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Für eine bessere Spendenkultur
Meldungen der Redaktion aus: Übersicht - chronologisch sortiert
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Straßenträumer e.V.

Verkaufsstopp für Obdachlosenzeitung

29.10.2009 • Im Februar 2008 untersagte die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion aus Trier (ADD) der Selbsthilfeorganisation Food for you e.V. den Verkauf verschiedener Obdachlosenzeitungen in Rheinland-Pfalz. Damals war der heute 67-jährige Gino Imbrogno Vorstandsvorsitzender. Einen Monat später, im März 2008, wurde der Verein Straßenträumer e.V. gegründet, ebenfalls mit Sitz in Darmstadt und mit Imbrogno als Vorstandsvorsitzenden. Zweck ist unter anderem der Verkauf von Obdachlosenzeitungen. Laut einer aktuellen Meldung des ADD ist dies nun auch Straßenträumer e.V. zumindest in Rheinland-Pfalz nicht mehr gestattet, ebenso wenig wie das Sammeln von Spenden. [mehr]

Domspitzen e.V.

Dreiste Ausgabenzuordnung auf Mitglieder

28.10.2009 • Eine fadenscheinige Trennung von Mitgliedsbeiträgen und Spenden soll eine Belastung mit Verwaltungskosten bei den Spenden vermeiden. Das hält CharityWatch.de für irreführend. Hinzu kommt noch die Verweigerung, Finanzzahlen offen zu legen. Dadurch ist es beispielsweise nicht möglich, gewisse Zweifel eines Lesers bezüglich der Verbuchung und Verwendung von Benefiz-Events zu klären. Das sollte auch der Schauspieler Michael Kessler genauer hinterfragen, bevor er sich im Dezember wieder als Schirmherr und Moderator für die Benefizgala „Päckchen für Pänz“ zur Verfügung stellt. [mehr]

List-Image: Ein Herz für KinderDas Logo kennt jeder.
Die Mittelverwendung nicht.
Foto: Jubiläums-Briefmarke

Bild hilft e.V. – Ein Herz für Kinder

Bild Dir (k)eine Meinung

26.10.2009 • Wie die Bild-Zeitung reagiert, wenn jemand auf Fragen nicht oder ausweichend antwortet, kann jeder täglich nachlesen. Dass sie selbst nicht besser ist, zeigt der hauseigene Verein „Bild hilft“ – besser bekannt unter dem Slogan „Ein Herz für Kinder“. Die Übermittlung von aussagekräftigen Finanzzahlen wurde verweigert. Fragen zur Mittelverwendung blieben mit unglaubwürdigen Begründungen unbeantwortet. So meinte Tobias Fröhlich, Kommunikationschef der Bild-Gruppe: „Für uns sind das Menschen und Schicksale, deren Intimsphäre wir schützen.“ Eigenartig, berichtet die Bild doch oft mit Foto und Namensnennung über Betroffene, denen geholfen werden soll oder geholfen wurde. CharityWatch.de hat kein Interesse an Identitäten und Adressen. Welche Projekte, eigene oder die anderer Hilfsorganisationen, in welchem Umfang finanziert wurden und wohin der Rest des eingesammelten Geldes geht, ist jedoch eine Information, die niemandem verwehrt werden darf. Die Bild-Zeitung würde für eine solche Heimlichtuerei bestimmt deutliche Worte finden. [mehr]

HelpAlliance e.V.

Sinnvolle Verwendung von Urlaubsgeldresten

21.10.2009 • Zehn Jahre HelpAlliance. Im September feierte die von Mitarbeitern der Deutschen Lufthansa getragene Hilfsorganisation ihr erstes großes Jubiläum. Die dabei vorgestellte Bilanz kann sich sehen lassen. Etwa fünf Millionen Euro wurden gesammelt und in 60 Projekte weltweit gesteckt. Ein erheblicher Teil des Geldes kommt aus den Spendentüten, mit denen bei Lufthansa und Condor das Restgeld fremder Währungen aus dem Urlaub eingesammelt wird. Eine gute Verwendung, wie die Finanzzahlen des Vereins zeigen, der absolut transparent und sogar über die Ausgaben pro Projekt berichtet. [mehr]

List-Image: SozialdienstaufgabenTätigkeitsbereiche vom SkF
Quelle: SkF Südostbayern

Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Südostbayern

Hilfe für Not leidende Mütter

15.10.2009 • Eines vorneweg: der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Südostbayern (SkF) ist nicht wie andere Hilfsorganisationen. Mit seiner Tätigkeit erfüllt er nicht nur einen gemeinnützigen Auftrag, sondern ebenso einen kirchlichen und einen staatlichen, kommunalen, sogar gesetzlichen. Es geht um Beratung während der Schwangerschaft, um Konfliktbewältigung bei familiären Streitfragen und nicht zuletzt um schnelle und unbürokratische Hilfe für ein gewaltfreies Leben. Zwar finanziert sich der Verein größtenteils über Zuschüsse. Spenden werden dennoch gebraucht. Nur mit ihnen kann der SkF Frauen und Familien in Not auch finanzielle Unterstützung und nützliche Begleitprogramme anbieten. [mehr]

List-Image: ProVieh KastratenburgerErfolgreiches Postkartenmotiv
Quelle: ProVieh

PROVIEH – Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V.

Etwas mehr trommeln

14.10.2009 • Der in Kiel ansässige Verein ist nach eigenen Auskünften Deutschlands ältester und größter Tierschutz-Fachverband für landwirtschaftliche Nutztiere. Wie schon der Name verkündet, kämpft ProVieh für artgerechte Haltung der Tiere und nicht für eine vegetarische oder sogar veganische Lebensweise. Diese Strategie war allerdings nicht immer so klar. Erst mit dem neuen Vorstand und dem neuen Geschäftsführer Stefan Johnigk wurde das verdeutlicht. Jetzt muss es noch eindeutiger kommuniziert werden – wie auch so manche gute Aktion. Denn gerade eine Organisation, die sich für Tierrechte einsetzt, sollte etwas lauter trommeln, um ihre Ziele gegen die kommerziellen Interessen durchsetzen zu können. [mehr]

Ärzte für die Dritte Welt e.V.

Jahresurlaub für die gute Sache

09.10.2009 • Nicht weniger als sechs Wochen in einem der Elendsviertel der Welt und mindestens die Hälfte der Flugkosten müssen auch noch bezahlt werden. Keine Spesen, keine Aufwandsentschädigungen. Trotzdem haben alleine im vergangenen Jahr 185 Ärztinnen und 160 Ärzte zahlreiche Kinder und Erwachsene aus der Dritten Welt vor Ort unentgeltlich behandelt. Für Ihre Arbeit brauchen sie dennoch Geld: für Medikamente, für Zusatznahrung bei unterernährten Kindern, für medizinische Geräte, Verbandsstoffe, Untersuchungsmaterial und für vieles mehr. [mehr]

Logo: Aktion KindertraumAktion Kindertraum

Aktion Kindertraum gGmbH

Zerplatzte Kinderträume

02.10.2009 • „Träume sind erfüllbar...“ – mit diesem und anderen Slogans wirbt die 1998 gegründete gemeinnützige GmbH Aktion Kindertraum um Spenden. Leider wurden von den 1,62 Millionen Euro Einnahmen im vergangenen Jahr gerade einmal 473.800 Euro für Projekte ausgegeben. Ob die traurige Quote von mageren 29,2 Prozent 2007 besser oder noch schlechter war, ist aufgrund der verweigerten Mittelverwendung nicht bekannt. Darüber sollte Tennisprofi Nicolas Kiefer nachdenken, wenn er sich schon als prominenter Förderer zu Werbezwecken benützen lässt. Auch „Miss-Tagesschau“ Dagmar Berghoff ist mit Foto auf der Rückseite eines Werbebriefes abgedruckt: „Ich finde die Arbeit von Aktion Kindertraum besonders wichtig, denn es geht um die Wünsche und Hoffnungen schwer kranker Kinder!“ CharityWatch.de sieht das allerdings ganz anders... [mehr]

List-Image: BehindertensportBehindertensport zählt
zu den Stiftungszielen
Foto: © Janni / fotolia.de

Katarina Witt-Stiftung gGmbH

Statt Fakten nur Zurechtweisungen

30.09.2009 • Katarina Witt ist prominent. Die einst so erfolgreiche Eiskunstläuferin blieb den Medien auch nach ihrer Sportlerkarriere treu. Zu ihrem guten Image trug jedoch neben der Fernsehpräsenz auch ihre Stiftung bei. Leider mag der verliehene Schein nicht zur Wirklichkeit passen. Statt zum Beispiel auf konkrete Fragen nach der buchmäßigen Überschuldung in 2007 einzugehen, wird sogleich ein Anwalt beauftragt, der presserechtliche Zurechtweisungen in Verbindung mit theoretisch möglichen Konsequenzen ausspricht. Sogar die Veröffentlichung von Teilen des Anwaltsschreibens soll zu eigenständigen rechtlichen Schritten führen. [mehr]

Sir Peter Ustinov Stiftung

Nachlässige Prüfung der Mittelvergabe

24.09.2009 • Sympathien für eine herausragende Persönlichkeit bilden die Grundlage des Spendenerfolges der Sir Peter Ustinov Stiftung. Leider wird die Stiftung ihrem positiven Image nicht gerecht. Mangelnde Transparenz bei den Finanzzahlen, undurchschaubare Kosten für Fundraising, Werbung und Information, nachlässige Prüfung der geförderten Vereine – es gibt viel zu kritisieren. So wurde etwa auf die Frage von CharityWatch.de, welche Prüfung die Stiftung vor der Vergabe von Mitteln an die Hilfsaktion Noma vorgenommen hätte, völlig Unprofessionalität in diesem Bereich offenbart: „Als Stiftung, die über drei fest angestellte Mitarbeiter verfügt, verlassen wir uns in dieser Hinsicht auf die Prüfung, die das Finanzamt Jahr für Jahr vornimmt.“ Mit einer seriösen Entscheidungsfindung vor der Vergabe von Spendengeldern hat das wenig zu tun. [mehr]

CharityWatch.de
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