Donnerstag, 17.05.2012 Home Suche nach Organisation
Für eine bessere Spendenkultur
Meldungen der Redaktion aus: Home - chronologisch sortiert
31 Artikel, 4 Seiten   [1] [2] [3] [4]
List-Image: Buchcover Spendenmafia
Top-Thema

In eigener Sache

CharityWatch.de stellt Arbeit ein

27.02.2012 • „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“ Bertholt Brecht, 1898 bis 1956

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

seit 2008 kämpfe ich mit CharityWatch.de für mehr Transparenz im Spendenbereich. Ein aussichtsloser Kampf, wie sich inzwischen herausgestellt hat, wenngleich ich die vielfach positive Resonanz und die Sensibilisierung der Spender und Medien für dieses Thema nicht schmälern möchte. Das erklärte Ziel von CharityWatch.de bestand in einer Verbesserung der deutschen Spendenkultur. Zweifelhafte Organisationen sollten entlarvt werden, damit mehr Spendengeld bei den seriösen Vereinen ankommt – und damit bei den tatsächlich Hilfsbedürftigen. Doch ein solches Unterfangen ist durch eine einzelne Person nicht zu leisten. Eine Erkenntnis, der ich mich nach nunmehr vier Jahren stellen muss. Ganz abgesehen von der psychischen Belastung, hervorgerufen durch unzählige Drohungen, nicht nur mich und die Mitarbeiter oder Sympathisanten von CharityWatch.de betreffend, sondern auch konkret gegen meine Familie und meine fünf Kinder. Außerdem stoße ich an finanzielle Grenzen in der juristischen Gegenwehr gegen zahlreiche Prozesse, die von Vereinen oft genug mit Spendengeldern finanziert wurden. Vielleicht findet sich ein anderer Weg, das erklärte Ziel weiter zu verfolgen. Falls nicht, bleibt wenigstens das bisher bei CharityWatch.de und im Buch „Die Spendenmafia“ Veröffentlichte erhalten. Wenn nur ein Teil der weit über 100 Millionen Euro, die allein die auf der Warnliste stehenden Organisationen jährlich einsammeln, zu seriösen Vereinen umgelenkt werden konnte, hat CharityWatch.de mehr Hilfe geleistet, als alle seine Mitarbeiter zusammen in ihrem Leben jemals hätten spenden können. [mehr]

List-Image: Logo www.gesuchte-tierquaeler.comZweifelhafte Tierschützer
Bild: www.gesuchte-tierquaeler.com

Ein Kommentar von Karin Burger

Website angeblicher Tierschützer geschlossen

14.02.2012 • Es ist ein relativ neues Phänomen, dass sich blutige Laien ohne jede Tierschutzerfahrung und ohne jede Organisationsform massiv in den virtuellen Tierschutz einmischen. Virtuell bedeutet: Unter gekonntem Einsatz moderner Kommunikationsmedien und permanenter Präsenz in sozialen Netzwerken werden rasch große Massen von Unterstützern mobilisiert, in dem über Tierschutz ausschließlich kommuniziert wird. Praktische Tierschutzarbeit leisten diese virtuellen Agitatoren meist nicht. Weder verfügen sie über Tierheime noch Pflegeplätze noch eine sonstige Infrastruktur, die für konkrete Tierschutzarbeit notwendig ist. Und häufig haben sie leider weder Sachkunde noch praktische Erfahrungen im Tierschutz. Und das macht diese Initiativen so gefährlich. Vielmehr geben sie häufig vor, bestehende Tierschutzorganisationen zu unterstützen. Und selbstverständlich sammeln auch diese „Tierfreunde“ gerne Spenden. Dem Treiben einer zweifelhaften Plattform wurde letzte Woche durch die Ermittlungen des Bundeskriminalamts erst einmal ein Ende gesetzt. [mehr]

List-Image: Sreenshot Homepage Sabro hilft HelfenScreenshot der Vereinshomepage
Bild: Sabro hilft helfen e. V.

Sabro hilft helfen e. V.

Geflecht von Tierschutzverein und Wirtschaftsunternehmen

21.12.2011 • Will man die Dynamiken im Tierschutz-Spendensektor verstehen, hilft manchmal der Blick auf die engen Verknüpfungen zwischen der guten Tat und von dieser profitierenden Wirtschaftsunternehmen. Wenn die marktführenden Tierfutterhersteller teilweise sechsstellige Beträge an große Tierschutzorganisationen spenden, tun sie dies meist nicht aus purer Tierliebe. Die Marketingeffekte der aufwendig inszenierten Scheckübergaben sind exakt kalkuliert. Und die Verflechtungen zwischen der Industrie und dem Tierschutz werden zunehmend enger. Das fängt im Kleinen an. Denn immer häufiger werden von Mitarbeitern in Wirtschaftsunternehmen, die Tierfutter und/oder Tierzubehör vermarkten, entsprechende Tierschutzorganisationen gegründet. CharityWatch.de hatte schon über die Stiftung Menschen für Tiere gUG berichtet. Ein weiteres Beispiel ist der Verein Sabro hilft helfen e. V. [mehr]

In eigener Sache

„Die Spendenmafia“: Produktives Medienecho

15.12.2011 • Seit einigen Wochen ist das Buch „Die Spendenmafia – Schmutzige Geschäfte mit unserem Mitleid“ nun im Verkauf. Das für 8,99 Euro erhältliche Taschenbuch wird vom Knaur-Verlag verlegt und hat ein beachtliches Presseecho ausgelöst. Rund 20 Fernsehinterviews auf fast allen großen Kanälen, noch mehr Radiobeiträge und eine Vielzahl von Hinweisen in Printmedien sind das bisherige Ergebnis. Der allgemeine Tenor ist im Grunde die Botschaft des Buches: Es ist wichtig und richtig zu spenden, aber bei der Auswahl der begünstigten Organisation ist blindes Vertrauen fehl am Platz. Wenn es gelingt, die dreistelligen Millionenbeträge, die jährlich von unseriösen Vereinen vereinnahmt werden, auf wirklich unterstützenswerte Hilfswerke umzulenken, dann hat das Buch sein Ziel erreicht. [mehr]

List-Image: ETN PferdetransportDer ETN-Transporter in Maishofen
Bild: Karin Burger

ETN Europäischer Tier- und Naturschutz e. V.

Ungenehmigter Pferdetransport aus Österreich

16.11.2011 • Das Thema illegale Tiertransporte ist aktuell wie nie. Und eine so große Tierschutzorganisation wie der Europäische Tier- und Naturschutz (ETN) sollte wissen, wie Tiere vorschriftsmäßig transportiert werden müssen. Dies ganz besonders auch deshalb, weil der ETN in der Vergangenheit schon mit nicht vorschriftsmäßigen Transporten aufgefallen ist. Trotzdem fuhren die Tierschützer neun Ponys und Fohlen, welche sie auf dem Pferdemarkt im österreichischen Maishofen erworben hatten, Ende Oktober 2011 ohne die vorgeschriebene Traces-Meldung in einem 15 Stunden währenden Transport nach Hof Huppenhardt. [mehr]

List-Image: IFAW Urlauberaufklärung am FlughafenUrlauberaufklärung am Flughafen
Bild: Stefan Loipfinger

IFAW Internationaler Tierschutz-Fonds gGmbH

Allein das Porto kostet Millionen

06.10.2011 • Mit 92 Millionen US-Dollar Einnahmen in 2010 und zwei Millionen Unterstützern gehört der IFAW weltweit zu den größten Tierschutzeinrichtungen. Die deutsche Sektion IFAW Internationaler Tierschutz-Fonds gGmbH steuerte mit 10,2 Millionen Euro Spendeneinnahmen rund ein Siebtel dazu bei. Die Methoden, mit denen die Tierschützer das Geld in Deutschland akquirieren, wurden von CharityWatch.de bereits 2009 kritisiert. Eine aktuelle Recherche ergab nun leider, dass Spender weiterhin in die Irre geführt werden. Viel zu viel Geld fließt in Millionenfach verschickte Bettelbriefe. Das sieht übrigens auch die ADD Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion aus Trier so. Bereits vor einigen Jahren wurde eine sammlungsrechtliche Prüfung von der Behörde vorgenommen, die als einzige in Deutschland im Spendersinne agiert. Das Ergebnis, das fast niemand kennt: Die Rheinland-Pfälzer sind vor dem IFAW geschützt, da dieser dort nicht sammelt. Der Rest von Deutschland darf aber weiter mit fragwürdigen Versprechen um Millionen erleichtert werden. [mehr]

Deutscher Tierschutzbund e.V.

Thomas Schröder ist neuer Präsident

05.10.2011 • 18 Jahre lang saß Wolfgang Apel auf dem Präsidentenstuhl des Deutschen Tierschutzbundes, den er 1993 erst kommissarisch und ab 1995 dann regulär gewählt innehatte. Damit liegt der Bundesverdienstkreuzträger sogar noch einmal vier Jahre über der Verweildauer seines Vorgängers in diesem Amt, Dr. andreas Grasmüller. Das beweist Sitzfleisch Kohl’scher Güte. In der Mitgliederversammlung am 2. Oktober 2011 stellte Apel nun den Präsidentensessel zur Verfügung. Zur besseren Entwöhnung von der vorherigen Machtfülle wurde er, ebenfalls ohne Überraschungsmoment, zum Ehrenpräsidenten gewählt. [mehr]

List-Image: Illegale Tierimporte (5)Tierimporte sind Tierhandel< br/> © Jeanette Dietl - Fotolia.com

Illegale Tierimporte (6)

Drei Gerichtsurteile bestätigen die Gewerbsmäßigkeit

29.09.2011 • Bei dem heiß umstrittenen Thema Auslandstierschutz und der Frage der massenhaften Einfuhr von Tieren aus dem europäischen Ausland durch Tierschutzorganisationen steht juristisch eine Frage im Vordergrund: Sind diese Einfuhren als gewerbsmäßig zu betrachten oder nicht? Denn mit dem Status der Gewerbsmäßigkeit sind eine ganze Reihe weiterer Aspekte verbunden, die unter anderem eine bessere Kontrolle über diese Transporte eröffnen. Zogen sich bisher viele Veterinärämter unter Verweis auf die heikle Frage des Nachweises gewerbsmäßigen Handelns aus der Verantwortung, wird dies in Zukunft nicht mehr so einfach möglich sein. Drei wichtige Gerichtsurteile der letzten Wochen bestätigen, was Kritiker von jeher behauptet haben: Die Tierimporte durch Tierschutzorganisationen sind gewerbsmäßig. [mehr]

List-Image: Polnische TiertransporteDie Situation polnischer Hunde ist weniger idyllisch
© Piotr Skubisz - Fotolia.com

Kritik an Hundeexporten

Polnische Tierfreunde wehren sich gegen deutsche Tierschützer

26.09.2011 • Tierfreunde im Ausland sind immer weniger begeistert davon, dass deutsche Tierschützer massenweise Tiere aus ihrem Land nach Deutschland verbringen. Über einen Konflikt in Italien im Zusammenhang mit dem Verein Hundepfoten in Not hatte CharityWatch.de im März 2011 berichtet. Eine dasselbe Thema berührende Anfrage an den Verein Hundehilfe Russland e. V. im CW-Frageportal wurde von dem Verein nicht sachlich beantwortet. Jetzt rührt sich massiver Widerstand in Polen. Ursache der Kritik dort ist in erster Linie die Intransparenz der exportierenden Vereine und fehlende Antworten auf die drängende Frage, wo all diese Hunde bleiben. [mehr]

Haus und Wildtierhilfe Lüneburger Heide e. V.

Spendensammlung für Privatperson mit Tierhalteverbot

13.09.2011 • Über viele Jahre hinweg war die 1986 gegründete Haus- und Wildtierhilfe Lüneburger Heide e. V. ein ganz normaler kleiner Tierschutzverein, der seinen Arbeitsschwerpunkt vor allem bei Katzen hatte. Zwar bietet die Vereinsgeschichte hier und dort amüsante Anekdoten, aber Spektakuläres war bisher nicht dabei. Das änderte sich 2011, als der Verein mit seinen beiden Vorsitzenden Pia Kästner und andreas Popp in einem der größten Tierschutzskandale des letzten Jahres, dem „Gnadenhof“ Momo, für deren Betreiberin Barbara B. öffentlich, mit Buch und Video Partei ergriffen. Inzwischen ist der Verein auch in die juristische Aufarbeitung des „Gnadenhof“-Falls involviert. Überdies sammelt er für diese private, von keiner Behörde genehmigte und einem Hundehaltungs- und Betreuungsverbot unterliegende Einrichtung sogar Spenden. [mehr]

List-Image: Tierschutzveein HaßfurtSchlechte Aussichten für die Tiere
© Karin Jähne - Fotolia.com

Tierschutzverein Haßfurt Stadt und Land e. V.

Amtstierarzt schließt Tierheim

21.07.2011 • Zum zweiten Mal innerhalb von wenigen Monaten wird ein Tierheim, das gemäß Homepage des Deutschen Tierschutzbundes e.V. zu seinen Mitgliedern gehört, von den zuständigen Behörden geschlossen. Der Landkreis Haßberge teilt aktuell mit, dass das Tierheim des Tierschutzvereins Haßfurt Stadt Land e. V. nicht mehr länger betrieben werden darf. Erst im März 2011 war das Tierheim Velbert aufgrund „katastrophaler Zustände“ geschlossen worden. [mehr]

 aktuelle Leserbriefe

CharityWatch.de
Home Impressum Rechtliche Hinweise Übersicht AGB
layout, programming & hosting by hmdata.de