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Für eine bessere Spendenkultur
Meldungen der Redaktion aus: Warnungen (Archiv) - chronologisch sortiert
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List-Image: CCI_SpendenaufrufeMassenweise Spendenaufrufe mit sehr emotionalen Bildern
Bild: Susanna Berndt

Professor Hermann Sailer – CCI Cleft Children International

Keine zufriedenstellende Aufklärungsbereitschaft trotz harter Vorwürfe

28.01.2010 • CCI Cleft Children International leistete fragwürdige Zahlungen an den Gesichtschirurgen Professor Dr. med. Dr. med. dent. Dr. h.c. mult. Hermann Sailer und seine Lebensgefährtin Dr. h.c. Erika Schwob – zumindest belegen das Kopien von Rechnungen und Kontoauszügen, die bereits vor Monaten in der Post von CharityWatch.de landeten. Der in Deutschland geborene Mediziner hatte sich, wie es aussieht, nicht nur teure Spesenabrechnungen vergüten lassen. Mit den Vorwürfen konfrontiert schaltete Sailer sofort Anwälte ein. In einer Stellungnahme wurden von einer im schweizerischen Eglisau ansässigen Treuhandgesellschaft alle Vorwürfe als unbegründet zurückgewiesen. Allerdings nur sehr allgemein. So hieß es etwa, bestimmte Beträge wären von Sailer und seiner Lebensgefährtin zuzüglich Zinsen und Zinseszinsen zurückbezahlt worden, ohne jedoch die Rückzahlungen konkret zu beziffern. Was aber letztendlich „berechtigte Leistungen“ – und auch nach einer Sonderprüfung in Rechnung gestellte Beträge sind – bleibt im Dunkeln. [mehr]

List-Image: aufmerksamer HundWas macht der Tierschutzverein Hannover mit seinem Geld?
Bild: Susanna Berndt

Tierschutzverein für Hannover und Umgegend e.V.

Verluste aus der Mitgliederwerbung beendet

21.01.2010 • Mit einem Gesamtvereinsvermögen von 2,6 Millionen Euro per Ende 2007 und 12.500 Mitgliedern geht es dem 1844 gegründeten Tierschutzverein für Hannover und Umgegend e.V. eigentlich gut. Trotzdem hat Geschäftsführer Heiko Schwarzfeld jetzt seine Zusage vom Dezember 2009 widerrufen, die Jahresbilanz 2008 an CharityWatch.de zu übersenden. Ob das mit der teuren Mitgliederwerbung durch die Firma Service94 von Frank Kroll zusammen hängt? Zumindest bestätigte Schwarzfeld im vergangenen Jahr telefonisch einen sehr hohen Preis. [mehr]

Aktion Tier – vormals Deutsches Tierhilfswerk (2)

Aufschrei in der Tierschutzszene

07.01.2010 • Viele der Kooperationspartner von Aktion Tier – Menschen für Tiere e.V. sind empört. Einen Tag vor Weihnachten erhielten sie einen Brief, in dem es heißt: „Auch wenn wir es zutiefst bedauern, wird es uns daher zukünftig nicht mehr möglich sein, zusätzlich zu den bestehenden Anforderungen auch noch ihre gewohnte finanzielle Unterstützung zu leisten.“ Die Schuld dafür schiebt Aktion Tier der Berichterstattung des Magazins Spiegel zu und Stefan Loipfinger, dem Herausgeber von CharityWatch.de. Mit viel Polemik und fadenscheinigen Argumenten begründet der Verein so seine weitere Kürzung der ohnehin dürftigen Ausgaben für den aktiven Tierschutz und stellt trotz Einnahmen von zwölf Millionen Euro (2007) die finanzielle Förderung seiner kleinen Kooperationspartner in Frage. [mehr]

Logo: Bund der SteuerzahlerBund der Steuerzahler

Bund der Steuerzahler Deutschland e.V.

Mitgliederwerbung durch Versicherungsmitarbeiter

30.12.2009 • Der Bund der Steuerzahler (BdSt) stellt sich als unabhängige Interessensvertretung dar. Bei der Mitgliederwerbung gibt es allerdings eine problematische Verbindung zur Hamburg Mannheimer-Versicherung (HM). Die HM wirbt gegen Provision Mitglieder für den BdSt. Anschließend versucht sie denselben Personen Versicherungen zu verkaufen. Auch hat die HM Zugriff auf Mitgliedsdaten des BdSt. Datenschutzrechtlich ist das sehr fragwürdig. Damit setzt der Bund der Steuerzahler seine Reputation und die vom Karl-Bräuer-Institut aufs Spiel. Für die politische Lobbyarbeit ist es ebenfalls nicht hilfreich. Die 320.000 Mitglieder sollten außerdem darüber nachdenken, warum der BdSt nicht bereit ist, aussagekräftig über die Verwendung der Mitgliedsbeiträge zu informieren. [mehr]

List-Image: SpendenmailingsVerschiedene Spendenmailings von Vier Pfoten
Bild: Susanna Berndt

Vier Pfoten – Stiftung für Tierschutz

Spendenratsmitgliedschaft ist kein Qualitätssiegel

29.12.2009 • Als Mitglied im Deutschen Spendenrat hat sich die Stiftung Vier Pfoten zu einem Mindestmaß an Transparenz verpflichtet. Gelebt wird nicht einmal dieses. Auf Nachfrage war die für das Fundraisng zuständige Gitta Roselius nicht bereit, Informationen gemäß Selbstverpflichtungserklärung zu liefern. Die mangelnde Auskunftsbereitschaft änderte sich erst nach einer Beschwerde beim Deutschen Spendenrat. Ein Blick auf die Zahlen offenbart, warum die Auskunft anfangs verweigert wurde: Zu wenig Geld für „Kampagnen und Projekte“ und zu viel Geld für das Fundraisingunternehmen SAZ aus St. Gallen. [mehr]

Deutscher Tierhilfe Verband e.V.

Ermittlungen wegen möglichem Datenmissbrauch

21.12.2009 • Seit Monaten findet sich der Deutsche Tierhilfe Verband e.V. (DTV) auf der „Zu-Bearbeiten“-Liste von CharityWatch.de. Mehrfach wurde der Jahresbericht mit Finanzzahlen angefordert. Leider vergeblich. Nun spitzt sich die Situation zu. So hat die Staatsanwaltschaft Kassel Ermittlungen wegen möglichem Datenmissbrauch aufgenommen. Und der NDR berichtete in seiner Fernsehsendung „Markt“ am 14. Dezember 2009 kritisch über die Unterstützung für den Bau eines Tierheimes. [mehr]

List-Image: ElefantSchutz von Elefanten ist eines der IFAW-Themen
Foto: Dr. Susanna Berndt

IFAW Internationaler Tierschutz-Fonds gGmbH

Irreführung der Spender

09.12.2009 • 2007 sammelte der IFAW weltweit 111 Millionen US-Dollar ein. Die deutsche Sektion brachte es im Geschäftsjahr 2007/2008 auf 11,6 Millionen Euro. Laut internationalem Bericht entstanden bei der Spendenbeschaffung in Deutschland Kosten von gerade einmal 6,5 Prozent. Im Vergleich zu den anderen Niederlassungen, wie etwa in Großbritannien, Kanada oder USA, der mit Abstand günstigste Wert. Vermeintlich. Denn eine genaue Betrachtung der Zahlen zeigt die Irreführung. Von den deutschen Spenden fließen keine 93,5 Prozent in Projekte, sondern vielleicht ein mageres Drittel! Genau lässt sich das mit den gelieferten Unterlagen nicht ermitteln. Um eine Falschinformation der Spender handelt es sich jedoch allemal. [mehr]

List-Image: Deetjen mit KindernStella Deetjen mit indischen Kindern
Foto: Back to Life e.V.

Back to Life e.V.

Dieser Engel liebt die Dunkelheit

07.12.2009 • Leprahilfe und Straßenkinder in Indien – das ist der Zweck des von Stella Deetjen gegründeten Vereins. 2007 hat der von ihr als Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführerin geleitete Verein 1,2 Millionen Euro eingesammelt. Konkrete Aussagen über die Verwendung der Spendengelder will die 39-jährige allerdings nicht machen. Auf Anfrage sendete Wolf Deetjen folgende Begründung: „Der Verein veröffentlicht aber konkrete Zahlen nicht, um die Kinder vor Entführungen und ähnlichem zu schützen. Im Nachbarbundesstaat gab es nämlich kürzlich wieder solche. Das Problem ist, dass die indische Bevölkerung nicht annähernd ermessen kann, weshalb ein Kinderheim so viel kostet. Die unmittelbare Gefahr von Erpressungen wäre gegeben.“ Ein eigenartiges Argument, das zusammen mit anderen Punkten berechtigte Zweifel am Verein aufkommen lässt. [mehr]

Staatsanwaltschaft ermittelt

Hausdurchsuchung bei der Ustinov-Stiftung

05.11.2009 • Seit Monaten ermittelt die Staatsanwaltschaft München I gegen die Peter Ustinov-Stiftung. Den Hintergrund bildet eine Anzeige des Schauspielers Charles M. Huber, der auch Vorsitzender des Vereins Afrika Direkt ist. Gestern wurde die Staatsanwaltschaft schließlich mit einem Durchsuchungsbeschluss in den Büroräumen der Ustinov-Stiftung in der Garather Schlossallee vorstellig. Die mitgenommenen Unterlagen sollen klären, ob tatsächlich Mittel „zweckentfremdet“ wurden, wie Huber in seiner Anzeige formulierte.

Nachtrag: Im März 2010 wurde das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft München I wegen des Verdachts des Betruges eingestellt, weil die Ermittlungen keinen Anlass zur Erhebung der öffentlichen Klage ergeben haben (Paragraph 170 Absatz 2 Strafprozessordnung). [mehr]

List-Image: Kinder in AfrikaWieviel Geld kommt wirklich in Afrika an?
Foto: © Carla Marcellini / fotolia.de

Hilfe Weltweit e.V.

Diese Werbung tut so weh!

04.11.2009 • „Hunger tut so weh! Bitte schauen Sie nicht weg!“ - der Werbeflyer mit diesem Ausspruch stammt von Hilfe Weltweit e.V. und wurde in Zusammenarbeit mit der SAZ aus St. Gallen erstellt. Gespickt mit erschütternden Bildern verhindert er eine emotionsfreie und sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema und der dahinter stehenden Organisation. Da verwundert es, dass Prof. Dr. Thomas Schirrmacher, Direktor des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit der Weltweiten Evangelischen Allianz und als Ethiker bekannt, den Vorstand führt. Zudem ist sein sittliches und moralisches Verständnis in Bezug auf Transparenz bedenklich. Ein Jahresbericht mit Angaben über die Verwendung der Spendengelder wird nicht veröffentlicht. Auch wollte der Verein die von CharityWatch.de gestellten Fragen nicht beantworten. Dabei wäre es schon interessant zu erfahren, warum beispielsweise das Finanzamt dem 2005 gegründeten Verein anfänglich die Gemeinnützigkeit verwehrt hat. [mehr]