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Für eine bessere Spendenkultur
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Katarina Witt-Stiftung gGmbH

Statt Fakten nur Zurechtweisungen

30.09.2009 • Katarina Witt ist prominent. Die einst so erfolgreiche Eiskunstläuferin blieb den Medien auch nach ihrer Sportlerkarriere treu. Zu ihrem guten Image trug jedoch neben der Fernsehpräsenz auch ihre Stiftung bei. Leider mag der verliehene Schein nicht zur Wirklichkeit passen. Statt zum Beispiel auf konkrete Fragen nach der buchmäßigen Überschuldung in 2007 einzugehen, wird sogleich ein Anwalt beauftragt, der presserechtliche Zurechtweisungen in Verbindung mit theoretisch möglichen Konsequenzen ausspricht. Sogar die Veröffentlichung von Teilen des Anwaltsschreibens soll zu eigenständigen rechtlichen Schritten führen. [mehr]

Logo: Ustinov StiftungSir Peter Ustinov Stiftung

Sir Peter Ustinov Stiftung

Nachlässige Prüfung der Mittelvergabe

24.09.2009 • Sympathien für eine herausragende Persönlichkeit bilden die Grundlage des Spendenerfolges der Sir Peter Ustinov Stiftung. Leider wird die Stiftung ihrem positiven Image nicht gerecht. Mangelnde Transparenz bei den Finanzzahlen, undurchschaubare Kosten für Fundraising, Werbung und Information, nachlässige Prüfung der geförderten Vereine – es gibt viel zu kritisieren. So wurde etwa auf die Frage von CharityWatch.de, welche Prüfung die Stiftung vor der Vergabe von Mitteln an die Hilfsaktion Noma vorgenommen hätte, völlig Unprofessionalität in diesem Bereich offenbart: „Als Stiftung, die über drei fest angestellte Mitarbeiter verfügt, verlassen wir uns in dieser Hinsicht auf die Prüfung, die das Finanzamt Jahr für Jahr vornimmt.“ Mit einer seriösen Entscheidungsfindung vor der Vergabe von Spendengeldern hat das wenig zu tun. [mehr]

Deutsche Lebensbrücke e.V.

Spendenrat spricht Disziplinarmaßnahme aus

24.09.2009 • Offenheit im Umgang mit Spendengeldern – für die Deutsche Lebensbrücke ist das nach eigenen Aussagen selbstverständlich. Doch wie so oft in der deutschen Charity-Landschaft sieht die Wirklichkeit anders aus. Dass der Spruch mit der Offenheit nicht ernst gemeint ist, bestätigte jetzt sogar der Deutsche Spendenrat. Auslöser war eine offizielle Beschwerde von CharityWatch, der ein monatelanges Hinhaltespiel des Vereins vorausging. Bis heute weigert sich Deutsche Lebensbrücke e.V., grundlegende Fragen zu ihrer Mittelverwendung zu beantworten. Nun sprach der Deutsche Spendenrat eine Disziplinarmaßnahme aus: „Die Beschwerde ist begründet. Die Deutsche Lebensbrücke e.V. hat gegen Ziffer 5 und die Ziffer 6 der Selbstverpflichtungserklärung verstoßen.“ Ein Ausschluss der Deutschen Lebensbrücke aus dem Spendenrat, wie er vergangenes Jahr bei der Deutschen Kinderhilfe Direkt e.V. wegen vergleichbarer Vergehen erfolgte, ist damit jedoch nicht verbunden. Dabei sind die Verstöße der Lebensbrücke alles andere als kleine Formmängel. [mehr]

CHILD – Christliches Kinderhilfswerk Deutschland e.V.

Die Bibel als höchste und letzte Autorität

21.09.2009 • Nach monatelangem Hinhalten mit der Zusage, ein Jahresbericht mit aussagekräftigen Finanzzahlen würde zur Verfügung gestellt, kam letztendlich doch die Absage. Als Gründe werden „Datenschutz und Vertrauensschutz“ aufgeführt. Der Verein stellt in Frage, dass „Berichte und Zahlenwerke“ notwendig sind – unterstellt sogar möglichen Missbrauch. Die Folge eines solch intransparenten Verhaltens bedeutet jedoch: Spender können die Verwendung ihres Geldes nicht überprüfen. Sie müssen an die Arbeit der Verantwortlichen glauben – und wer Mitglied werden will, außerdem an Jesus Christus. Die Überzeugung von der Notwendigkeit der Erlösung ist laut Vereinssatzung Voraussetzung, um von einem anderen Mitglied als Neuzugang vorgeschlagen werden zu können. [mehr]

List-Image: PETA gegen TierfleischMenschen in lebensgroßen Fleisch-schalen unter Cellophan verpackt, Quelle: PETA

PETA Deutschland e.V.

Verschleierte Extremansichten

18.09.2009 • Tierschutz ist ein weites Feld. Es reicht von aktiver Hilfe bis zum gesellschaftlichen Kampf für bessere Lebensbedingungen. Was unter Tierschutz verstanden wird, hängt von der Ideologie des jeweiligen Tierschützers ab. Die Bandbreite der Forderungen reicht von artgerechter Haltung bis zur völligen Ablehnung jeglicher tierischer Produkte. Deshalb ist es für Spender und Förderer sehr wichtig, die Ziele einer Organisation mit der eigenen Gesinnung abzugleichen. Bei PETA Deutschland ist das allerdings nicht so einfach. So werden die extremen Forderungen zum Teil hinter Allgemeinaussagen versteckt. Und bei der Verwendung der Gelder wird nicht die Offenheit gelebt, die PETA in anderer Ausprägung von Industrie und Handel fordert. [mehr]

List-Image: Kreditnehmerin aus Indonesien6 von 7 Kreditnehmer sind Frauen, Quelle: Stefan Knüppel von OI

Stiftung Opportunity International Deutschland

Mehrfachwirkung der Spenden

16.09.2009 • Erst mit der Verleihung des Nobelpreises an Muhammad Yunus wurde das Thema Microfinanzierung in der breiten Öffentlichkeit bekannt. Dabei war die Idee des Australiers David Bussau und des Amerikaners Al Whittaker zur Selbsthilfe mit Kleinkrediten schon 1971 geboren. Ende der 70er Jahre gründeten sie Opportunity International. Die deutsche Stiftung entstand dann 1996 durch den Schwaben Karl Schock. Über zwei Millionen Kleinkredite in der Gesamtsumme von 406 Millionen Euro legten inzwischen weltweit den Grundstein für zahlreiche Existenzen. Da 97 Prozent der Darlehen von durchschnittlich 180 Euro wieder zurückbezahlt wurden, kann das Geld der Spender sogar mehrfach wirken. [mehr]

SOS Projects für Mensch und Tier e.V.

CharityWatch.de soll keine Dritten behelligen

31.08.2009 • Im Februar 2009 bat CharityWatch.de erstmals um Übersendung eines Jahresberichts. Monate später bot SOS Projects für Mensch und Tier eine Einsichtnahme bei der Steuerberaterin Helga Maister an. Endlich, nach wochenlanger Verzögerung, stand die Terminierung. Pünktlich um 14.00 Uhr am 25. August fand sich ChartyWatch.de in der Steuerkanzlei Maister ein, um wenige Minuten später wieder auf der Straße zu stehen. Die Einsichtnahme vor Ort wurde verweigert. Dabei gäbe es einiges bei dem mit viel Prominenz besetzten Verein zu klären. Zum Beispiel die Widersprüche, wem der in Oberbayern gelegene Sonnenhof nun tatsächlich gehört oder wer welche Kosten trägt. [mehr]

Hilfsaktion Noma e.V. (2)

Leichtfertiger Umgang mit Partnerschaften

14.08.2009 • Das wichtigste Guthaben jeder Hilfsorganisation ist ihr guter Name. Ein Mitglied oder Spender will darauf vertrauen können, dass sein Geld überwiegend für gute Taten verwendet wird. Deshalb sollten die Verantwortlichen seriöser Organisationen sehr genau prüfen, wem sie die Nutzung des eigenen Namens gestatten. Noch mehr Sorgfaltspflicht gilt für das Eingehen von Partnerschaften, weil es sich dabei um die Verwendung eigener Ressourcen handelt. Es zeigt sich, dass hier noch großer Aufklärungsbedarf besteht. Auf der Homepage von Hilfsaktion Noma e.V. sind verschiedene Förderer aufgeführt. CharityWatch.de hat einige von ihnen gefragt, worin die Unterstützung für Hilfsaktion Noma denn bestehe und welche Prüfung vor der Entscheidung, eine Förderung vorzunehmen, durchgeführt wurde. Außerdem wollten wir wissen, ob die von CharityWatch.de aufgeworfene Kritik an Hilfsaktion Noma etwas an der Zusammenarbeit ändert. Die Antworten sind zum Teil erschütternd. [mehr]

Logo: HDZStiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte für Lepra und Notgebiete (HDZ)

Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte für Lepra und Notgebiete (HDZ)

Packt das Übel bei der Wurzel

30.07.2009 • Vorbildliche 91 Prozent der Einnahmen der Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte für Lepra und Notgebiete (HDZ) flossen im vergangenen Jahr in Projekte, etwa in die Errichtung eines Kinderheimes in Moldawien, einer Grundschule in Brasilien oder eines Kinder- und Jugendzentrums in Rumänien. Es gab Soforthilfen für Birma und Haiti, aber auch Zahnstationen, Ausbildungszentren, eine Produktionswerkstatt sowie zahlreiche andere praktische Maßnahmen in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern dieser Erde. Treibende Kraft ist der Vorsitzende Dr. Klaus Winter. Ein Zahnarzt, zu dem wir gerne hochsehen. [mehr]

Hilfsaktion Noma e.V.

Verschleierte Fundraisingkosten

23.07.2009 • Gemeinnützige Arbeit kostet Geld, selbst wenn sie ehrenamtlich betrieben wird. Deswegen sind Hilfsorganisationen auf Spenden angewiesen. Dass auch die Gewinnung von Spenden Ausgaben verursacht ist schade, aber immer dann vertretbar, wenn sich die Kosten in einem angemessenem Rahmen bewegen und der Spender ihre Höhe kennt. Bei Hilfsaktion Noma e.V. ist beides in Frage zu stellen. Auf der Homepage werden zum Beispiel die Kosten verschleiert. Dort wird mit einer Kuchengrafik die Mittelverwendung 2007 suggestiv so dargestellt, als wären 100 Prozent der Gelder in Hilfsprojekte geflossen. Dieselbe irreführende Darstellung findet sich in der einmal jährlich veröffentlichten Zeitschrift „Noma Aktuell“ vom April diesen Jahres. Dabei sieht die Realität ganz anders aus: Von 2,85 Millionen Euro Spendeneinnahmen wurden 2007 für Mailings 2,25 Millionen Euro ausgegeben – stolze 79 Prozent! [mehr]

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Deutschland ist in doppelter Hinsicht ein Entwicklungsland im Charitybereich. Zum Einen ist die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung im Vergleich zu anderen Industriestaaten nur unterdurchschnittlich. Zum Anderen ist es leider auch für die Charityorganisationen nicht selbstverständlich, absolut transparent über die Verwendung der Mittel zu berichten. CharityWatch.de hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zur Verbesserung der Spendenkultur in Deutschland zu leisten. Gute Arbeit soll belohnt und fragwürdiges Verhalten öffentlich werden. Kritik an einzelnen Organisationen ist nie als Schmähung der gemeinnützigen oder mildtätigen Absichten zu verstehen! Vielmehr ist es immer ein Ansporn für Vorstand und Geschäftsführung, die Wirkung der Spendengelder zu erhöhen. Im Zweifel, in dem ein Spender seine Mittel an eine effektivere Organisation überweist.

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