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Für eine bessere Spendenkultur
Meldungen der Redaktion aus: Warnungen (Archiv) - chronologisch sortiert
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PETA Deutschland e.V.

Geldauflage wegen Volksverhetzung

18.10.2010 • Die PETA-Werbekampagne „Der Holocaust auf ihrem Teller“ beschäftigte jahrelang deutsche Gerichte. Bilder von Massentierhaltungen wurden jeweils neben einer Abbildung von lebenden oder toten Häftlingen in Konzentrationslagern gezeigt. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat dagegen erfolgreich rechtliche Schritte eingeleitet. Über die moralischen Aspekte solcher Kampagnen hinaus sollten Geldgeber hinterfragen, warum PETA für solche Rechtsstreitigkeiten Spendengelder verschwendet. Wissenswert für die Unterstützer ist auch die Tatsache, dass die Schwesterorganisation in den USA tausende Tiere tötet – vorsätzlich und ohne Not, denn Geld wäre genügend vorhanden. Schließlich bezeichnet sich PETA selbst als weltweit größte Tierrechtsorganisation mit über zwei Millionen Unterstützern. [mehr]

List-Image: DienstwagenEin nobler Dienstwagen für Heinz Wiescher

ETN Europäischer Tier- und Naturschutz e.V.

Mercedes M-Klasse als Dienstwagen

07.10.2010 • Eine ungewöhnlich hohe Fluktuation ist ein sicheres Zeichen für Unstimmigkeiten innerhalb einer Organisation. Beim ETN Europäischer Tier- und Naturschutz gab es in letzter Zeit sehr häufige Wechsel bei Mandatsträgern, die offenbar stark mit dem herrschaftlichen Auftreten des Ehrenpräsidenten Heinz Wiescher zusammenhängen. Zweifel an der Vergabe von Vereinsgeldern werden immer lauter. Mehrere Personen haben sogar Anzeigen erstattet. Eine umfangreiche Anfrage von CharityWatch.de mit zahlreichen konkreten Vorwürfen wurde über Wochen verschleppt und ist bis heute unbeantwortet. In Verbindung mit dem kürzlich ausgesprochenem Sammlungsverbot der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier, das leider nur für das Bundesland Rheinland-Pfalz bindende Wirkung hat, sind bei dem millionenschweren Verein massive Zweifel an der ordnungsgemäßen Verwendung der Spenden und Mitgliedsbeiträge angebracht. [mehr]

List-Image: grüne WeltkugelDie Projekte sind sehr global
Bild: © Roman Milert - Fotolia.com

Stiftung Menschen für Tiere gUG

Tolldreiste Etiketten-Pirouetten

04.10.2010 • Die Internetpräsenz der Stiftung Menschen für Tiere gUG Müllheim hat etwas Chamäleonhaftes. Zunächst stand auf der Startseite dieser ganz jungen Organisation, man habe beim DZI (Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen) das Spenden-Siegel beantragt. Auf Nachfrage beim DZI stellte sich dann heraus, dass es keinen Antrag dieser „Stiftung“ gibt. Dr. Elmar Breuer, Geschäftsführer der gemeinnützigen Unternehmergesellschaft Menschen für Tiere, erklärte diesen Hinweis auf der Startseite seiner Präsenz als „redaktionellen und formalen Fehler, der nicht wesentlich ist“ und löschte den Eintrag. Offensichtlich nur kurzfristig. Mit Stand 29. September findet sich diese unrichtige Behauptung erneut der Homepage des Unternehmens. Und es gibt noch mehr viel mehr Verwirrungen um diese „Nicht-Stiftung“. [mehr]

Bunte Kinder International e.V.

Ein Projekt lässt Fragen offen

27.09.2010 • Wer etwas über die Ziele und Projekte von Bunte Kinder International erfahren möchte, findet auf der Homepage eine Pressemappe. Auch Informationen über die Finanzen des 2008 gegründeten Vereins wurden auf Nachfrage zur Verfügung gestellt. Nur wer etwas mehr über einzelne Ausgabenposten wissen will, stößt auf das große Schweigen. Wie es aussieht, sind jedoch zwei Drittel der Gesamteinnahmen von 3.900 Euro in kein Projekt geflossen. Über die Verwendung von den unter sonstige Kosten verbuchten 1.100 Euro konnte CharityWatch.de leider nichts herausfinden. [mehr]

List-Image: Tierheim TuttlingenTierheim Tuttlingen
Bild: Karin Burger

Kreistierschutzverein Tuttlingen, Spaichingen und Umgebung e.V.

Unklare Finanztransaktionen

24.09.2010 • Seit rund 14 Jahren kommt der Kreistierschutzverein Tuttlingen, Spaichingen und Umgebung nicht zur Ruhe. Immer wieder stehen massive Vorwürfe im Raum, die von der einen Seite nicht gerichtsfest gemacht und von der anderen Seite nicht überzeugend ausgeräumt werden. 2010 nun eskalieren die Vorgänge: Bei der letzten Mitgliederversammlung im Mai erhielt der Vorstand keine Entlastung. 400.000 Euro Tierschutzgelder wurden vom Ex-Vorsitzenden Werner Single in Schiffscontainer angelegt. Rund 20.000 Euro sind „verschwunden“. 9.520 Euro wurden für einen Zaun bezahlt, den es nicht gibt. Ein unklarer Immobilienerwerb und -weiterverkauf wirft Fragen auf. Mitglieder haben Strafanträge gestellt. Hinzu kommt eine ganze Serie von Arbeitsgerichtsprozessen und Abfindungen an ehemalige Mitarbeiter, die aus der Vereinskasse - also von Tierschutzgeldern - gezahlt werden mussten und müssen. Der amtierende Vorstand mauert und verweigert jegliche Stellungnahme zu einer Anfrage von CharityWatch.de. [mehr]

List-Image: Jahresbericht ChildFundDen Spendern wird viel versprochen
Bild: ChildFund Jahresbericht 2009

ChildFund Deutschland e.V.

Spendensiegel trotz Spendertäuschung

21.09.2010 • „ChildFund Deutschland setzt auf Ehrlichkeit und Fairness.“ Das klingt vielversprechend. Sie bezeichnet sich selbst als „besonders seriöse gemeinnützige Organisation“ und wirbt mit dem DZI-Spendensiegel. Geschäftsführer Jörn Ziegler und die Präsidentin Dr. Barbara Holzbaur beschreiben im Jahresbericht 2008 stolz, „dass 88,6 Prozent der Spendeneinnahmen für satzungsgemäße Zwecke des Vereins ausgegeben wurden“. Doch wer etwas genauer hinter diese Hochglanzfassade blickt, stellt ganz anderes fest: Die Finanzzahlen im Detail sind geheime Verschlusssache. Das DZI Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen gibt ebenfalls nicht bekannt, wie sich die Ausgaben zusammensetzen. Doch selbst die vom DZI angegebene Bandbreite der Verwaltungs- und Werbekosten fällt mit „vertretbar“ (20 bis 35 Prozent) ganz anders aus, als es ChildFund selbst angibt. Die Spender wurden also getäuscht – mit Billigung durch das DZI. [mehr]

Leipziger Tafel e.V.

Kontrolle nicht erwünscht

16.09.2010 • Seit November 2009 wird bei der Leipziger Tafel öffentlich gestritten. Auslöser damals war ein Brandbrief von 20 Mitgliedern, in dem heftige Vorwürfe gegen den Vorstand erhoben wurden. Da der Streit nun schon sehr lange anhält, mehrfach Gerichte beschäftigte und immer wieder vom MDR Fernsehberichte dazu ausgestrahlt wurden, hat sich CharityWatch.de ein eigenes Bild gemacht. Leider fällt dieses sehr düster aus, da der Vorstand konkrete Fragen nicht beantwortet hat, Finanzzahlen nicht offen legt und nach den berechtigten Vorwürfen nichts ändern will. Umso schrecklicher, dass der Bundesverband Deutscher Tafeln nicht angemessen reagiert und größeren Schaden von der extrem wichtigen Tafelbewegung abwendet. [mehr]

List-Image: Weiße WandSo ähnlich ist die Aussicht der Hunde im Tierheim Ravensburg
Bild: © insa krey - Fotolia.com

Tierheimtest: Tierschutzverein Ravensburg-Weingarten

Phantastisch, Verboten, Schwarz

15.09.2010 • Ein großes Einzugsgebiet mit 29 Gemeinden betreut der Tierschutzverein Ravensburg-Weingarten und Umgebung. In der Gemeinde Berg unterhält der Verein sein Tierheim, das 2007 den mit einem Investitionsvolumen von 450.000 Euro bewältigten Umbau und die Sanierung der Altsubstanz abschloss. Das Tierheim Berg bietet ein sehr vielschichtiges Bild mit großen Ambivalenzen: Die Katzenhaltung ist einfach phantastisch. Die Innenzwinger bei den Hunden sind in der aktuellen Größe schlicht verboten. Und bei allem, was mit konkreten Zahlen zu tun hat, wird es beim Tierschutzverein Ravensburg rabenschwarz. Der Vorstand verweigert CharityWatch.de den Einblick in seinen Geschäfts- und Jahresbericht. [mehr]

Hilfe für Kinder in Not e.V.

Verbotene Straßensammlungen

13.09.2010 • Straßensammlungen sind ein beliebtes Mittel, um die Hilfsbereitschaft der Menschen skrupellos auszunutzen. Denn wer kontrolliert letztendlich, dass das Geld in Sammelbüchsen auch Kindern in Not zukommt? Nur in Rheinland-Pfalz wird durch die dort zuständige Behörde ADD Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier überprüft, was mit dem Geld aus solchen Aktionen passiert. Bei nachhaltigen Zweifeln spricht die Behörde wie im Fall der Hilfe für Kinder in Not e.V. aus Herne ein Sammlungsverbot aus. Dann darf die Organisation im Bundesland Rheinland-Pfalz nicht mehr sammeln. Meist stört das die Verantwortlichen wenig, denn in allen anderen 15 Bundesländern gilt das Verbot nicht. Dort kontrolliert auch niemand beziehungsweise es wurden sogar die Gesetze dazu abgeschafft. [mehr]

Hilfe für krebskranke Kinder in Bayern e.V.

Sammeldosen zur Hälfte in die eigene Tasche geleert

08.09.2010 • Die Rentnerin Kunigunde Link ist Vorstandsvorsitzende des Vereins Hilfe für krebskranke Kinder in Bayern. Zusammen mit Angelo Pastore wird regelmäßig in Fußgängerzonen und anderen gut frequentierten Bereichen Geld gesammelt. An einem Tag kommen so 150 bis 200 Euro pro Sammeldose zusammen. Doch weit gefehlt wer glaubt, das Geld käme zumindest zum Großteil krebskranken Kindern zu Gute. In einem persönlichen Gespräch räumten Kunigunde Link und Angelo Pastore ein, dass die Hälfte der Sammlungserträge als Provision für den Sammler verwendet wird. Der Rest geht an den Verein, der damit allerdings erst noch Kosten wie Zugticket, Sammlungsgenehmigungsgebühren oder anderes bezahlt. Nur was dann noch übrig bleibt, wird ausgekehrt: Im ersten Halbjahr magere 3.000 Euro. [mehr]