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Für eine bessere Spendenkultur
Meldungen der Redaktion aus: Warnungen (Archiv) - chronologisch sortiert
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List-Image: sitzender HundWas passiert mit dem Geld der Tierschützer?
Bild: Dr. Susanna Berndt

A.C.E. Animal Compassion Europe – Tiere in Not e.V.

Die Antworten machen misstrauisch

25.06.2010 • Widersprüchliche Aussagen auf der Homepage des Vereins waren der Grund für eine Anfrage. Der Vorstandsvorsitzende Albrecht Widmann war allerdings nicht bereit, schriftlich Antworten zu liefern. Dabei ging es um relevante Themen, an deren Klärung ein seriöser Verein großes Interesse haben sollte. Der Bitte um Zusendung von Unterlagen über die Verwendung der Spenden und Mitgliedsbeiträge will Widmann ebenfalls nicht nachkommen. Stattdessen droht er mit der Einschaltung eines Rechtsbeistandes. [mehr]

Heyva Sor a Kurdistane e.V.

Vorgeschobene Kindernothilfe

16.06.2010 • Um Kindern in Not zu helfen sammelt Heyva Sor a Kurdistane e.V. Geld. Übersetzt heißt der Verein „Kurdischer Roter Halbmond“ und wurde 1993 gegründet. In vielen europäischen Ländern ist die Organisation mit Vertretungen aktiv. In Deutschland ist er laut eigenen Aussagen vom Finanzamt als gemeinnützig und mildtätig anerkannt. Allerdings ist ihm in Rheinland-Pfalz das sammeln von Spenden verboten. Aufgestellte Sammeldosen wurden von der zuständigen Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) eingezogen. Auch die Recherchen von CharityWatch.de bestätigen diese Warnung vor dem Verein. [mehr]

List-Image: Frau mit BurkaVerschleierte Frauen und verschleierte Finanzzahlen
Bild: © rotoGraphics - Fotolia.com

Verein für Hoffnung der Zukunft e.V.

Menschenrechtsmissbrauch wird missbraucht

08.06.2010 • Für den Schutz von Menschenrechten im Iran gibt es unstrittig großen Bedarf. Wie gut diese Aufgabe allerdings der Verein für Hoffnung der Zukunft e.V. ausfüllt, ist schwer zu beurteilen. Auf Nachfrage war die Vorstandsvorsitzende Maryam Adigozal nicht bereit, vollständige Auskunft über die Verwendung der Spenden zu geben. Einer Bitte um Übersendung des letzten verfügbaren Jahresberichts mit Finanzzahlen wurde nicht entsprochen. Auch die Nachfrage nach den Kosten für ein sehr umfangreiches Rechtsgutachten von Prof. Dr. Winfried Hassemer wurde nicht beantwortet. Das bestätigt das kürzlich von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier verhängte Sammlungsverbot für Rheinland-Pfalz. [mehr]

List-Image: Firmenschild Schmitz KnothWC Weltpfegehilfe hat kein eigenes Firmenschild in der Friedrichstraße
Bild: Stefan Loipfinger

WC Weltpflegehilfe gGmbH

Erlaubte Geschäfte mit sich selbst

19.05.2010 • Die 2008 gegründete WC Weltpflegehilfe gGmbH zählt nicht zu den gewöhnlichen gemeinnützigen Organisationen. Mit „c/o Schmitz Knoth Rechtsanwälte“ wird als „Gesellschaftsräume“ eine noble Adresse in Berlin angegeben. Geschäftsführer und Gesellschafter sind drei im US-Staat Kalifornien lebende Personen, die mit der Gründung ebenfalls diese Sozietät beauftragt haben. Ein eigener Internetauftritt ist nicht zu finden. In der Kanzlei nachgefragt, wurde der am Bonner Standort tätige Rechtsanwalt Dr. Carsten Veenker als Ansprechpartner benannt. Allerdings war er auf Nachfrage nicht bereit, einen Finanzbericht zu den Einnahmen und Ausgaben zur Verfügung zu stellen. Da damit die Verwendung der Gelder nicht nachvollziehbar ist, kann von Spenden an die gemeinnützige GmbH nur abgeraten werden. [mehr]

HFK Krebsallianz gGmbH

Staatsanwaltschaft prüft Spendenverwendung

07.05.2010 • Vor fast zwei Monaten hat die Staatsanwaltschaft Hausdurchsuchungen durchgeführt. Dabei geht es um den Verdacht der zweckwidrigen Verwendung von Spendengeldern, da ein Großteil der Einnahmen für Verwaltung und Werbung aufgewendet wurde. Der mit der Interessenvertretung von HFK Krebsallianz beauftragte Dr. Guido Plassmeier, Rechtsanwalt und Partner der Sozietät Schmitz Knoth, ist zuversichtlich, dass die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen „in der Sache abgewendet werden können“. Doch was unabhängig von den Ermittlungen und deren strafrechtlich noch völlig offenen Ergebnisse schon heute fest steht, sind heftige moralische Vorwürfe an die Organisation. Denn das Geld der Spender fließt laut Jahresbericht 2008 nur zu Bruchteilen in Projekte. [mehr]

List-Image: KleidersammlungIn Rosenheim wurden kürzlich Altkleider gesammelt
Bild: Dr. Susanna Berndt

Quo Vadis Vereinte Jugend- und Altenhilfe e.V.

Erlaubte In-Sich-Geschäfte

03.05.2010 • Satzungsgemäßer Zweck des Vereins ist die Förderung der Altersabsicherung in Deutschland lebender älterer beziehungsweise alter Menschen. Jedoch hat die als gemeinnützig anerkannte Organisation vor allem durch dubiose Kleidersammlungen auf sich aufmerksam gemacht. Darauf hingewiesen und zu Präventionsmitteln gefragt, wurde CharityWatch.de mitgeteilt, dass es nicht nötig wäre die Sammelunternehmer genauer zu überprüfen. Ein schriftlicher Fragenkatalog zum Verein wurde telefonisch nur ungenügend und schriftlich gar nicht beantwortet. Einer Bitte um Übersendung eines Jahresberichtes wurde nicht entsprochen, mit der Begründung, es hätte „keinen Sinn“. [mehr]

List-Image: Zeichnung BettelbriefPräsenttasche soll "Krebs in der Kindheit erträglich" machen
Bild: CRF Spendenaufruf

CRF Krebsbekämpfung

Als Geschäftsadresse eine Rechtsanwaltskanzlei

29.04.2010 • Die sechsjährige Leukämiepatientin Elisabeth wird in einem Bettelbrief der CRF Krebsbekämpfung GmbH zitiert: „Mutti, halte mich bitte ganz fest. Mir ist so kalt.“ Diese emotionale Schilderung aus einem vierseitigen Schreiben soll zum Spenden animieren. Der Unterzeichnende Greg Anderson, der offiziell Gregory Brainard Anderson heißt, schreckt sogar nicht davor zurück, vor einer finanziellen Pleite seiner Organisation zu warnen, wenn nicht schnell weitere Spenden eingehen. Weiterhin schreibt er: „Seit 1985 haben wir auf internationaler Ebene eingehende Forschungen mit über 16.000 Krebsüberlebenden durchgeführt.“ Doch wie kann das sein, wenn die CRF Krebsbekämpfung GmbH, die vorher Stiftung Krebsbekämpfung gGmbH hieß, erst 2005 gegründet wurde? Zusammen mit vielen weiteren Fragezeichen kann CharityWatch.de nur eine klare Warnung vor dieser zweifelhaften Organisation aussprechen. [mehr]

Vorsicht: Cinema for Peace Foundation

Charity-Gala mit undurchsichtigen Finanzen

28.04.2010 • Cinema for Peace hat sich seit seiner Premiere in 2002 zu einer der bedeutendsten Charity-Galas in Deutschland entwickelt. Auch im Februar 2010 haben sich Prominente aus der ganzen Welt für die gute Sache eingesetzt. Leonardo DiCaprio, Catherine Deneuve und Michail Gorbatschow zählten zu den 650 Gästen in diesem Jahr. Wie immer wurde für gute Zwecke gesammelt. Über drei Millionen Euro sollen so in den acht Jahren bisher zusammen gekommen sein. In 2008 wurde zudem die Cinema for Peace Foundation gegründet. Diese gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Berlin wird von Jaka Bizilj geführt, der auch gleichzeitig Geschäftsführer und Inhaber der Star Entertainment Produktions-, Vermittlungs- und Veranstaltungs GmbH ist. Da diese ebenfalls wesentlich in Organisation der Charity-Gala involviert ist und beide die gleiche Adresse aufweisen, ergibt sich aus der Doppelfunktion ein Interessenskonflikt zwischen der gemeinnützigen Stiftung und dem kommerziellen Unternehmen. CharityWatch.de wollte sich deshalb genauer mit den Finanzzahlen der Stiftung beschäftigen. Einer Bitte um Übersendung aussagekräftiger Unterlagen wurde aber nicht entsprochen. [mehr]

Logo: Back to Life e.V.Es ist nicht klar, wie viel Geld bei den Kindern ankommt.
Bild: Logo Back to Life e.V.

Back to Life e.V. in der ARD

Reinhold Beckmann kümmert sich zu wenig

26.04.2010 • Der 21. Dezember 2009 war für Stella Deetjen wieder mal ein großer Tag. Nicht zum ersten Mal war sie zu Gast bei Reinhold Beckmann in der gleichnamigen Talksendung. Sie konnte über ihr neues Projekt in West-Nepal berichten und bei den Zuschauern um Unterstützung bitten. Am Rande hat Beckmann sogar die von CharityWatch.de kurz vorher geäußerte Kritik angesprochen. Deetjen versprach deshalb vor laufenden Kameras, auf der Homepage über die Verwendung der Spendengelder Auskunft zu geben. Doch bis heute hat sie dieses Versprechen nicht eingelöst. Und das besonders erschütternde dabei: Beckmann kümmert sich nicht darum, wenn seine Zuschauer von Stella Deetjen an der Nase herum geführt werden. [mehr]

List-Image: flüchtende FrauHatun & Can wollte Frauen helfen, die vor ihren Männern flüchten
Bild: Dr. Susanna Berndt

Hatun & Can

Hochachtung vor Alice Schwarzer

19.04.2010 • Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer muss derzeit viel Kritik einstecken. Ihr an Hatun & Can e.V. gespendeter Gewinn über eine halbe Million Euro aus der Quizshow „Wer wird Millionär“ ist nicht so verwendet worden, wie beabsichtigt. Als sie das bemerkte, hat sie nicht weggesehen, wie es vermutliche viele andere tun. Sie ging den unbequemen Weg und hat ihren Fehler öffentlich gemacht. In einem kürzlich verfassten Blog schrieb sie von KollegInnen, die versuchten sie zu „bremsen, wenn nicht gar einzuschüchtern“. Tenor: „Wie stehen Sie denn dann da, Frau Schwarzer!“ Das war für sie aber nicht wichtig. Sie hat Zivilcourage bewiesen und ohne Rücksicht auf die eigene Reputation eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft in die Wege geleitet. Das stolze Ergebnis: Knapp 400.000 Euro und ein BMW im Wert von 60.000 Euro wurden beschlagnahmt und können hoffentlich bald Vereinen zugeführt werden, die das Geld sinnvoll verwenden. [mehr]