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Für eine bessere Spendenkultur
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Logo: Charity für TiereDas Vereinslogo
Bild: Charity für Tiere e.V.

Charity für Tiere e.V.

Zweifel an der ordnungsgemäßen Spendenverwendung

26.08.2010 • Folko Niebelschütz ist kein unbeschriebenes Blatt im Tierschutz. Seine Spezialität ist, Kontakte zur Presse herzustellen und bestimmte Themen in der Öffentlichkeit zu platzieren. Auch bei Charity für Tiere e.V. stellt er sich als Ansprechpartner für die Presse dar. Aus einer – natürlich nicht akzeptablen – „Misshandlung“ eines Blindenhundes werden dann schnell „Probleme im Gesundheitswesen“. Probleme mit der Glaubwürdigkeit sehen Niebelschütz und seine Vorstandskollegin Martina Retthofer allerdings nicht. Dabei hätten sie allen Grund dazu, denn mittlerweile liegen CharityWatch.de mehrere Beschwerden über den Verein vor. [mehr]

Organisation für Notleidende Kinder e.V. (ONK)

Sammlungsverbot bestätigt CW-Warnung

24.06.2010 • Heute hat die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier ein Sammlungsverbot für den zweifelhaften Verein „Organisation für Notleidende Kinder e.V. (ONK)“ verkündet. Diese sofort verfügbare Verbotsverfügung untersagt dem Verein Spendensammlungen und das Einwerben von Fördermitgliedern in Rheinland-Pfalz: „Nach umfangreicher sammlungsrechtlicher Prüfung ist der ADD im Überprüfungszeitraum insgesamt keine angemessene Verwendung der Sammlungserträge für die in der Öffentlichkeit beworbenen Hilfsdienste nachgewiesen worden. Insbesondere die hohen Kosten für Werbung und Verwaltung sowie die mangelnde Bereitschaft eine satzungsgemäße Zuordnung der Kosten für die in der Schweiz und in Liechtenstein beauftragten Unternehmen vorzunehmen, führt zu erheblichen sammlungsrechtlichen Zweifeln an einer zweckentsprechenden Verwendung der Sammlungserträge.“ [mehr]

SOS Kinder direkt e.V.

Spendensammlungen nicht mehr erlaubt

18.06.2010 • Gestern gab die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier (ADD) bekannt, dass der Koblenzer Verein SOS Kinder direkt keine Spenden mehr in Rheinland-Pfalz sammeln darf. Dazu hat sich der Verein verpflichtet, nachdem die Aufsichtsbehörde eine sammlungsrechtliche Überprüfung eingeleitet hatte. Die ADD bittet um sofortige Mitteilung, falls der Verein trotzdem in Rheinland-Pfalz Spendeneinzüge zum Beispiel durch Einzugsermächtigungen vornimmt oder an Informationsständen mittels Flyer zu Geldspenden aufruft. [mehr]

List-Image: SpendendoseSpendendose vom Kurdischen Roten Halbmond
Bild: ADD, Trier

Heyva Sor a Kurdistane e.V.

Vorgeschobene Kindernothilfe

16.06.2010 • Um Kindern in Not zu helfen sammelt Heyva Sor a Kurdistane e.V. Geld. Übersetzt heißt der Verein „Kurdischer Roter Halbmond“ und wurde 1993 gegründet. In vielen europäischen Ländern ist die Organisation mit Vertretungen aktiv. In Deutschland ist er laut eigenen Aussagen vom Finanzamt als gemeinnützig und mildtätig anerkannt. Allerdings ist ihm in Rheinland-Pfalz das sammeln von Spenden verboten. Aufgestellte Sammeldosen wurden von der zuständigen Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) eingezogen. Auch die Recherchen von CharityWatch.de bestätigen diese Warnung vor dem Verein. [mehr]

Verein Kinderhilfe e.V.

Löschung nach Sammlungsverbot

09.06.2010 • Durch einen Leserhinweis ist CharityWatch.de auf eine fragwürdige Sponsorensuche für Trösterteddys vom Verein Kinderhilfe aufmerksam geworden. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier hat außerdem kürzlich für Rheinland-Pfalz ein Sammlungsverbot verhängt, das allerdings von der Behörde bisher noch nicht veröffentlicht wurde. Auf Nachfrage bestätigte die Vorsitzende Gertraud Beißer das Sammlungsverbot und erklärte, dass die Löschung des Vereins bereits beim Notar veranlasst sei. Nur noch bis Ende der Woche werden Sponsorengelder akquiriert. Das erfolgt durch Telefonaktionen. Laut Beißer fallen dabei Akquisekosten von bis zu 40 Prozent an. [mehr]

Verein für Hoffnung der Zukunft e.V.

Menschenrechtsmissbrauch wird missbraucht

08.06.2010 • Für den Schutz von Menschenrechten im Iran gibt es unstrittig großen Bedarf. Wie gut diese Aufgabe allerdings der Verein für Hoffnung der Zukunft e.V. ausfüllt, ist schwer zu beurteilen. Auf Nachfrage war die Vorstandsvorsitzende Maryam Adigozal nicht bereit, vollständige Auskunft über die Verwendung der Spenden zu geben. Einer Bitte um Übersendung des letzten verfügbaren Jahresberichts mit Finanzzahlen wurde nicht entsprochen. Auch die Nachfrage nach den Kosten für ein sehr umfangreiches Rechtsgutachten von Prof. Dr. Winfried Hassemer wurde nicht beantwortet. Das bestätigt das kürzlich von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier verhängte Sammlungsverbot für Rheinland-Pfalz. [mehr]

Förderverein Bundesdeutscher Hilfsdienste e.V.

Zweifel an einem Verdienstkreuzträger

05.05.2010 • Seit nun schon 25 Jahren ist der Förderverein Bundesdeutscher Hilfsdienste aktiv und kann mit einer langen Liste an unterstützten Vereinen und Institutionen sowohl im In- als auch im Ausland aufwarten. Der erste Vorstand des Vereins Fritz Kardolsky ist in der gleichen Funktion beim Kreisverband Marl des Deutschen Hilfsdienstes tätig. Für den Förderverein Bundesdeutscher Hilfsdienste hat die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) für Rheinland-Pfalz die Anwerbung von Fördermitgliedern untersagt hat. Begründung ist der ungenügende Nachweis der Verwendung von Spendengeldern. [mehr]

List-Image: KleidersammlungIn Rosenheim wurden kürzlich Altkleider gesammelt
Bild: Dr. Susanna Berndt

Quo Vadis Vereinte Jugend- und Altenhilfe e.V.

Erlaubte Geschäfte mit sich selbst

03.05.2010 • Satzungsgemäßer Zweck des Vereins ist die Förderung der Altersabsicherung in Deutschland lebender älterer beziehungsweise alter Menschen. Jedoch hat die als gemeinnützig anerkannte Organisation vor allem durch dubiose Kleidersammlungen auf sich aufmerksam gemacht. Darauf hingewiesen und zu Präventionsmitteln gefragt, wurde CharityWatch.de mitgeteilt, dass es nicht nötig wäre die Sammelunternehmer genauer zu überprüfen. Ein schriftlicher Fragenkatalog zum Verein wurde telefonisch nur ungenügend und schriftlich gar nicht beantwortet. Einer Bitte um Übersendung eines Jahresberichtes wurde nicht entsprochen, mit der Begründung, es hätte „keinen Sinn“. [mehr]

Bund deutscher Tierfreunde + Animal Friends International

Gerichtsbeschluss enthält interessante Details (mit Gegendarstellung)

14.04.2010 • Gegendarstellung des Bundes deutscher Tierfreunde e.V..

Martina Klein, Sigurd Tenbieg und Franz Wick sind die Vorstände vom Bund deutscher Tierfreunde e.V. (BdT) sowie von dem noch jungen Verein Animal Friends International e.V. (AFI). Da das Vermögen vom BdT im Falle der Vereinsauflösung seit der Satzungsänderung im Februar 2009 an AFI fällt, hat die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) aus Trier sammlungsrechtliche Zweifel geäußert. Das ist allerdings längst nicht das einzige interessante Detail, das aus einem Urteil des Verwaltungsgerichts Trier zu Gunsten des Landes Rheinland-Pfalz hervorgeht (Aktenzeichen: 1 K 536/09 TR). Wer das Urteil liest, versteht sehr gut, warum der Bund deutscher Tierfreunde weiterhin in diesem Bundesland keine Sammlungen durchführen darf. Nach Meinung von CharityWatch.de eigentlich ein Skandal, dass in den 15 anderen Bundesländern den Leuten weiter munter das Geld aus der Tasche gezogen werden darf. [mehr]

Logo: KinderkrebsvorsorgeDas Logo des Vereins Kinderkrebsvorsorge e.V.

Kinderkrebsvorsorge e.V.

Massive Zweifel trotz namhaften Kuratoren

22.02.2010 • Durch eine kritische Anfrage ist CharityWatch.de vor gut einer Woche auf den Verein Kinderkrebsvorsorge e.V. aus Saarbrücken aufmerksam geworden. Das Antwortschreiben der Vorsitzenden Natalia Mironenko wurde auf einem ungewöhnlichen Briefformular verfasst. Neben der Unterschrift findet sich ein amtlich wirkender Siegelstempel und der rechte Rand ist voll mit Professoren, die im Kuratorium des Vereins sitzen. Doch dieser seriöse Anstrich täuscht. Seit dem 18. Februar 2010 warnt nun die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) aus Trier vor dem Verein und hat für Rheinland-Pfalz ein Sammlungsverbot erlassen. Vor dem Partnerverein Förderkreis Krebsvorsorge e.V. warnt die ADD schon länger. [mehr]

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Deutschland ist in doppelter Hinsicht ein Entwicklungsland im Charitybereich. Zum Einen ist die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung im Vergleich zu anderen Industriestaaten nur unterdurchschnittlich. Zum Anderen ist es leider auch für die Charityorganisationen nicht selbstverständlich, absolut transparent über die Verwendung der Mittel zu berichten. CharityWatch.de hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zur Verbesserung der Spendenkultur in Deutschland zu leisten. Gute Arbeit soll belohnt und fragwürdiges Verhalten öffentlich werden. Kritik an einzelnen Organisationen ist nie als Schmähung der gemeinnützigen oder mildtätigen Absichten zu verstehen! Vielmehr ist es immer ein Ansporn für Vorstand und Geschäftsführung, die Wirkung der Spendengelder zu erhöhen. Im Zweifel, in dem ein Spender seine Mittel an eine effektivere Organisation überweist.

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