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Für eine bessere Spendenkultur
Meldungen der Redaktion aus: Warnungen (Archiv) - chronologisch sortiert
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List-Image: Glückliche GansBVT-Aktivitäten: Von Haustieren über Nutztiere bis zu Wildtieren
Foto: Susanna Berndt

Bundesverband Tierschutz e.V.

Großer Name und wenig dahinter

03.11.2009 • Er zählt sich selbst zu den „großen und seriösen Tierschutzdachverbänden in Deutschland“. Er ist Mitglied im Deutschen Spendenrat e.V. und er besteht seit 47 Jahren. Doch ob der Bundesverband Tierschutz e.V. seinen Ansprüchen gerecht wird, ist mehr als fraglich. So verweigerte der Verein die Herausgabe von Finanzzahlen, obwohl er als Mitglied des Deutschen Spendenrates dazu verpflichtet ist. Erst nach einer Beschwerde beim Spendenrat gab es ein paar Angaben, die aber völlig undurchsichtig sind. Zudem stellte sich bei der Recherche heraus: Der Vorstand des Bundesverbandes wusste nicht einmal genau, wozu er sich verpflichtet hat. Jetzt denkt der Spendenrat über Konsequenzen nach. Nicht zu Unrecht, wie noch andere widersprüchliche Aussagen des Vereins belegen. [mehr]

Straßenträumer e.V.

Verkaufsstopp für Obdachlosenzeitung

29.10.2009 • Im Februar 2008 untersagte die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion aus Trier (ADD) der Selbsthilfeorganisation Food for you e.V. den Verkauf verschiedener Obdachlosenzeitungen in Rheinland-Pfalz. Damals war der heute 67-jährige Gino Imbrogno Vorstandsvorsitzender. Einen Monat später, im März 2008, wurde der Verein Straßenträumer e.V. gegründet, ebenfalls mit Sitz in Darmstadt und mit Imbrogno als Vorstandsvorsitzenden. Zweck ist unter anderem der Verkauf von Obdachlosenzeitungen. Laut einer aktuellen Meldung des ADD ist dies nun auch Straßenträumer e.V. zumindest in Rheinland-Pfalz nicht mehr gestattet, ebenso wenig wie das Sammeln von Spenden. [mehr]

Domspitzen e.V.

Dreiste Ausgabenzuordnung auf Mitglieder

28.10.2009 • Eine fadenscheinige Trennung von Mitgliedsbeiträgen und Spenden soll eine Belastung mit Verwaltungskosten bei den Spenden vermeiden. Das hält CharityWatch.de für irreführend. Hinzu kommt noch die Verweigerung, Finanzzahlen offen zu legen. Dadurch ist es beispielsweise nicht möglich, gewisse Zweifel eines Lesers bezüglich der Verbuchung und Verwendung von Benefiz-Events zu klären. Das sollte auch der Schauspieler Michael Kessler genauer hinterfragen, bevor er sich im Dezember wieder als Schirmherr und Moderator für die Benefizgala „Päckchen für Pänz“ zur Verfügung stellt. [mehr]

Logo: Aktion KindertraumAktion Kindertraum

Aktion Kindertraum gGmbH

Zerplatzte Kinderträume

02.10.2009 • „Träume sind erfüllbar...“ – mit diesem und anderen Slogans wirbt die 1998 gegründete gemeinnützige GmbH Aktion Kindertraum um Spenden. Leider wurden von den 1,62 Millionen Euro Einnahmen im vergangenen Jahr gerade einmal 473.800 Euro für Projekte ausgegeben. Ob die traurige Quote von mageren 29,2 Prozent 2007 besser oder noch schlechter war, ist aufgrund der verweigerten Mittelverwendung nicht bekannt. Darüber sollte Tennisprofi Nicolas Kiefer nachdenken, wenn er sich schon als prominenter Förderer zu Werbezwecken benützen lässt. Auch „Miss-Tagesschau“ Dagmar Berghoff ist mit Foto auf der Rückseite eines Werbebriefes abgedruckt: „Ich finde die Arbeit von Aktion Kindertraum besonders wichtig, denn es geht um die Wünsche und Hoffnungen schwer kranker Kinder!“ CharityWatch.de sieht das allerdings ganz anders... [mehr]

Katarina Witt-Stiftung gGmbH

Statt Fakten nur Zurechtweisungen

30.09.2009 • Katarina Witt ist prominent. Die einst so erfolgreiche Eiskunstläuferin blieb den Medien auch nach ihrer Sportlerkarriere treu. Zu ihrem guten Image trug jedoch neben der Fernsehpräsenz auch ihre Stiftung bei. Leider mag der verliehene Schein nicht zur Wirklichkeit passen. Statt zum Beispiel auf konkrete Fragen nach der buchmäßigen Überschuldung in 2007 einzugehen, wird sogleich ein Anwalt beauftragt, der presserechtliche Zurechtweisungen in Verbindung mit theoretisch möglichen Konsequenzen ausspricht. Sogar die Veröffentlichung von Teilen des Anwaltsschreibens soll zu eigenständigen rechtlichen Schritten führen. [mehr]

Logo: Ustinov StiftungSir Peter Ustinov Stiftung

Sir Peter Ustinov Stiftung

Nachlässige Prüfung der Mittelvergabe

24.09.2009 • Sympathien für eine herausragende Persönlichkeit bilden die Grundlage des Spendenerfolges der Sir Peter Ustinov Stiftung. Leider wird die Stiftung ihrem positiven Image nicht gerecht. Mangelnde Transparenz bei den Finanzzahlen, undurchschaubare Kosten für Fundraising, Werbung und Information, nachlässige Prüfung der geförderten Vereine – es gibt viel zu kritisieren. So wurde etwa auf die Frage von CharityWatch.de, welche Prüfung die Stiftung vor der Vergabe von Mitteln an die Hilfsaktion Noma vorgenommen hätte, völlig Unprofessionalität in diesem Bereich offenbart: „Als Stiftung, die über drei fest angestellte Mitarbeiter verfügt, verlassen wir uns in dieser Hinsicht auf die Prüfung, die das Finanzamt Jahr für Jahr vornimmt.“ Mit einer seriösen Entscheidungsfindung vor der Vergabe von Spendengeldern hat das wenig zu tun. [mehr]

CHILD – Christliches Kinderhilfswerk Deutschland e.V.

Die Bibel als höchste und letzte Autorität

21.09.2009 • Nach monatelangem Hinhalten mit der Zusage, ein Jahresbericht mit aussagekräftigen Finanzzahlen würde zur Verfügung gestellt, kam letztendlich doch die Absage. Als Gründe werden „Datenschutz und Vertrauensschutz“ aufgeführt. Der Verein stellt in Frage, dass „Berichte und Zahlenwerke“ notwendig sind – unterstellt sogar möglichen Missbrauch. Die Folge eines solch intransparenten Verhaltens bedeutet jedoch: Spender können die Verwendung ihres Geldes nicht überprüfen. Sie müssen an die Arbeit der Verantwortlichen glauben – und wer Mitglied werden will, außerdem an Jesus Christus. Die Überzeugung von der Notwendigkeit der Erlösung ist laut Vereinssatzung Voraussetzung, um von einem anderen Mitglied als Neuzugang vorgeschlagen werden zu können. [mehr]

SOS Projects für Mensch und Tier e.V.

CharityWatch.de soll keine Dritten behelligen

31.08.2009 • Im Februar 2009 bat CharityWatch.de erstmals um Übersendung eines Jahresberichts. Monate später bot SOS Projects für Mensch und Tier eine Einsichtnahme bei der Steuerberaterin Helga Maister an. Endlich, nach wochenlanger Verzögerung, stand die Terminierung. Pünktlich um 14.00 Uhr am 25. August fand sich ChartyWatch.de in der Steuerkanzlei Maister ein, um wenige Minuten später wieder auf der Straße zu stehen. Die Einsichtnahme vor Ort wurde verweigert. Dabei gäbe es einiges bei dem mit viel Prominenz besetzten Verein zu klären. Zum Beispiel die Widersprüche, wem der in Oberbayern gelegene Sonnenhof nun tatsächlich gehört oder wer welche Kosten trägt. [mehr]

Hilfsaktion Noma e.V. (2)

Leichtfertiger Umgang mit Partnerschaften

14.08.2009 • Das wichtigste Guthaben jeder Hilfsorganisation ist ihr guter Name. Ein Mitglied oder Spender will darauf vertrauen können, dass sein Geld überwiegend für gute Taten verwendet wird. Deshalb sollten die Verantwortlichen seriöser Organisationen sehr genau prüfen, wem sie die Nutzung des eigenen Namens gestatten. Noch mehr Sorgfaltspflicht gilt für das Eingehen von Partnerschaften, weil es sich dabei um die Verwendung eigener Ressourcen handelt. Es zeigt sich, dass hier noch großer Aufklärungsbedarf besteht. Auf der Homepage von Hilfsaktion Noma e.V. sind verschiedene Förderer aufgeführt. CharityWatch.de hat einige von ihnen gefragt, worin die Unterstützung für Hilfsaktion Noma denn bestehe und welche Prüfung vor der Entscheidung, eine Förderung vorzunehmen, durchgeführt wurde. Außerdem wollten wir wissen, ob die von CharityWatch.de aufgeworfene Kritik an Hilfsaktion Noma etwas an der Zusammenarbeit ändert. Die Antworten sind zum Teil erschütternd. [mehr]

Hilfsaktion Noma e.V.

Verschleierte Fundraisingkosten

23.07.2009 • Gemeinnützige Arbeit kostet Geld, selbst wenn sie ehrenamtlich betrieben wird. Deswegen sind Hilfsorganisationen auf Spenden angewiesen. Dass auch die Gewinnung von Spenden Ausgaben verursacht ist schade, aber immer dann vertretbar, wenn sich die Kosten in einem angemessenem Rahmen bewegen und der Spender ihre Höhe kennt. Bei Hilfsaktion Noma e.V. ist beides in Frage zu stellen. Auf der Homepage werden zum Beispiel die Kosten verschleiert. Dort wird mit einer Kuchengrafik die Mittelverwendung 2007 suggestiv so dargestellt, als wären 100 Prozent der Gelder in Hilfsprojekte geflossen. Dieselbe irreführende Darstellung findet sich in der einmal jährlich veröffentlichten Zeitschrift „Noma Aktuell“ vom April diesen Jahres. Dabei sieht die Realität ganz anders aus: Von 2,85 Millionen Euro Spendeneinnahmen wurden 2007 für Mailings 2,25 Millionen Euro ausgegeben – stolze 79 Prozent! [mehr]