Derzeit sind noch nicht alle Vereine mit hinterlegten Informationen online abrufbar. In den nächsten Tagen und Wochen soll sich die Anzahl aber auf rund 1.000 erweitern. Und was längst überfällig ist: Es werden auch Namen genannt, vor denen das DZI warnt oder die als „nicht förderungswürdig“ eingestuft sind. [mehr]

List-Image: IFAW Urlauberaufklärung am FlughafenUrlauberaufklärung am Flughafen
Bild: Stefan Loipfinger

IFAW Internationaler Tierschutz-Fonds gGmbH

Allein das Porto kostet Millionen

06.10.2011 • Mit 92 Millionen US-Dollar Einnahmen in 2010 und zwei Millionen Unterstützern gehört der IFAW weltweit zu den größten Tierschutzeinrichtungen. Die deutsche Sektion IFAW Internationaler Tierschutz-Fonds gGmbH steuerte mit 10,2 Millionen Euro Spendeneinnahmen rund ein Siebtel dazu bei. Die Methoden, mit denen die Tierschützer das Geld in Deutschland akquirieren, wurden von CharityWatch.de bereits 2009 kritisiert. Eine aktuelle Recherche ergab nun leider, dass spender weiterhin in die Irre geführt werden. Viel zu viel Geld fließt in Millionenfach verschickte Bettelbriefe. Das sieht übrigens auch die ADD Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion aus Trier so. Bereits vor einigen Jahren wurde eine sammlungsrechtliche Prüfung von der Behörde vorgenommen, die als einzige in Deutschland im spendersinne agiert. Das Ergebnis, das fast niemand kennt: Die Rheinland-Pfälzer sind vor dem IFAW geschützt, da dieser dort nicht sammelt. Der Rest von Deutschland darf aber weiter mit fragwürdigen Versprechen um Millionen erleichtert werden. [mehr]

Verein zur Unterstützung von Mädchen in Not e. V.

Selbstverpflichtung wird nicht erfüllt

02.05.2011 • Eigentlich müsste die Frage nach einem Tätigkeitsbericht eine reine Formsache sein. Denn der Verein zur Unterstützung von Mädchen in Not hat sich als Mitglied des Deutschen Spendenrates dazu verpflichtet, einen den Anforderungen der Selbstverpflichtungserklärung entsprechenden Bericht „auf Wunsch an jedermann zu versenden“. Gelebt wird das allerdings nicht. Wie die mit dem Fundraising beauftragte Thekla Theresia Kulik nach Rücksprache mit dem Vorstand erklärte, ist der Verein nicht bereit gegenüber jedermann Auskünfte über die Verwendung der Spenden zu geben. Das wäre alles viel zu kompliziert und der Verein bei den zahlreichen Rückfragen überfordert. [mehr]

Wir für Kinder e.V.

Keine Rückmeldung zur Spendenverwendung

02.03.2011 • Wie in der Satzung des Vereins Wir für Kinder e.V. nachzulesen ist, kümmert sich dieser um die Unterstützung und Förderung hilfsbedürftiger und notleidender Kinder. Der gemeinnützige Verein ist hauptsächlich in der Region Wesel/Kleve tätig und unterstützt vor allem krebskranke Kinder und deren Familien, und Kinder deren Mütter oder Väter an Krebs erkrankt sind. Auf Anfrage von CharityWatch.de, für welche konkreten Projekte und in welcher Höhe die eingesammelten Spendengelder und Mitgliedsbeiträge verwendet wurden, zeigte sich der Verein nicht kooperativ. Nach mehrmaliger Kontaktaufnahme wurde letztendlich auf eine telefonisch Anfrage mitgeteilt, „wenn sich unsere Geschäftsführung noch nicht bei Ihnen gemeldet hat, dann erhalten Sie auch keine Informationen.“ [mehr]

Logo: Deutsch-Indisches KinderhilfswerkVereinslogo
Bild: Deutsch-Indisches Kinderhilfswerk e.V.

DIK Deutsch-Indisches-Kinderhilfswerk e.V.

Kein Interesse an Transparenz

16.02.2011 • Das DIK Deutsch-Indisches Kinderhilfswerk engagiert sich seit 1973 in Indien, um dort hilfsbedürftigen Menschen aus deren Notsituation zu helfen. Im Vordergrund steht bei dieser Spendenorganisation die Hilfe zur Selbsthilfe, um den Ärmsten der Armen eine Zukunft zu geben. Das DIK ist eine vergleichsweise kleine Hilfsorganisation, so dass der Vorstand sowohl die einzelnen Projekte, als auch die Verantwortlichen vor Ort genau kennt. Alle Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich und angeblich fließen die Spenden auf direktem Wege in die Projekte. Belegen wollen dies die DIK-Verantwortlichen allerdings nicht. Eine Übersendung des letzten verfügbaren Jahresberichtes und der entsprechenden Finanzzahlen wurde verweigert. Aus diesem Grund ist es nicht nachzuvollziehen, für welche konkreten Projekte und in welchem Umfang die Spendengelder eingesetzt wurden. [mehr]

Gandhi Hunger Fonds e.V. (2)

Kein Cent für hungernde Kinder

15.12.2010 • Mit einem klaren Statement sollen spender überzeugt werden: „Das Gandhi Hunger Fonds e.V. engagiert sich dafür, dass KEIN Kind Hunger leidet. (…) Wir werden nicht ruhen, bis dieses Ziel Wirklichkeit wird.“ Wie CharityWatch.de nun vorliegende Zahlen belegen, wurden allein 2009 dafür 337.000 Euro gespendet. Doch was passierte mit dem Geld? Kein einziger Euro floss in den Kauf von Nahrungsmitteln. Mit keinem einzigen Euro wurde hungernden Kindern geholfen. Dafür wurden fast 400.000 Bettelbriefe verschickt, 35.000 Postwurfsendungen verteilt und 30.000 Einleger für Zeitschriften finanziert. Was wohl in den 1.410 Dankschreiben an spender stand? Sicherlich nicht die Wahrheit darüber, dass hungernden Kindern nicht geholfen wurde. [mehr]

Logo: Kinder-Kranken-HilfeLogo des Vereins
Bild: Kinder-Kranken-Hilfe e.V.

Kinder-Kranken-Hilfe e.V.

Kleidersammlungen trotz Verbot

28.10.2010 • Trotz Sammlungsverbot hat der Verein „Kinder-Kranken-Hilfe - Die vergessenen Kinder eines Krieges“ aus dem Niedersächsischen Sehlem angeblich Kleidersammlungen in Rheinland-Pfalz durchgeführt. Das teilte heute die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion aus Trier mit. Das ursprüngliche Sammlungsverbot wurde ausgesprochen, weil erforderliche Auskünfte zur Prüfung der Spendenverwendung nicht mitgeteilt wurde. Für Franz Partheimüller, er bezeichnet sich als Bevollmächtigter des Vereins, handelt es sich um ein Missverständnis. Die Unterlagen für die letzten Jahre sind aufgrund einer Krankheit des Steuerberaters noch nicht fertig. Die Strafe in Höhe von rund 160 Euro in Zusammenhang mit dem Sammlungsverbot hat der Verein bezahlt. Und die nun erneut durchgeführten Kleidersammlungen müssen auf geklaute Sammelbehälter zurück zu führen sein. So etwas passiert leider häufiger, wie der Altkleidersammler Omar Omari auf Nachfrage ebenfalls bestätigte. [mehr]

List-Image: Jahresbericht ChildFundDen Spendern wird viel versprochen
Bild: ChildFund Jahresbericht 2009

ChildFund Deutschland e.V.

Spendensiegel trotz Spendertäuschung

21.09.2010 • „ChildFund Deutschland setzt auf Ehrlichkeit und Fairness.“ Das klingt vielversprechend. Sie bezeichnet sich selbst als „besonders seriöse gemeinnützige Organisation“ und wirbt mit dem DZI-Spendensiegel. Geschäftsführer Jörn Ziegler und die Präsidentin Dr. Barbara Holzbaur beschreiben im Jahresbericht 2008 stolz, „dass 88,6 Prozent der Spendeneinnahmen für satzungsgemäße Zwecke des Vereins ausgegeben wurden“. Doch wer etwas genauer hinter diese Hochglanzfassade blickt, stellt ganz anderes fest: Die Finanzzahlen im Detail sind geheime Verschlusssache. Das DZI Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen gibt ebenfalls nicht bekannt, wie sich die Ausgaben zusammensetzen. Doch selbst die vom DZI angegebene Bandbreite der Verwaltungs- und Werbekosten fällt mit „vertretbar“ (20 bis 35 Prozent) ganz anders aus, als es ChildFund selbst angibt. Die spender wurden also getäuscht – mit Billigung durch das DZI. [mehr]

Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen

Völlige Ignoranz der Bundesregierung

16.06.2010 • So genannte „Kleine Anfragen“ sind ein wichtiges rechtsstaatliches Mittel, um eine parlamentarische Kontrolle der Regierungen der Länder und des Bundes zu gewährleisten. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat kürzlich eine solche Anfrage an die Bundesregierung zum Non-Profit-Bereich gestellt. Aufgrund von vermehrt auftretenden Missbrauchsfällen wollten die Oppositionspolitiker wissen, „ob und wie besser für eine zweckentsprechende Verwendung der Spendengelder gesorgt werden sollte“. Die Antwort des Bundesministeriums der Finanzen, das für die Bundesregierung geantwortet hat, ist allerdings beschämend (Drucksache 17/1515). Denn sie offenbart ein absolutes Desinteresse und sogar Ahnungslosigkeit bei diesem gesellschaftspolitisch so wichtigen Thema. [mehr]

List-Image: AG EggenfeldenDas Amtsgericht Eggenfelden
Bild: Lion Schiner

Tierschutzverein Costa

Tierschützerin vor Gericht

11.02.2010 • Am 12. Januar musste sich Anna Elisabeth P., rechtlich vertreten durch zwei Münchner Anwälte, vor dem Amtsgericht Eggenfelden für angebliche Betrugsvorwürfe in zwei Fällen verantworten. Inhalt des Prozesses war die schwer nachvollziehbare Verwendung von Spendengeldern, die Frau P. als erster Vorstand des inzwischen insolventen Tieraltenheim Costa e. V. gesammelt hatte. Da diese Ereignisse rund zehn Jahre zurück liegen und wichtige Zeugen kurzfristig schwer erkrankt waren, hatte der Staatsanwalt kein leichtes Spiel. Dieser schien es aber aus offensichtlichem Mangel an öffentlichem Interesse nicht für nötig zu halten, sich ausreichend mit dem Fall zu beschäftigen. So wurde das von CharityWatch.de beobachtete Verfahren schon am ersten Prozesstag nach knappen zwei Stunden eingestellt. Zu einer Verurteilung von Anneliese P. kam es jedoch in einem früheren Prozess. Der Schuldspruch erfolgte 2006 wegen quälerischer Misshandlung von Wirbeltieren. Dennoch leitet diese seit Jahren ein durch deutsche Spendengelder finanziertes Tierheim. [mehr]

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das Online-Portal CharityWatch.de ist im Spendenbereich deutschlandweit einzigartig. Wir empfehlen unterstützenswerte Organisationen und warnen vor Vereinen, die beispielsweise das Geld der Spender dem angegebenen Zweck nicht oder in zu geringem Maße zuführen. Unser Ziel ist es, mehr Transparenz zu schaffen. Sie soll dazu führen, dass Spendengelder effektiver und effizienter genutzt werden – zum Wohle all jener, die sich selbst nicht helfen können, seien es Tiere, Pflanzen oder Menschen.

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