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Für eine bessere Spendenkultur
Meldungen der Redaktion aus: Home - chronologisch sortiert
List-Image: KinderarmutKinderarmut wird immer schlimmer
Bild: © somenski - Fotolia.com

Internationales Kinderhilfswerk Ltd.

Vermögensmehrung für den Gründer

03.11.2010 • Das Kinderhilfswerk Essen ist eine Zweigniederlassung der Internationales Kinderhilfswerk Limited aus London. Mit gemeinnützigen/mildtätigen Aktivitäten, die zum Beispiel auf der Homepage vorgegeben werden, hat das aber wenig zu tun. Direktor und Gesellschafter ist ein Bernd Lauks, der laut offizieller Papiere allerdings Bernhard Lauks heißt. Die Organisation bezeichnet sich selbst als „Bundesverband“, der bewusst auf öffentliche Gelder verzichtet. Wie bei einem Verein wird von einem Vorstand gesprochen, den eine unabhängige Steuerberaterin kontrolliere. Dabei ist Lauks Direktor beziehungsweise Geschäftsführer einer englischen Limited. Im Gründungsvertrag aus 2006 ist zum Beispiel als Zweck ausgeführt: „Verteilung in bar oder auf andere Art und Weise von Vermögen und Vermögensgegenständen der Gesellschaft unter den Gesellschaftern der Gesellschaft…“ Das klingt schon etwas anders, als die vorgeschobenen Ziele vom Kinderhilfswerk Essen. [mehr]

List-Image: AG EggenfeldenDas Amtsgericht Eggenfelden
Bild: Lion Schiner

Tierschutzverein Costa

Tierschützerin vor Gericht

11.02.2010 • Am 12. Januar musste sich Anna Elisabeth P., rechtlich vertreten durch zwei Münchner Anwälte, vor dem Amtsgericht Eggenfelden für angebliche Betrugsvorwürfe in zwei Fällen verantworten. Inhalt des Prozesses war die schwer nachvollziehbare Verwendung von Spendengeldern, die Frau P. als erster Vorstand des inzwischen insolventen Tieraltenheim Costa e. V. gesammelt hatte. Da diese Ereignisse rund zehn Jahre zurück liegen und wichtige Zeugen kurzfristig schwer erkrankt waren, hatte der Staatsanwalt kein leichtes Spiel. Dieser schien es aber aus offensichtlichem Mangel an öffentlichem Interesse nicht für nötig zu halten, sich ausreichend mit dem Fall zu beschäftigen. So wurde das von CharityWatch.de beobachtete Verfahren schon am ersten Prozesstag nach knappen zwei Stunden eingestellt. Zu einer Verurteilung von Anneliese P. kam es jedoch in einem früheren Prozess. Der Schuldspruch erfolgte 2006 wegen quälerischer Misshandlung von Wirbeltieren. Dennoch leitet diese seit Jahren ein durch deutsche Spendengelder finanziertes Tierheim. [mehr]

IFAW Internationaler Tierschutz-Fonds gGmbH

Irreführung der Spender

09.12.2009 • 2007 sammelte der IFAW weltweit 111 Millionen US-Dollar ein. Die deutsche Sektion brachte es im Geschäftsjahr 2007/2008 auf 11,6 Millionen Euro. Laut internationalem Bericht entstanden bei der Spendenbeschaffung in Deutschland Kosten von gerade einmal 6,5 Prozent. Im Vergleich zu den anderen Niederlassungen, wie etwa in Großbritannien, Kanada oder USA, der mit Abstand günstigste Wert. Vermeintlich. Denn eine genaue Betrachtung der Zahlen zeigt die Irreführung. Von den deutschen Spenden fließen keine 93,5 Prozent in Projekte, sondern vielleicht ein mageres Drittel! Genau lässt sich das mit den gelieferten Unterlagen nicht ermitteln. Um eine Falschinformation der Spender handelt es sich jedoch allemal. [mehr]

List-Image: Schule im SenegalCharles Huber vor der Barack Obama Schule im Senegal
Foto: Afrika Direkt e.V.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Hausdurchsuchung bei der Ustinov-Stiftung

05.11.2009 • Seit Monaten ermittelt die Staatsanwaltschaft München I gegen die Peter Ustinov-Stiftung. Den Hintergrund bildet eine Anzeige des Schauspielers Charles M. Huber, der auch Vorsitzender des Vereins Afrika Direkt ist. Gestern wurde die Staatsanwaltschaft schließlich mit einem Durchsuchungsbeschluss in den Büroräumen der Ustinov-Stiftung in der Garather Schlossallee vorstellig. Die mitgenommenen Unterlagen sollen klären, ob tatsächlich Mittel „zweckentfremdet“ wurden, wie Huber in seiner Anzeige formulierte.

Nachtrag: Im März 2010 wurde das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft München I wegen des Verdachts des Betruges eingestellt, weil die Ermittlungen keinen Anlass zur Erhebung der öffentlichen Klage ergeben haben (Paragraph 170 Absatz 2 Strafprozessordnung). [mehr]

Logo: Madeleine Schickedanz KinderKrebs-StiftungMadeleine Schickedanz KinderKrebs-Stiftung

Madeleine Schickedanz KinderKrebs-Stiftung

Monatelange Hinhaltetaktik einer „Verarmten Milliardärin“

31.03.2009 • „Gesunde Kinder haben viele Wünsche. Krebskranke Kinder nur einen: zu leben!“ Dieser emotionale Ausspruch stammt aus einem Spendenaufruf der Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz. Darin erzählt sie außerdem von ihren eigenen Ängsten, die sie durchlitt, während ihre Tochter an Krebs erkrankt war. Das Kind wurde geheilt. „Aus Dankbarkeit wollte ich damals etwas tun, damit kein Kind, keine Familie diesen fürchterlichen Alptraum mehr durchleiden muss.“ Schöne Worte, die sich bei einer der reichsten Frauen der Welt eigentlich auch in die Tat umsetzen lassen sollten. Eigentlich. Die von ihr ins Leben gerufene Stiftung spricht eine andere Sprache. 71 Prozent der Einnahmen aus Spendenmailings wurden 2006 gleich wieder als Ausgaben dafür verbucht. 71 Prozent, die weder in die Forschung, noch in Hilfsprojekte flossen. Viel mehr lässt sich über die Verwendung der Spendeneinnahmen angesichts der fehlenden Bereitschaft, Fragen zu beantworten, kaum schreiben. [mehr]

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