Freitag, 24.05.2013 Home Suche nach Organisation
Für eine bessere Spendenkultur
Meldungen der Redaktion aus: Übersicht - chronologisch sortiert
243 Artikel, 25 Seiten   [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20]
Logo: Bund der SteuerzahlerBund der Steuerzahler

Bund der Steuerzahler Deutschland e.V.

Mitgliederwerbung durch Versicherungsmitarbeiter

30.12.2009 • Der Bund der Steuerzahler (BdSt) stellt sich als unabhängige Interessensvertretung dar. Bei der Mitgliederwerbung gibt es allerdings eine problematische Verbindung zur Hamburg Mannheimer-Versicherung (HM). Die HM wirbt gegen Provision Mitglieder für den BdSt. Anschließend versucht sie denselben Personen Versicherungen zu verkaufen. Auch hat die HM Zugriff auf Mitgliedsdaten des BdSt. Datenschutzrechtlich ist das sehr fragwürdig. Damit setzt der Bund der Steuerzahler seine Reputation und die vom Karl-Bräuer-Institut aufs Spiel. Für die politische Lobbyarbeit ist es ebenfalls nicht hilfreich. Die 320.000 Mitglieder sollten außerdem darüber nachdenken, warum der BdSt nicht bereit ist, aussagekräftig über die Verwendung der Mitgliedsbeiträge zu informieren. [mehr]

Vier Pfoten – Stiftung für Tierschutz

Spendenratsmitgliedschaft ist kein Qualitätssiegel

29.12.2009 • Als Mitglied im Deutschen Spendenrat hat sich die Stiftung Vier Pfoten zu einem Mindestmaß an Transparenz verpflichtet. Gelebt wird nicht einmal dieses. Auf Nachfrage war die für das Fundraisng zuständige Gitta Roselius nicht bereit, Informationen gemäß Selbstverpflichtungserklärung zu liefern. Die mangelnde Auskunftsbereitschaft änderte sich erst nach einer Beschwerde beim Deutschen Spendenrat. Ein Blick auf die Zahlen offenbart, warum die Auskunft anfangs verweigert wurde: Zu wenig Geld für „Kampagnen und Projekte“ und zu viel Geld für das Fundraisingunternehmen SAZ aus St. Gallen. [mehr]

Logo: Deutscher Tierhilfe VerbandBild: DTV-Logo

Deutscher Tierhilfe Verband e.V.

Ermittlungen wegen möglichem Datenmissbrauch

21.12.2009 • Seit Monaten findet sich der Deutsche Tierhilfe Verband e.V. (DTV) auf der „Zu-Bearbeiten“-Liste von CharityWatch.de. Mehrfach wurde der Jahresbericht mit Finanzzahlen angefordert. Leider vergeblich. Nun spitzt sich die Situation zu. So hat die Staatsanwaltschaft Kassel Ermittlungen wegen möglichem Datenmissbrauch aufgenommen. Und der NDR berichtete in seiner Fernsehsendung „Markt“ am 14. Dezember 2009 kritisch über die Unterstützung für den Bau eines Tierheimes. [mehr]

List-Image: Charity bei TchiboSlipboxer aus der Charity-Kollektion von Tchibo
Foto: Stefan Loipfinger

Charity bei Tchibo

Profitgier oder Sozialverantwortung?

10.12.2009 • Seit dem 25. November hat Tchibo eine exklusive Charity-Kollektion im Angebot. An der “Whatever It Takes”-Kampagne beteiligen sich internationale Stars wie George Clooney, Phil Collins und Robbie Williams. Die eigens für Tchibo kreierten Produkten zeigen eine von den Stars entworfene persönliche Botschaft, ein Selbstportrait oder ein “unverwechselbares Artwork als Zeichen der Hoffnung”. Ein Teil des Verkaufserlöses wird gespendet. Doch wie viel der zwischen zehn und 20 Euro teuren Produkte an den guten Zweck fließen, will Tchibo nicht bekannt geben. Auf Nachfrage lautete die Aussage der Presseansprechpartnerin Helen Rad, dass „die Produkte bei den Kunden gut ankommen“. [mehr]

IFAW Internationaler Tierschutz-Fonds gGmbH

Irreführung der Spender

09.12.2009 • 2007 sammelte der IFAW weltweit 111 Millionen US-Dollar ein. Die deutsche Sektion brachte es im Geschäftsjahr 2007/2008 auf 11,6 Millionen Euro. Laut internationalem Bericht entstanden bei der Spendenbeschaffung in Deutschland Kosten von gerade einmal 6,5 Prozent. Im Vergleich zu den anderen Niederlassungen, wie etwa in Großbritannien, Kanada oder USA, der mit Abstand günstigste Wert. Vermeintlich. Denn eine genaue Betrachtung der Zahlen zeigt die Irreführung. Von den deutschen Spenden fließen keine 93,5 Prozent in Projekte, sondern vielleicht ein mageres Drittel! Genau lässt sich das mit den gelieferten Unterlagen nicht ermitteln. Um eine Falschinformation der Spender handelt es sich jedoch allemal. [mehr]

List-Image: Deetjen mit KindernStella Deetjen mit indischen Kindern
Foto: Back to Life e.V.

Back to Life e.V.

Dieser Engel liebt die Dunkelheit

07.12.2009 • Leprahilfe und Straßenkinder in Indien – das ist der Zweck des von Stella Deetjen gegründeten Vereins. 2007 hat der von ihr als Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführerin geleitete Verein 1,2 Millionen Euro eingesammelt. Konkrete Aussagen über die Verwendung der Spendengelder will die 39-jährige allerdings nicht machen. Auf Anfrage sendete Wolf Deetjen folgende Begründung: „Der Verein veröffentlicht aber konkrete Zahlen nicht, um die Kinder vor Entführungen und ähnlichem zu schützen. Im Nachbarbundesstaat gab es nämlich kürzlich wieder solche. Das Problem ist, dass die indische Bevölkerung nicht annähernd ermessen kann, weshalb ein Kinderheim so viel kostet. Die unmittelbare Gefahr von Erpressungen wäre gegeben.“ Ein eigenartiges Argument, das zusammen mit anderen Punkten berechtigte Zweifel am Verein aufkommen lässt. [mehr]

List-Image: Offene BücherOffene Bücher sollten selbstverständlich sein
Foto: Stefan Loipfinger

Einsehbarkeit der Mittelverwendung

Transparenz ist Voraussetzung für Seriosität

23.11.2009 • Für Kapitalgesellschaften wie eine GmbH ist es gesetzlich vorgeschrieben, je nach Größe bestimmte Finanzzahlen zu veröffentlichen. Bei eingetragenen Vereinen oder einer Stiftungen gibt es keine gesetzliche Verpflichtung. Sehr wohl aber eine moralische Verantwortung, insbesondere wenn sie sich der Gemeinnützigkeit verpflichtet haben. So sollte es selbstverständlich sein, Mitglieder und Spender über die Verwendung ihrer Gelder zu informieren. Auch die drei großen „Qualitätsgewährleister“ DZI, Spendenrat und VENRO bezeichnen die Veröffentlichung von Finanzzahlen als Pflicht. Es ist also von einem Branchenstandard zu sprechen, der jeden Transparenzverweigerer ausgrenzt. Spender dürfen solche Organisationen getrost von ihrer Zuwendungsliste streichen. Schließlich wird es schon einen Grund haben, wenn jemand seine Mittelverwendung nicht offen legt. [mehr]

Staatsanwaltschaft ermittelt

Hausdurchsuchung bei der Ustinov-Stiftung

05.11.2009 • Seit Monaten ermittelt die Staatsanwaltschaft München I gegen die Peter Ustinov-Stiftung. Den Hintergrund bildet eine Anzeige des Schauspielers Charles M. Huber, der auch Vorsitzender des Vereins Afrika Direkt ist. Gestern wurde die Staatsanwaltschaft schließlich mit einem Durchsuchungsbeschluss in den Büroräumen der Ustinov-Stiftung in der Garather Schlossallee vorstellig. Die mitgenommenen Unterlagen sollen klären, ob tatsächlich Mittel „zweckentfremdet“ wurden, wie Huber in seiner Anzeige formulierte.

Nachtrag: Im März 2010 wurde das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft München I wegen des Verdachts des Betruges eingestellt, weil die Ermittlungen keinen Anlass zur Erhebung der öffentlichen Klage ergeben haben (Paragraph 170 Absatz 2 Strafprozessordnung). [mehr]

List-Image: Kinder in AfrikaWieviel Geld kommt wirklich in Afrika an?
Foto: © Carla Marcellini / fotolia.de

Hilfe Weltweit e.V.

Diese Werbung tut so weh!

04.11.2009 • „Hunger tut so weh! Bitte schauen Sie nicht weg!“ - der Werbeflyer mit diesem Ausspruch stammt von Hilfe Weltweit e.V. und wurde in Zusammenarbeit mit der SAZ aus St. Gallen erstellt. Gespickt mit erschütternden Bildern verhindert er eine emotionsfreie und sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema und der dahinter stehenden Organisation. Da verwundert es, dass Prof. Dr. Thomas Schirrmacher, Direktor des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit der Weltweiten Evangelischen Allianz und als Ethiker bekannt, den Vorstand führt. Zudem ist sein sittliches und moralisches Verständnis in Bezug auf Transparenz bedenklich. Ein Jahresbericht mit Angaben über die Verwendung der Spendengelder wird nicht veröffentlicht. Auch wollte der Verein die von CharityWatch.de gestellten Fragen nicht beantworten. Dabei wäre es schon interessant zu erfahren, warum beispielsweise das Finanzamt dem 2005 gegründeten Verein anfänglich die Gemeinnützigkeit verwehrt hat. [mehr]

List-Image: Glückliche GansBVT-Aktivitäten: Von Haustieren über Nutztiere bis zu Wildtieren
Foto: Susanna Berndt

Bundesverband Tierschutz e.V.

Großer Name und wenig dahinter

03.11.2009 • Er zählt sich selbst zu den „großen und seriösen Tierschutzdachverbänden in Deutschland“. Er ist Mitglied im Deutschen Spendenrat e.V. und er besteht seit 47 Jahren. Doch ob der Bundesverband Tierschutz e.V. seinen Ansprüchen gerecht wird, ist mehr als fraglich. So verweigerte der Verein die Herausgabe von Finanzzahlen, obwohl er als Mitglied des Deutschen Spendenrates dazu verpflichtet ist. Erst nach einer Beschwerde beim Spendenrat gab es ein paar Angaben, die aber völlig undurchsichtig sind. Zudem stellte sich bei der Recherche heraus: Der Vorstand des Bundesverbandes wusste nicht einmal genau, wozu er sich verpflichtet hat. Jetzt denkt der Spendenrat über Konsequenzen nach. Nicht zu Unrecht, wie noch andere widersprüchliche Aussagen des Vereins belegen. [mehr]

CharityWatch.de
Home Impressum Rechtliche Hinweise AGB
layout, programming & hosting by hmdata.de