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Für eine bessere Spendenkultur
8/13/2010 von Stefan Loipfinger
Archivtext

Hundehilfe Hundeherzen e.V.

Hundeeinfuhr aus Spanien und Italien

Ein verschlossenes Herz
Bild: Logo Hundehilfe Hundeherzen

Der 2005 gegründete Verein bringt Hunde aus dem Ausland – vorwiegend aus Spanien und Italien – nach Deutschland. Laut der Vorstandsvorsitzenden Margit Oeltze wurden bisher bereits 2.500 Hunde vermittelt. Überprüfen lassen sich diese Angaben aber nicht. Denn auf Anfrage hat die stellvertretende Vorstandsvorsitzende Sandra Kiehl in Abstimmung mit der Kassenwartin Monika Pfeiffer mitgeteilt, der Verein gibt keinen Jahresbericht mit Finanzzahlen heraus. Das ist absolut zweifelhaft und unterstreicht einen Leserhinweis, wonach es im italienischen Senigallia zu Streitigkeiten wegen der Ausfuhr von Hunden gekommen ist. Die Vorsitzende Oeltze bestritt zwar die konkreten Aussagen der Leserin, räumte allerdings Meinungsverschiedenheiten mit dem Bürgermeister ein. Diese sind nach ihren Aussagen komplett beseitigt. Aber selbst wenn das so ist, sollte ein Spender kein Geld an den Verein überweisen, so lange dieser nicht transparent über seine Arbeit informiert.

CW-Meinung. Wer fremdes Geld sammelt, der sollte über die Verwendung der Mittel ausführlich berichten. Schließlich ist mit der Spende das Versprechen verbunden, das Geld entsprechend des Satzungszwecks zu verwenden. Für seriöse Organisationen ist dies selbstverständlich. Möglichst zeitnah wird über die Einnahmen und Ausgaben der Vorjahre berichtet. Über die Vorgaben von DZI, Spendenrat und VENRO ist die Veröffentlichung der Mittelverwendung quasi zum Branchenstandard erklärt worden. Deshalb gilt: Wer nichts zu verstecken hat, der wird dem Spender beziehungsweise Mitglied offen und ehrlich erklären, was er mit seinem Geld getan hat. Wer dazu nicht bereit ist, der grenzt sich selbst vom seriösen Teil der Branche ab.