Meldungen der Redaktion aus: Home - chronologisch sortiert
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Top-Thema
In eigener Sache
27.02.2012 • „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“ Bertholt Brecht, 1898 bis 1956
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
seit 2008 kämpfe ich mit CharityWatch.de für mehr Transparenz im Spendenbereich. Ein aussichtsloser Kampf, wie sich inzwischen herausgestellt hat, wenngleich ich die vielfach positive Resonanz und die Sensibilisierung der Spender und Medien für dieses Thema nicht schmälern möchte. Das erklärte Ziel von CharityWatch.de bestand in einer Verbesserung der deutschen Spendenkultur. Zweifelhafte Organisationen sollten entlarvt werden, damit mehr Spendengeld bei den seriösen Vereinen ankommt – und damit bei den tatsächlich Hilfsbedürftigen. Doch ein solches Unterfangen ist durch eine einzelne Person nicht zu leisten. Eine Erkenntnis, der ich mich nach nunmehr vier Jahren stellen muss. Ganz abgesehen von der psychischen Belastung, hervorgerufen durch unzählige Drohungen, nicht nur mich und die Mitarbeiter oder Sympathisanten von CharityWatch.de betreffend, sondern auch konkret gegen meine Familie und meine fünf Kinder. Außerdem stoße ich an finanzielle Grenzen in der juristischen Gegenwehr gegen zahlreiche Prozesse, die von Vereinen oft genug mit Spendengeldern finanziert wurden. Vielleicht findet sich ein anderer Weg, das erklärte Ziel weiter zu verfolgen. Falls nicht, bleibt wenigstens das bisher bei CharityWatch.de und im Buch „Die Spendenmafia“ Veröffentlichte erhalten. Wenn nur ein Teil der weit über 100 Millionen Euro, die allein die auf der Warnliste stehenden Organisationen jährlich einsammeln, zu seriösen Vereinen umgelenkt werden konnte, hat CharityWatch.de mehr Hilfe geleistet, als alle seine Mitarbeiter zusammen in ihrem Leben jemals hätten spenden können.
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Rollstuhlfahrer benötigen oft Hilfe
Bild:©Robert Kneschke-Fotolia.com
Hilfe für behinderte Menschen e. V. in Bochum
09.02.2012 • Schon im März 2009 hatte die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (add) in Trier dem Verein Hilfe für behinderte Menschen mit Sitz in Bochum das Sammeln von Spenden in Rheinland-Pfalz verboten. Nach einer sammlungsrechtlichen Überprüfung durch die add wurde seinerzeit festgestellt, dass der Verein weder als gemeinnützig anerkannt ist noch über die erforderliche Sammlungserlaubnis verfügt. Auch war der Verein nicht bereit, über die Verwendung vereinnahmter Förderbeiträge umfassend Auskunft zu erteilen und die add als zuständige Sammlungsbehörde anzuerkennen. Dies führte zu einem landesweiten Sammlungsverbot für Rheinland-Pfalz. [mehr]
Logo des Vereins
Bild:Homepage Pak Dar ul Islam
Pak Dar ul Islam e. V.
01.02.2012 • Wer sich im Internet über den Verein Pak Dar ul Islam in Rheinland-Pfalz informieren möchte, findet kaum Informationen. Die Gemeinde in Koblenz sei für die religiöse Erziehung der Muslime und die Verbreitung der Botschaft Allahs tätig. Die Verantwortlichen wünschen, Programme für religiöse Dienste, Bildung und sinnvolle Freizeitgestaltung in Koblenz zu realisieren. Geplant sei der Bau einer Moschee und eines Bildungszentrums. Die online verfügbaren Informationen zu dem Verein sind sehr dürftig. Auch Geschäftsberichte oder Finanzzahlen sind nicht zu finden. [mehr]
IFAW Internationaler Tierschutz-Fonds gGmbH
06.10.2011 • Mit 92 Millionen US-Dollar Einnahmen in 2010 und zwei Millionen Unterstützern gehört der IFAW weltweit zu den größten Tierschutzeinrichtungen. Die deutsche Sektion IFAW Internationaler Tierschutz-Fonds gGmbH steuerte mit 10,2 Millionen Euro Spendeneinnahmen rund ein Siebtel dazu bei. Die Methoden, mit denen die Tierschützer das Geld in Deutschland akquirieren, wurden von CharityWatch.de bereits 2009 kritisiert. Eine aktuelle Recherche ergab nun leider, dass Spender weiterhin in die Irre geführt werden. Viel zu viel Geld fließt in Millionenfach verschickte Bettelbriefe. Das sieht übrigens auch die add Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion aus Trier so. Bereits vor einigen Jahren wurde eine sammlungsrechtliche Prüfung von der Behörde vorgenommen, die als einzige in Deutschland im Spendersinne agiert. Das Ergebnis, das fast niemand kennt: Die Rheinland-Pfälzer sind vor dem IFAW geschützt, da dieser dort nicht sammelt. Der Rest von Deutschland darf aber weiter mit fragwürdigen Versprechen um Millionen erleichtert werden. [mehr]
Die Vereinshomepage wird in fünf Sprachen angeboten
Kinderkrebsvorsorge e. V.
13.09.2011 • Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken teilte auf Anfrage von CharityWatch.de mit, dass gegen drei Personen in Zusammenhang mit dem Verdacht auf Spendenbetrug ermittelt wird. Bei den Beschuldigten handelt es sich um einen 50-jährigen Mann und zwei Frauen. Derzeit werden die bei Hausdurchsuchungen im August beschlagnahmten umfangreichen Unterlagen ausgewertet. Das Augenmerk der Staatsanwaltschaft richtet sich dabei vor allem auf Überweisungen vom Konto des Vereins Kinderkrebsvorsorge auf Privatkonten, deren Berechtigung genau zu hinterfragen ist. Für konkretere Aussagen ist es laut Staatsanwaltschaft noch zu früh. Das Spendenvolumen im Tatzeitraum soll bei 500.000 bis 600.000 Euro liegen. Der Verein war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. [mehr]
Vereinslogo
Bild: Protect our Children e.V.
Protect our Children e. V.
25.08.2011 • Vor einem halben Jahr sprach CharityWatch.de eine Warnung vor dem Verein Protect our Children aus. Nun hat sich diese Organisation mit Sitz in Dortmund (vormals Hamburg) nach einer sammlungsrechlichen Überprüfung dazu verpflichtet, keine Telefonkampagnen und Unterstützungsaufrufe mehr in Rheinland-Pfalz zu tätigen. Offenbar hat die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (add) aus Trier die Verkaufsmethoden von kostenpflichtigen Anzeigenschaltungen in Aufklärungsbroschüren beanstandet. Denn der Verein verteilt unter anderem an Schulen Aufklärungsbroschüren zu Drogen, Gewalt oder Sekten, für die er öffentlich um Unterstützung wirbt. [mehr]
Children’s Network International
19.08.2011 • Über eine Million Euro Spenden pro Jahr sammelt die höchst zweifelhafte Children’s Network International. Die Gemeinnützigkeit wurde ihr nun rückwirkend aberkannt. In Rheinland-Pfalz ist ihr das Spendensammeln verboten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit längerem. Doch weiterhin werden Spender mit falschen Versprechen geködert. Diese Organisation ist erneut ein trauriges Lehrbuchbeispiel, wie mit der Gutgläubigkeit vieler Menschen hohe Umsätze generiert werden können. [mehr]
Mengenrabatt auch für Ratten
© Oleg Kozlov - Fotolia.com
Tierschutzverein für die StädteRegion Aachen e. V.
12.08.2011 • Die Mitgliedsvereine des Deutschen Tierschutzbundes e. V. scheuen das Licht der Öffentlichkeit. Dabei trägt der Dachverband das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen DZI, das zur Transparenz verpflichtet. Aber diese Transparenz gilt offenbar nicht für die rund 700 angeschlossenen Tierschutzvereine mit 500 Tierheimen bundesweit. Seit Amtstierärzte in den letzten Monaten zwei Tierheime des Dachverbandes aufgrund katastrophaler Missstände geschlossen haben, wird verständlich, warum der Tierschutzbund angeblich seinen Mitgliedern empfiehlt, Fragen von CharityWatch.de nicht zu beantworten. Dem bundesweiten Maulkorb fallen auch so schlichte Auskünfte wie die zur Aachener Tierschutzmedaille zum Opfer. Dabei stellen sich im Zusammenhang mit der letzten Verleihung interessante Fragen. Doch weder diese noch weitere Auskünfte oder gar den letzten verfügbaren Geschäftsbericht will der erste Vorsitzende Lutz Vierthaler herausgeben. [mehr]
Zweifelhafte Tierarzteinsätze
im Ausland
© Anton Gvozdikov - Fotolia.com
ETN Europäischer Tier – und Naturschutz e. V.
09.06.2011 • In diesen Tagen wird anlässlich internationaler Skandale viel über die „Arroganz der Mächtigen“ diskutiert. In der Tierschutzszene eine der großen Organisationen ist zweifellos der ETN Europäischer Tier- und Naturschutz e. V. Zu einer ganzen Reihe von aktuellen Rechercheergebnissen und Ereignissen rund um diesen Verein hatte CharityWatch.de dessen Vorstand eine ausführliche Presseanfrage geschickt. Ob es nun die „Arroganz“ der Großen ist oder ob der ETN bestimmte Fragen nicht schlüssig beantworten kann, bleibt offen. Tatsache ist, dass die CW-Fragen vom ETN nicht beantwortet wurden. Ob sich der Verein auch gegenüber der derzeit ermittelnden Staatsanwaltschaft Bonn so wortkarg gibt, ist nicht bekannt. Dafür funktionieren der Dialog und die Kooperation mit Wissenschaft und Pharma offensichtlich reibungslos. [mehr]
Deutscher Tierhilfe Verband e. V.
25.05.2011 • Mit heutiger Pressemitteilung hat die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (add) in Trier mitgeteilt, dass der Deutsche Tierhilfe Verband e. V. aus Duisburg keine Sammlungen mehr in Rheinland-Pfalz durchführen darf. Das gilt sowohl für die Spendenakquise als auch für die Werbung von Fördermitgliedschaften. Dieser Verpflichtung durch den Verein ging eine sammlungsrechtliche Überprüfung der Behörde voraus. Sollten dennoch Sammlungen oder Werbemaßnahmen durchgeführt werden, bittet die add um sofortige Mitteilung. [mehr]
Bettelbriefe der letzten Zeit
Bild: Stefan Loipfinger
Allgemeiner Tierhilfsdienst e. V.
19.04.2011 • Zwei kürzlich gefällte Gerichtsentscheidungen bringen erschütternde Wahrheiten ans Tageslicht. Dabei ging es um ein von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier (add) verhängtes Sammlungsverbot für Rheinland-Pfalz. Der betroffene Verein Allgemeiner Tierhilfsdienst ging gerichtlich gegen das Verbot vor und unterlag bisher in zwei Verfahren. Das besonders Interessante dabei: Durch die Beschlüsse wurden für die Öffentlichkeit nicht bestimmte Vereinbarungen mit dem Fundraiser bekannt. [mehr]