Meldungen der Redaktion aus: Übersicht - chronologisch sortiert
Robby: Zum Sterben nach Deutschland
Bild: Karin Burger
Yorkshire-Hilfe e.V.
15.12.2011 • Die Arbeit der illegal agierenden und importierenden Tierschutzorganisationen wäre ohne die virtuelle Infrastruktur der großen Tier- und Flugpatenvermittlungsportale nicht denkbar. Welche dramatischen Konsequenzen es jedoch haben kann, wenn Tierschützer ohne Sachkunde und ohne Genehmigungen mit Hilfe dieser Portale Tiere aus dem Ausland einführen, illustriert ein Fall der Yorkshire-Hilfe e. V. Der kleine Verein hatte einen an Staupe erkrankten Hund von Spanien nach Deutschland gebracht, der seine Flugreise nur wenige Wochen überlebte. Wie ernst die Internetplattformen ihre Verantwortung für die Tiere nehmen, zeigen die Reaktionen der Portale auf diesen Vorfall, denn der kleine Verein darf munter weiter dort inserieren. [mehr]
In eigener Sache
15.12.2011 • Seit einigen Wochen ist das Buch „Die Spendenmafia – Schmutzige Geschäfte mit unserem Mitleid“ nun im Verkauf. Das für 8,99 Euro erhältliche Taschenbuch wird vom Knaur-Verlag verlegt und hat ein beachtliches Presseecho ausgelöst. Rund 20 Fernsehinterviews auf fast allen großen Kanälen, noch mehr Radiobeiträge und eine Vielzahl von Hinweisen in Printmedien sind das bisherige Ergebnis. Der allgemeine Tenor ist im Grunde die Botschaft des Buches: Es ist wichtig und richtig zu spenden, aber bei der Auswahl der begünstigten Organisation ist blindes Vertrauen fehl am Platz. Wenn es gelingt, die dreistelligen Millionenbeträge, die jährlich von unseriösen Vereinen vereinnahmt werden, auf wirklich unterstützenswerte Hilfswerke umzulenken, dann hat das Buch sein Ziel erreicht. [mehr]
Mit Woff-Roar-Zoom Tierfreunde manipulieren?
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Ein Kommentar von Karin Burger
13.12.2011 • Die ARD-Dokumentation „Das System Wiesenhof“, ausgestrahlt im Sommer 2011, über die Lebensbedingungen der Hühner von Hähnchenproduzent und Wiesenhof-Chef Paul-Heinz Wesjohann sorgte bundesweit für Aufregung. Die Tierschutzorganisation PETA Deutschland e. V. greift das Thema nun in Form eines Online-Videospiels erneut auf. Das Ergebnis kann aber nur als geschmackloser Marketing-Gag bezeichnet werden. Denn in dem von PETA entwickelten und unter dem Titel „Wiesenhof-Revenge“ vermarkteten Online-Videospiel können die Nutzer Wesjohann mit Hilfe digitaler Hühner ins Gesicht koten. [mehr]
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Tierschutzverein Tieroase Marburg-Gießen e. V.
02.12.2011 • So genannte Tierschutzverteiler sind ein essenzieller Kommunikationsstrang der Tierschützer untereinander. Täglich gehen über die teilweise riesigen Verteiler die verschiedensten Meldungen und Notrufe aus der Tierschutzszene. In letzter Zeit werden diese Verteiler zunehmend allerdings auch für politische Botschaften benutzt. Vergangene Woche ließ Anita Weber von der Tieroase Marburg-Gießen die Meldung über einen Vorfall aus dem Jahr 2003 mit einem Veterinär über einen solchen Verteiler verschicken. Dabei verwendete sie Texte und Sprache des Bund freier Bauern, auf den auch verlinkt wurde. Vorsitzender dieses „Bunds“ ist Martin Dembowsky, ein ehemaliger NPD-Funktionär in Hamburg. [mehr]
DZI Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen
17.11.2011 • Es hat lange gedauert. Aber nun ist es endlich so weit: Das DZI Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen hat ihren Internetauftritt deutlich ausgebaut. Damit werden dem Spender endlich viele weitere Informationen für eine richtige Empfängerauswahl geliefert. Das betrifft sowohl die Spendensiegelträger als auch hunderte von weiteren Organisationen. Derzeit sind noch nicht alle Vereine mit hinterlegten Informationen online abrufbar. In den nächsten Tagen und Wochen soll sich die Anzahl aber auf rund 1.000 erweitern. Und was längst überfällig ist: Es werden auch Namen genannt, vor denen das DZI warnt oder die als „nicht förderungswürdig“ eingestuft sind. [mehr]
Der ETN-Transporter in Maishofen
Bild: Karin Burger
ETN Europäischer Tier- und Naturschutz e. V.
16.11.2011 • Das Thema illegale Tiertransporte ist aktuell wie nie. Und eine so große Tierschutzorganisation wie der Europäische Tier- und Naturschutz (ETN) sollte wissen, wie Tiere vorschriftsmäßig transportiert werden müssen. Dies ganz besonders auch deshalb, weil der ETN in der Vergangenheit schon mit nicht vorschriftsmäßigen Transporten aufgefallen ist. Trotzdem fuhren die Tierschützer neun Ponys und Fohlen, welche sie auf dem Pferdemarkt im österreichischen Maishofen erworben hatten, Ende Oktober 2011 ohne die vorgeschriebene Traces-Meldung in einem 15 Stunden währenden Transport nach Hof Huppenhardt. [mehr]
NRW mit klarer Position im Tierseuchenrecht
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Illegale Tierimporte (8)
10.11.2011 • Nachdem Tierschützer in Nordrhein-Westfalen von ihren Veterinärämtern bezüglich der notwendigen tierseuchen- und tierschutzrechtlichen Genehmigungen kontaktiert worden waren, hatte CharityWatch.de eine neuerliche Presseanfrage an das Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz (Lanuv) gerichtet. Die ausführliche Antwort überrascht: Im bevölkerungsstärksten Bundesland mit einer Vielzahl von im Auslandstierschutz tätigen Vereinen werden jetzt stringent all die gesetzlichen Bestimmungen umgesetzt, wie sie auch das Urteil des Verwaltungsgerichts Schleswig-Holstein zum Thema Tierimporte durch Tierschutzorganisationen festgeschrieben hatte. [mehr]
Undurchsichtiges soziales Engagement im deutschen Profifußball
09.11.2011 • Im Profifußball wird alles statistisch ausgewertet. Wie viele Minuten blieb ein Torwart ohne Gegentor, wie viele Ballkontakte hat eine Mannschaft und welcher Spieler läuft wie weit pro Match. Das ist verständlich, schließlich geht es um viel Geld. Die Öffentlichkeit verschlingt jedes Detail über die Fußballstars. Die Besten verdienen Millionen pro Jahr und sind ein Vorbild für unsere Jugend. Damit trägt die Bundesliga eine enorme soziale Verantwortung, die auch durch Benefizspiele und andere Charityaktionen zum Ausdruck gebracht wird. Doch welchen Stellenwert hat der Wohlfahrtsbereich wirklich in dem knallharten Fußballgeschäft? Um das genauer zu ergründen hat CharityWatch.de bei den Bundesligavereinen nachgefragt. Es sollte der deutsche Meister im Helfen ermittelt werden. Doch eine Tabelle ist nicht aufstellbar, weil häufig keine Auskünfte gewährt wurden. Positive Ausnahmen bilden der FC Bayern mit seinem FC Bayern Hilfe e. V. und Borussia Mönchengladbach mit ihrer gleichnamigen Stiftung. [mehr]
Worum geht es eigentlich bei Tierimporten?
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Dobermann Nothilfe e. V.
07.11.2011 • Der Verein Dobermann Nothilfe e. V. hat einen Tätigkeitsschwerpunkt in Polen. Dabei werden Hunde aus dem polnischen Tierheim Mielec nach Deutschland gebracht. Doch polnische Tierfreunde sind längst nicht mehr begeistert von den deutschen Tierschützern. Mit offenen Briefen an den Bürgermeister, an das Tierheim Mielec, weitere Funktionsträger und die Presse versuchten die Polen, einen Transport des deutschen Vereins am 7. Oktober 2011 zu verhindern. Umsonst. Der Transport fand statt. Und das zuständige deutsche Veterinäramt, von CharityWatch.de rechtzeitig verständigt und um eine Kontrolle gebeten, hat den Transport „bedauerlicherweise nicht angetroffen“. Dabei gibt es zu diesem jede Menge Widersprüche. Und der Verein selbst beantwortet keine Fragen. [mehr]
Hündin Kivi: tot, aber als „vermittelt“ geführt
Bild: Bordernase
Patrashunde
24.10.2011 • Die Homepage der Tierschutzorganisation Patrashunde schockt Besucher mit grausamen Fotos. Mit furchtbaren Bildern wird vom Schicksal erhängter, erschlagener und anderweitig gequälter Hunde berichtet. Dass hinter dieser Organisation kein Verein, sondern eine Privatperson steckt, wurde erst nach Beginn der CharityWatch.de-Recherchen im Impressum auf der Homepage deutlich gemacht. Verschiedene Pflegestellen haben schlechte Erfahrung mit Patrashunde gemacht. Fragen werden von der verantwortlichen Tierschützerin Renate Düser nicht beantwortet. Stattdessen bekommen einige Fragesteller und Kritiker sofort Kontakt mit der Patras-Anwältin. [mehr]