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Für eine bessere Spendenkultur
Meldungen der Redaktion aus: Warnungen (Archiv) - chronologisch sortiert
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Logo: Gandhi Hunger FondsVereinlogo mit Mahatma Gandhi
Bild: Gandhi Hunger Fonds e.V.

Gandhi Hunger Fonds e.V.

Zweifel am Enkel von Mahatma Gandhi

23.11.2010 • Bereits 2008 hat Arun Gandhi, der Enkel von Mahatma Gandhi, den Verein Gandhi Welthungerhilfswerk gegründet. Die Deutsche Welthungerhilfe hat den Verein allerdings markenrechtlich abgemahnt und zur Unterlassung aufgefordert. Deshalb wurde der Name nun in Gandhi Hunger Fonds e.V. geändert. Ein holpriger Start, der noch andere Ursachen hatte. Im Juni dieses Jahres – fast zwei Jahre nach der Gründungsversammlung – sprach Rechtsanwalt Dr. Carsten Veenker in einem Brief an das Vereinsregister Berlin-Charlottenburg von hoffentlich nun ausgeräumten „Eintragungshindernissen“. Trotzdem hat der nicht gemeinnützige Verein schon vorher massenweise Bettelbriefe verschicken lassen. [mehr]

Allgemeiner Tierhilfsdienst e.V.

Bettelbriefe an Yves Rocher-Kunden

20.11.2010 • Mittlerweile häufen sich die Beschwerden über Bettelbriefe vom Allgemeinen Tierhilfsdienst. Markige Aussagen sollen zum Spenden anregen: „Misshandelt und gequält! Ausgestoßene Tiere brauchen uns jetzt!“ Kürzlich angeschrieben wurden auch Kunden der auf „Pflanzen-Kosmetik“ spezialisierten Yves Rocher. Laut der Fundraisingagentur Marketwing aus Garbsen hat der Kosmetikkonzern Adressdaten zur Gewinnung neuer Spender zur Verfügung gestellt. Was mit den Spenden passiert und wie viel die Fundraisingaktionen kosten, werden die Unterstützer aber wohl nie erfahren. Nach Rücksprache mit einem Rechtsanwalt und Steuerberater hat die Vorstandsvorsitzende Ursula Lohse mitgeteilt, dass sie keinen Jahresbericht mit Finanzzahlen veröffentlicht. Dabei wäre das angesichts der Nähe zur unseriösen Tierschutzliga besonders angebracht. [mehr]

List-Image: eigenes SpendensiegelEin selbst kreiertes Spendensiegel
Bild: Familienschutzwerk

Familienschutzwerk e.V.

Wie viel kommt bei hungrigen Kindern wirklich an?

15.11.2010 • Wer mit einem selbst kreierten Spendensiegel Geld akquiriert, ist höchstwahrscheinlich unseriös. Der Verein Familienschutzwerk aus Berlin wirbt mit „staatlich geprüft und anerkannt als: gemeinnützig und besonders förderungswürdig“. Diese steuerliche Formulierung täuscht allerdings den Spender, da damit keine Prüfung wie bei einem DZI-Spendensiegel verbunden ist. Verstärkt wird dieser Verdacht durch Hinweise von einem Insider, wonach angeblich bis zu 30 Fundraiser für den Verein spenden sammelten. Konkrete Fragen dazu wollte der Verein nicht beantworten, der seit Wochen telefonisch nicht erreichbar ist. So bleibt unklar, wofür die Spenden wirklich verwendet werden. [mehr]

List-Image: AH DurchsuchungsaktionHausdurchsuchung deckte unglaubliche Zustände auf
Bild: Sulinger Kreiszeitung

Animals Hope e.V.

Tierschutzskandal mit jahrelanger Vorgeschichte

15.11.2010 • Am 11. November 2010 wurden auf einem „Gnadenhof“ in Dörrieloh bei Sulingen, Landkreis Diepholz, über 100 Hunde aller Altersstufen in einer Großaktion von Veterinäramt, Polizei und Tierschützern beschlagnahmt. Viele weitere Tiere jedoch mussten zunächst einmal dort zurückgelassen werden. Der Gnadenhof ist Kooperationspartner des Vereins Animals Hope in Wehrbleck. Die Verflechtungen zwischen dem eingetragenen Verein und der Verantwortlichen des Gnadenhofs sind vielfältig. Die Quantität der Tierhaltung bei Animals Hope selbst wirft Fragen auf. Weitere Unregelmäßigkeiten und Widersprüche gibt es bei den Hunde-Importen und im Vereinsleben von Animals Hope. [mehr]

Animals Hope e.V.

Beschlagnahmung von über 100 Hunden

13.11.2010 • Am Donnerstag war es endlich soweit: Das Veterinäramt des Landkreises Diepholz in Anwesenheit der Amtsleiterin Dr. Anja Eisenack, die Polizei und einige Tierschützer evakuierten über 100 Hunde von einem Gnadenhof in Dörrieloh. In der Obhut der zweifelhaften Tierhalter belassen wurden noch 40 Katzen, 14 Pferde, Ziegen, Hängebauchschweine und Frettchen. Der von Barbara B. betriebene Hof ist Kooperationspartner des Tierschutzvereins Animals Hope e.V. und wird auch finanziell von dem Verein unterstützt. [mehr]

Logo: Deutsche Parkinson VereinigungDas Logo des Vereins
Bild: dPV e.V.

Deutsche Parkinson Vereinigung e.V. (dPV)

Nachgehakt: Öffentliche Kritik ist leider verhallt

12.11.2010 • Ein von Insidern verfasstes „Schwarzbuch“ erzeugte einigen Presserummel im Mai dieses Jahres. Der Spiegel griff das Thema auf und sprach von Verschwendung bei der Deutschen Parkinson Vereinigung (dPV). Auch andere Zeitungen äußerten sich kritisch, was den Geschäftsführer Friedrich-Wilhelm Mehrhoff in Erklärungsnöte brachte. Der Rechtsanwalt konterte damals mit der juristischen Prüfung der Vorwürfe. CharityWatch.de hat nun nachgefragt, was daraus wurde. Eine Antwort lieferte Mehrhoff allerdings nicht. Offenbar war doch einiges dran an den Vorwürfen. [mehr]

List-Image: BeKid SammlerausweisEigene Ausweise sollen Seriosität vermitteln
Bild: Musterausweis von BeKid e.V.

BeKid Behinderte Kinder in Deutschland e.V.

Vom Erotikunternehmen zum Fundraiser

10.11.2010 • Thomas Heinze leitete den Verein A.E.B.V. Allgemeiner Europäischer Behinderten Verband aus Dessau. Im Februar 2010 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Pleite ist auch die Toboro Limited, die zwischendurch von seiner Ehefrau geführt wurde. Nachdem Toboro offenbar wenig erfolgreich als Erotikunternehmen im Internet agierte, versuchte sie sich als Fundraiser für A.E.B.V.. Angeblich soll es für eine Mercedes S-Klasse gereicht haben, bis nun im April dieses Jahres die Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung festgestellt wurde. Heinze ist aber weiter aktiv als Vorstand von BeKid Behinderte Kinder in Deutschland. Über Haustürsammlungen werden nun auch dort Spenden akquiriert. Was mit dem Geld aber tatsächlich passiert, ist völlig unklar. [mehr]

Internationales Kinderhilfswerk Ltd.

Vermögensmehrung für den Gründer

03.11.2010 • Das Kinderhilfswerk Essen ist eine Zweigniederlassung der Internationales Kinderhilfswerk Limited aus London. Mit gemeinnützigen/mildtätigen Aktivitäten, die zum Beispiel auf der Homepage vorgegeben werden, hat das aber wenig zu tun. Direktor und Gesellschafter ist ein Bernd L., der laut offizieller Papiere allerdings Bernhard L. heißt. Die Organisation bezeichnet sich selbst als „Bundesverband“, der bewusst auf öffentliche Gelder verzichtet. Wie bei einem Verein wird von einem Vorstand gesprochen, den eine unabhängige Steuerberaterin kontrolliere. Dabei ist L. Direktor beziehungsweise Geschäftsführer einer englischen Limited. Im Gründungsvertrag aus 2006 ist zum Beispiel als Zweck ausgeführt: „Verteilung in bar oder auf andere Art und Weise von Vermögen und Vermögensgegenständen der Gesellschaft unter den Gesellschaftern der Gesellschaft…“ Das klingt schon etwas anders, als die vorgeschobenen Ziele vom Kinderhilfswerk Essen. [mehr]

Logo: KinderhilfsbrückeLogo der Organisation
Bild: Kinderhilfsbrücke gGmbH

Kinderhilfsbrücke gGmbH

Liquidation nach nur einem Jahr

27.10.2010 • Erst 2009 wurde die Kinderhilfsbrücke gGmbH gegründet. Gesellschafter und Geschäftsführer war der US-Amerikaner Steven John Bollinger. Mit einem Unternehmen der SAZ-Gruppe wurde ein Fundraisingvertrag geschlossen. Trotz Spendeneinnahmen von über 100.000 Euro wurde die Gesellschaft nun liquidiert. Laut der einzigen Mitarbeiterin in Deutschland, Gerrit Prinssen, lagen die Spendeneingänge weit unter den Erwartungen. Vermutlich dürften das auch die Spender in Bezug auf geleistete Hilfe sagen. Nur rund 20.000 Euro sollen nach Äthiopien und einige weitere Tausend Euro nach Haiti, Afghanistan und Somalia geflossen sein. Und obwohl sich die Gesellschaft seit Juni diesen Jahres in Auflösung befindet, wird im Internet immer noch um Spenden geworben: „Leben retten im Land des Hungers“, steht zum Beispiel auf der Startseite der Kinderhilfsbrücke. Darunter in Fettschrift und unterstrichen: „SPENDEN SIE JETZT“ [mehr]

Logo: Shakti NepalhilfeDas Vereinslogo
Bild: Shakti Nepalhilfe e.V.

Shakti Nepalhilfe e.V.

Beleidigungen wegen Nachfrage zu Spendenverwendung

25.10.2010 • Vor einer Spende um einen Jahresbericht mit Finanzzahlen zu fragen, ist richtig und wichtig. Bei der Shakti Nepalhilfe e.V. kann dies aber üble Beschimpfungen nach sich ziehen. Von „Großmaul“ bis zu „ich glaube, Sie haben eine Meise“ reicht das Spektrum, das ein potenzieller Geldgeber über sich ergehen lassen musste, nachdem er Einsicht in die Einnahmen und Ausgaben des Vereins nehmen wollte. CharityWatch.de konnte nicht glauben, was der Schriftführer Rainer Greubel per Mail von sich gab. Auf telefonische Nachfrage hat er die Wortwahl aber bestätigt und ergänzt: „Der kann mir gestohlen bleiben!“ Und auch CharityWatch.de bekommt keine Finanzzahlen. Seine Ehefrau und Vorstandsvorsitzende Ruth Kunkel ist ebenso der Meinung, dass ein Nachweis der Ausgaben gegenüber Externen nicht notwendig ist. [mehr]