Montag, 21.05.2012 Home Suche nach Organisation
Für eine bessere Spendenkultur
Meldungen der Redaktion aus: Home - chronologisch sortiert
List-Image: Buchcover Spendenmafia
Top-Thema

In eigener Sache

CharityWatch.de stellt Arbeit ein

27.02.2012 • „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“ Bertholt Brecht, 1898 bis 1956

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

seit 2008 kämpfe ich mit CharityWatch.de für mehr Transparenz im Spendenbereich. Ein aussichtsloser Kampf, wie sich inzwischen herausgestellt hat, wenngleich ich die vielfach positive Resonanz und die Sensibilisierung der Spender und Medien für dieses Thema nicht schmälern möchte. Das erklärte Ziel von CharityWatch.de bestand in einer Verbesserung der deutschen Spendenkultur. Zweifelhafte Organisationen sollten entlarvt werden, damit mehr Spendengeld bei den seriösen Vereinen ankommt – und damit bei den tatsächlich Hilfsbedürftigen. Doch ein solches Unterfangen ist durch eine einzelne Person nicht zu leisten. Eine Erkenntnis, der ich mich nach nunmehr vier Jahren stellen muss. Ganz abgesehen von der psychischen Belastung, hervorgerufen durch unzählige Drohungen, nicht nur mich und die Mitarbeiter oder Sympathisanten von CharityWatch.de betreffend, sondern auch konkret gegen meine Familie und meine fünf Kinder. Außerdem stoße ich an finanzielle Grenzen in der juristischen Gegenwehr gegen zahlreiche Prozesse, die von Vereinen oft genug mit Spendengeldern finanziert wurden. Vielleicht findet sich ein anderer Weg, das erklärte Ziel weiter zu verfolgen. Falls nicht, bleibt wenigstens das bisher bei CharityWatch.de und im Buch „Die Spendenmafia“ Veröffentlichte erhalten. Wenn nur ein Teil der weit über 100 Millionen Euro, die allein die auf der Warnliste stehenden Organisationen jährlich einsammeln, zu seriösen Vereinen umgelenkt werden konnte, hat CharityWatch.de mehr Hilfe geleistet, als alle seine Mitarbeiter zusammen in ihrem Leben jemals hätten spenden können. [mehr]

List-Image: ora international deutschland e.V.ora hilft in 22 Ländern
©Renate W.-Fotolia.com

ora international Deutschland e. V.

„Mängel in der Informationspflicht“

16.01.2012 • ora international Deutschland e. V. ist ein christlich-überkonfessionelles Hilfswerk mit Sitz im nordhessischen Korbach. Der 1981 gegründete Verein verweist auf mehr als 30 Jahre Einsatz im humanitären Bereich. Der Slogan „Wir verändern Kinderleben“ benennt die Zielgruppe dieser Hilfstätigkeit in 22 verschiedenen Ländern. Dabei werden sowohl materielle Unterstützung wie auch medizinische Betreuung geleistet, Kindertagesstätten betrieben, Wasseraufbereitungsanlagen bereitgestellt und Suppenküchen betrieben. Das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) wie auch die Mitgliedschaft im Deutschen Spendenrat sollen die Transparenz und Seriosität der Organisation belegen. Und damit fangen die Probleme an. [mehr]

List-Image: Deutscher Fundraiser VerbandWer kassiert wie viel?
Bild:©M&S Fotodesign-Fotolia.com

Deutscher Fundraising Verband

Die Kritik der Geldsammler

09.01.2012 • Angeblich hat die Kultur des Gebens Ende letzten Jahres einen riesigen Schaden genommen. Das hat zumindest der Deutsche Fundraising Verband kurz vor Weihnachten per Pressemitteilung verbreitet. Hintergrund für den Aufschrei der Szene ist das Buch „Die Spendenmafia“, das eine „einseitig negative Berichterstattung“ ausgelöst haben soll. Nach Auffassung des Verbandes wäre die Kritik am Fundraising völlig unbegründet. Doch wenn ohnehin jeder um die hohen Honorare der Fundraiser weiß, warum regt sich dann überhaupt jemand auf? [mehr]

CSR für mehr Spenden- und Imagegewinn

Wieviel Wohltätigkeit spenden Unternehmen?

28.12.2011 • Corporate Social Responsibility (CSR) ist der freiwillige Beitrag der Wirtschaft, sich für eine nachhaltige Entwicklung zu engagieren. Für ein Unternehmen bedeutet dieses soziale Engagement neben der eigentlichen Hilfe auch einen Imagegewinn und eine positive Außenwirkung bei seinen Kunden. Spendenorganisationen generieren ohne großen Aufwand wichtige Einnahmen. In der Praxis werden die unterschiedlichsten Kooperationen zwischen Hilfsorganisationen und Wirtschaft realisiert, die bei den Kunden der einzelnen Unternehmen beim Kauf der entsprechenden Produkte eine gewisse soziale Verantwortung hervorrufen. Der Verkaufspreis der entsprechenden Produkte oder Dienstleistungen enthält also einen bestimmten Spendenanteil. CharityWatch.de hat bei Unternehmen und Hilfsorganisationen nachgefragt, wie viel Geld bei verschiedenen Kooperationen erwirtschaftet wurde, wofür das Geld dann von den Hilfsorganisationen verwendet wurde, und vor allem was damit letztendlich bewegt werden konnte. [mehr]

List-Image: Tierschutz SpanienTierschutzhund in Spanien
Bild: Petra Stauß

Illegale Tierimporte (7)

Protest spanischer Tierschützer gegen den Tierexodus

17.10.2011 • Der Protest von Tierfreunden und Tierschützern im europäischen Ausland gegen das Tun und Treiben deutscher Tierschutzorganisationen und den massenhaften Export von Hunden und Katzen wird immer heftiger. CharityWatch.de hatte schon über die Gegenwehr der italienischen Tierfreunde berichtet. Erst vor wenigen Wochen hatten in Polen Hundefreunde versucht, einen weiteren Abtransport ihrer Hunde durch die Dobermann Nothilfe e. V. zu verhindern. Vergeblich. Nun wird eine Petition spanischer Tierschützer an das EU-Parlament bekannt. Hierzu liegt seit Juli 2011 die Antwort der EU-Kommission vor. [mehr]

List-Image: WWF PandaDas Wappentier von WWF
© jonasginter - Fotolia.com

WWF Word Wide Fund for Nature

ARD-Dokumentation entzaubert die weltweit größte Naturschutzorganisation

24.06.2011 • Zu später Stunde am für einige Bundesländer Feiertagsvorabend sendete die ARD am 22. Juni 2011 die hoch brisante Dokumentation „Der Pakt mit dem Panda – Was uns der WWF verschweigt“ des Bremer Journalisten und Dokumentarfilmers Wilfried Huismann. Die Doku zeigte in teilweise erschütternden Bildern vor Ort in Borneo, was genau der WWF seinen Spendern und Mitgliedern nicht kommuniziert. Die Kluft zwischen dem Selbst-Marketing der Nichtregierungsorganisation (NGO) und den in den verschiedenen Ländern durch Mithilfe oder Tolerierung des WWF geschaffenen Fakten wurde durch die eingeblendeten Werbespots der Naturschützer farbkräftig akzentuiert. [mehr]

Verein zur Unterstützung von Mädchen in Not e. V.

Selbstverpflichtung wird nicht erfüllt

02.05.2011 • Eigentlich müsste die Frage nach einem Tätigkeitsbericht eine reine Formsache sein. Denn der Verein zur Unterstützung von Mädchen in Not hat sich als Mitglied des Deutschen Spendenrates dazu verpflichtet, einen den Anforderungen der Selbstverpflichtungserklärung entsprechenden Bericht „auf Wunsch an jedermann zu versenden“. Gelebt wird das allerdings nicht. Wie die mit dem Fundraising beauftragte Thekla Theresia Kulik nach Rücksprache mit dem Vorstand erklärte, ist der Verein nicht bereit gegenüber jedermann Auskünfte über die Verwendung der Spenden zu geben. Das wäre alles viel zu kompliziert und der Verein bei den zahlreichen Rückfragen überfordert. [mehr]

List-Image: Mädchen MekongLeben am Mekong
Bild: Hajo Schneck

Ebersberger Förderverein Interplast e.V.

Effizient, transparent und voller Tatendrang

25.01.2010 • Gerade einmal zwei Wochen nach dem Beginn des neuen Jahres stand er in der Redaktion von CharityWatch.de: Prof. Dr. Hajo Schneck, Gründer und Vorstandsvorsitzender des eingetragenen Ebersberger Fördervereins Interplast (EFI). Beladen mit einer schweren Tasche voller Ordner und Belege gewährte der Anästhesist Einblick in die Abrechnungen eines ganzen Jahres. So zeitnah und vor allem transparent schaffte es bisher keine Hilfsorganisation. Und das Beste daran: So viel Freude bei der Durchsicht finanzieller Unterlagen hatte CharityWatch.de selten. Nur 2,4 Prozent kostete die Verwaltung plus 600 Euro Miete für die Lagerung von Materialspenden, während 64.900 Euro direkt hilfsbedürftigen Menschen zu Gute kamen. [mehr]

List-Image: Gruppenfoto PeruKinderdorffamilie aus dem Chicon-Tal
Bild: Herzen für eine neue Welt

Herzen für eine neue Welt e.V.

Große Wirkung durch Fokussierung

21.01.2010 • Vor allem in den ländlichen Gegenden Perus herrscht große Armut. Nachdem der zwischenzeitlich pensionierte Diplom-Ingenieur Dr. Dieter Arnold das gesehen hatte, gründete er 1998 den Verein Herzen für eine neue Welt. Die Hilfe konzentriert sich auf das Chicon-Tal in den Anden Perus, 3.000 Meter über dem Meeresspiegel. 1.100 Menschen leben dort. Sie alle profitieren von neu geschaffenen Einrichtungen für die Dorfgemeinschaft, einem Kinderdorf für verwaiste Kinder und einer Schule. Ziel des Vereins ist es, neben der notwendigen Soforthilfe langfristig dazu beizutragen, dass sich die Lebensbedingungen verbessern und die Abwanderung in die Großstädte verringert. In Deutschland kommt der Verein mit vernünftigen Administrationskosten von 14 Prozent aus. In Bezug auf Unterlagen und Fragen ist er sehr transparent. [mehr]

Charity bei Tchibo

Profitgier oder Sozialverantwortung?

10.12.2009 • Seit dem 25. November hat Tchibo eine exklusive Charity-Kollektion im Angebot. An der “Whatever It Takes”-Kampagne beteiligen sich internationale Stars wie George Clooney, Phil Collins und Robbie Williams. Die eigens für Tchibo kreierten Produkten zeigen eine von den Stars entworfene persönliche Botschaft, ein Selbstportrait oder ein “unverwechselbares Artwork als Zeichen der Hoffnung”. Ein Teil des Verkaufserlöses wird gespendet. Doch wie viel der zwischen zehn und 20 Euro teuren Produkte an den guten Zweck fließen, will Tchibo nicht bekannt geben. Auf Nachfrage lautete die Aussage der Presseansprechpartnerin Helen Rad, dass „die Produkte bei den Kunden gut ankommen“. [mehr]

List-Image: BehindertensportBehindertensport zählt
zu den Stiftungszielen
Foto: © Janni / fotolia.de

Katarina Witt-Stiftung gGmbH

Statt Fakten nur Zurechtweisungen

30.09.2009 • Katarina Witt ist prominent. Die einst so erfolgreiche Eiskunstläuferin blieb den Medien auch nach ihrer Sportlerkarriere treu. Zu ihrem guten Image trug jedoch neben der Fernsehpräsenz auch ihre Stiftung bei. Leider mag der verliehene Schein nicht zur Wirklichkeit passen. Statt zum Beispiel auf konkrete Fragen nach der buchmäßigen Überschuldung in 2007 einzugehen, wird sogleich ein Anwalt beauftragt, der presserechtliche Zurechtweisungen in Verbindung mit theoretisch möglichen Konsequenzen ausspricht. Sogar die Veröffentlichung von Teilen des Anwaltsschreibens soll zu eigenständigen rechtlichen Schritten führen. [mehr]

 aktuelle Leserbriefe

CharityWatch.de
Home Impressum Rechtliche Hinweise Übersicht AGB
layout, programming & hosting by hmdata.de