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Für eine bessere Spendenkultur
1/7/2010 von Stefan Loipfinger
Archivtext

Aktion Tier – vormals Deutsches Tierhilfswerk (2)

Aufschrei in der Tierschutzszene

Aktiver Tierschutz ist nicht mehr erwünscht
Bild: © LianeM - Fotolia.com

Viele der Kooperationspartner von Aktion Tier – Menschen für Tiere e.V. sind empört. Einen Tag vor Weihnachten erhielten sie einen Brief, in dem es heißt: „Auch wenn wir es zutiefst bedauern, wird es uns daher zukünftig nicht mehr möglich sein, zusätzlich zu den bestehenden Anforderungen auch noch ihre gewohnte finanzielle Unterstützung zu leisten.“ Die Schuld dafür schiebt Aktion Tier der Berichterstattung des Magazins Spiegel zu und Stefan Loipfinger, dem Herausgeber von CharityWatch.de. Mit viel Polemik und fadenscheinigen Argumenten begründet der Verein so seine weitere Kürzung der ohnehin dürftigen Ausgaben für den aktiven Tierschutz und stellt trotz Einnahmen von zwölf Millionen Euro (2007) die finanzielle Förderung seiner kleinen Kooperationspartner in Frage.

Leserbriefe  [zum Artikel]
  • 31.01.2010 18:59:39Aufschrei in der Tierschutzszene - Katzenschutzbund Greifswald u. U. e. V., Tiernotstation Böken - gemeinnütziger Verein -

    Sehr geehrter Herr Loipfinger, auch unser TSV ist einer von den betroffenen Vereinen, die vor einem NICHTS stehen. Aber nicht erst seit dem 23. Dezember 2009. Nein, bereits viel früher hat man mit uns Schindluder getrieben von Seiten "aktion tier", obwohl man dort ganz genau wusste, dass wir weder einen Sponsor noch Hilfe von der öffentlichen Hand oder von anderswo erhalten. Fünf Jahre hat man uns zum Narren gehalten; immer wieder ermutigt, einen neuen Antrag auf BETRIEBSKOSTENZUSCHUSS" zu stellen. Im Vorfeld muss und möchte ich aber gleich klar stellen: Wir haben seit unserer Gründung im Jahr 1996 ohne Unterbrechung die Gemeinnützigkeit erhalten bzw. wieder bekommen. Jetzt stehen wir vor einem NICHTS und wissen auch nicht, wie es hier weiter gehen soll. Der Winter ist dieses Mal sehr hart, die Vermittlung nicht erfolgreich. Seit Mai 2009 haben wir nicht eine einzige Mieze vermittelt; einige Hunde haben wir auch. Aber im Endeffekt erdrücken mich privat horrende Nebenkosten wie Strom (Heizung der Katzenhäuser), Wasser, Entsorgung der Exkremente usw. usf.. Ich selbst bin schwer chronisch krank, kümmer mich aber trotzdem so gut ich eben kann ehrenamtlich um die Tiere in unserer Tiernotstation. Da ich aber nur eine mickrige EU-Rente erhalte, ist es auf Dauer nicht machbar, die Tiere und die Nebenkosten alleine und ohne Hilfe durchzubringen. Missen möchte ich diese Aufgabe jedoch auch nicht, denn von Kindheit an liebe und kümmer ich mich um Tiere in Not. Und diese Aufgabe ist die einzige, die mir das Leben überhaupt noch lebenswert macht und das Gefühl gibt, mich nicht aufzugeben, da mich die Tiere noch brauchen. Hätte ich diese Aufgabe nicht, würde meine Krankheit mich mit Sicherheit über kurz oder lang besiegen. Wenn Sie, sehr geehrter Herr Loipfinger, sehr geehrte Redaktion, sehr geehrter CW-Vorstand, Interesse an weiteren, interessanten Infos zu aktion tier haben, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie mich per E-Mail oder per Telefon unter der Ruf-Nr. 03 999 2 - 72 986 (am günstisten vormittags bis gegen 11.00 Uhr oder abends zwischen 19.00 und 20.00 Uhr - AB vorhanden -) kontaktieren würden. Mit Sicherheit würden Sie noch einige brisante Fakten erfahren. Aber was mir bzw. unserem Tierschutzverein sehr, sehr große Sorgen bereitet: Wie soll es mit unseren Tieren weitergehen? Wie sind hier ein sehr wichtiger Anlaufpunkt für Tiere in Notsituationen; gerade auch Katzen. Es ist allgemein bekannt, dass wir gerade hier in Mecklenburg-Vorpommern ein arges Defizit an tierfreundlichen Menschen und effektiven Tierschutzvereinen/Tierheimen haben. Ich würde mich riesig freuen, wenn sich unsere Notsituation vielleicht durch Ihre Hilfe zum Positiven verändern würde. Mit freundlichen und hoffnungsvollen Grüßen Christiane Härttrich 1. Vorsitzende Katzenschutzbund Greifswald und Umgebung e. V. - gemeinnütziger Verein - Tiernotstation Böken, Dorfstraße 2, 17 121 Görmin, OT Böken

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