Meldungen der Redaktion aus: Übersicht - chronologisch sortiert
Animals Hope e.V.
15.11.2010 • Am 11. November 2010 wurden auf einem „Gnadenhof“ in Dörrieloh bei Sulingen, Landkreis Diepholz, über 100 Hunde aller Altersstufen in einer Großaktion von Veterinäramt, Polizei und Tierschützern beschlagnahmt. Viele weitere Tiere jedoch mussten zunächst einmal dort zurückgelassen werden. Der Gnadenhof ist Kooperationspartner des Vereins Animals Hope in Wehrbleck. Die Verflechtungen zwischen dem eingetragenen Verein und der Verantwortlichen des Gnadenhofs sind vielfältig. Die Quantität der Tierhaltung bei Animals Hope selbst wirft Fragen auf. Weitere Unregelmäßigkeiten und Widersprüche gibt es bei den Hunde-Importen und im Vereinsleben von Animals Hope. [mehr]
Das Logo des Vereins
Bild: dPV e.V.
Deutsche Parkinson Vereinigung e.V. (dPV)
12.11.2010 • Ein von Insidern verfasstes „Schwarzbuch“ erzeugte einigen Presserummel im Mai dieses Jahres. Der Spiegel griff das Thema auf und sprach von Verschwendung bei der Deutschen Parkinson Vereinigung (dPV). Auch andere Zeitungen äußerten sich kritisch, was den Geschäftsführer Friedrich-Wilhelm Mehrhoff in Erklärungsnöte brachte. Der Rechtsanwalt konterte damals mit der juristischen Prüfung der Vorwürfe. CharityWatch.de hat nun nachgefragt, was daraus wurde. Eine Antwort lieferte Mehrhoff allerdings nicht. Offenbar war doch einiges dran an den Vorwürfen. [mehr]
Eigene Ausweise sollen Seriosität vermitteln
Bild: Musterausweis von BeKid e.V.
BeKid Behinderte Kinder in Deutschland e.V.
10.11.2010 • Thomas Heinze leitete den Verein A.E.B.V. Allgemeiner Europäischer Behinderten Verband aus Dessau. Im Februar 2010 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Pleite ist auch die Toboro Limited, die zwischendurch von seiner Ehefrau geführt wurde. Nachdem Toboro offenbar wenig erfolgreich als Erotikunternehmen im Internet agierte, versuchte sie sich als Fundraiser für A.E.B.V.. Angeblich soll es für eine Mercedes S-Klasse gereicht haben, bis nun im April dieses Jahres die Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung festgestellt wurde. Heinze ist aber weiter aktiv als Vorstand von BeKid Behinderte Kinder in Deutschland. Über Haustürsammlungen werden nun auch dort Spenden akquiriert. Was mit dem Geld aber tatsächlich passiert, ist völlig unklar. [mehr]
Internationales Kinderhilfswerk Ltd.
03.11.2010 • Das Kinderhilfswerk Essen ist eine Zweigniederlassung der Internationales Kinderhilfswerk Limited aus London. Mit gemeinnützigen/mildtätigen Aktivitäten, die zum Beispiel auf der Homepage vorgegeben werden, hat das aber wenig zu tun. Direktor und Gesellschafter ist ein Bernd L., der laut offizieller Papiere allerdings Bernhard L. heißt. Die Organisation bezeichnet sich selbst als „Bundesverband“, der bewusst auf öffentliche Gelder verzichtet. Wie bei einem Verein wird von einem Vorstand gesprochen, den eine unabhängige Steuerberaterin kontrolliere. Dabei ist L. Direktor beziehungsweise Geschäftsführer einer englischen Limited. Im Gründungsvertrag aus 2006 ist zum Beispiel als Zweck ausgeführt: „Verteilung in bar oder auf andere Art und Weise von Vermögen und Vermögensgegenständen der Gesellschaft unter den Gesellschaftern der Gesellschaft…“ Das klingt schon etwas anders, als die vorgeschobenen Ziele vom Kinderhilfswerk Essen. [mehr]
Straßenkinder in Kenia
Bild: Uhuru e.V.
Uhuru e.V. - gemeinsam für Kinder in Kenia
02.11.2010 • Existenznot, Perspektivlosigkeit und Krankheit. Dies sind geläufige Schlagworte, die mit Afrika in Verbindung gebracht werden. Große Summen fließen in das Schwellenland. Manch Spender weiß nicht mehr zu unterscheiden, ob er mit seiner Hilfe die Abhängigkeiten schürt oder sich für nachhaltige Projekte einsetzt. Die Studenteninitiative Uhuru e.V. hat sich zu einem Hilfsprogramm entwickelt, die die Hilfe zur Selbsthilfe in den Vordergrund stellt. Der interkulturelle Austausch liegt dem Gründer und ersten Vorsitzenden Jonas Phum am Herzen. Jedes Jahr werden Praktikanten - 2009 waren es vier - in Kisumu/Kenia eingesetzt, um in dem Projekt mitzuarbeiten und zu lernen. In Deutschland wird auf ehrenamtliches Engagement und günstige Kosten geachtet. Das Ergebnis 2009: nur 6,4 Prozent Werbe- und Verwaltungskosten. [mehr]
Nicht jede Geldbörse ist ausreichend gefüllt
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Marianne Strauß Stiftung
25.10.2010 • Monika Hohlmeier, Max Josef Strauß und Dr. Franz Georg Strauß gründeten 1984 das private Hilfswerk zum Gedenken an ihre Mutter Marianne Strauß. Im Fokus steht die Unterstützung von Familien und Einzelpersonen, die unschuldig in Not geraten sind. Seit der Gründung im Jahr 1984 konnten 20.000 Betroffene mit einer Summe von 15 Millionen Euro unterstützt werden. Ein engagiertes Team hilft nicht nur mit Geld, sondern mit Rat und Tat. Einzelfälle, die den Rahmen der Stiftung sprengen würden, werden in Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen gelöst. Die Verwaltungskosten beliefen sich im Jahr 2008 auf neun Prozent. Auch das DZI Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen bestätigt niedrige Werbe- und Verwaltungskosten sowie eine gute Arbeit. Seit 2009 darf die Stiftung das DZI-Spendensiegel führen. [mehr]
PETA Deutschland e.V.
18.10.2010 • Die PETA-Werbekampagne „Der Holocaust auf ihrem Teller“ beschäftigte jahrelang deutsche Gerichte. Bilder von Massentierhaltungen wurden jeweils neben einer Abbildung von lebenden oder toten Häftlingen in Konzentrationslagern gezeigt. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat dagegen erfolgreich rechtliche Schritte eingeleitet. Über die moralischen Aspekte solcher Kampagnen hinaus sollten Geldgeber hinterfragen, warum PETA für solche Rechtsstreitigkeiten Spendengelder verschwendet. Wissenswert für die Unterstützer ist auch die Tatsache, dass die Schwesterorganisation in den USA tausende Tiere tötet – vorsätzlich und ohne Not, denn Geld wäre genügend vorhanden. Schließlich bezeichnet sich PETA selbst als weltweit größte Tierrechtsorganisation mit über zwei Millionen Unterstützern. [mehr]
Dorfschule in Nord-Ost-Indien
Bild: Childaid Network
Childaid Network
17.10.2010 • Bildung ist der beste Weg, um langfristig Kinder- und Jugendarmut zu schmälern. Die Stiftung Childaid Network schafft Chancen für 10.000 Kinder und Jugendliche in den entlegensten Bergregionen Nord-Ost-Indiens. In Sambia (Afrika) und Nepal sind ebenfalls Kleinprojekte von Childaid Network entstanden. Die Stiftung wird in privaten Räumlichkeiten geführt, so entstehen keine Bürokosten. Alle Mitwirkenden bringen sich ehrenamtlich ein. Ein geringer Werbe- und Verwaltungsaufwand von unter zehn Prozent zeugt davon, dass die Stiftung bedacht und gezielt ihre Gelder dorthin fließen lässt, wo strukturelle Hilfe erforderlich ist. Der Gründer und Vorsitzende der Stiftung, Dr. Martin Kasper, reist jedes Jahr mehrmals in die Zielregionen, um sich vor Ort von den Fortschritten der Projekte zu überzeugen. Dies finanziert er aus eigener Tasche. [mehr]
Lernende Kinder
Bild: Die Arche e.V.
Die Arche – Christliches Kinder- und Jugendwerk e.V.
11.10.2010 • Kinderarmut in Deutschland. Die jüngsten Zahlen sind alarmierend. Mehr als 2,5 Millionen Minderjährige leben derzeit bundesweit unter der Armutsgrenze. Die Arche – Christliches Kinder- und Jugendwerk e.V. mit Sitz in Berlin setzt sich seit 15 Jahren dafür ein, dass benachteiligte junge Bürger aufgefangen, betreut und unterstützt werden, für ein selbstverantwortliches Leben mit einer selbstbestimmten Zukunft. [mehr]
ETN Europäischer Tier- und Naturschutz e.V.
07.10.2010 • Eine ungewöhnlich hohe Fluktuation ist ein sicheres Zeichen für Unstimmigkeiten innerhalb einer Organisation. Beim ETN Europäischer Tier- und Naturschutz gab es in letzter Zeit sehr häufige Wechsel bei Mandatsträgern, die offenbar stark mit dem herrschaftlichen Auftreten des Ehrenpräsidenten Heinz Wiescher zusammenhängen. Zweifel an der Vergabe von Vereinsgeldern werden immer lauter. Mehrere Personen haben sogar Anzeigen erstattet. Eine umfangreiche Anfrage von CharityWatch.de mit zahlreichen konkreten Vorwürfen wurde über Wochen verschleppt und ist bis heute unbeantwortet. In Verbindung mit dem kürzlich ausgesprochenem Sammlungsverbot der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier, das leider nur für das Bundesland Rheinland-Pfalz bindende Wirkung hat, sind bei dem millionenschweren Verein massive Zweifel an der ordnungsgemäßen Verwendung der Spenden und Mitgliedsbeiträge angebracht. [mehr]