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Für eine bessere Spendenkultur
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List-Image: Kinder in AfrikaWieviel Geld kommt wirklich in Afrika an?
Foto: © Carla Marcellini / fotolia.de

Hilfe Weltweit e.V.

Diese Werbung tut so weh!

04.11.2009 • „Hunger tut so weh! Bitte schauen Sie nicht weg!“ - der Werbeflyer mit diesem Ausspruch stammt von Hilfe Weltweit e.V. und wurde in Zusammenarbeit mit der SAZ aus St. Gallen erstellt. Gespickt mit erschütternden Bildern verhindert er eine emotionsfreie und sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema und der dahinter stehenden Organisation. Da verwundert es, dass Prof. Dr. Thomas Schirrmacher, Direktor des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit der Weltweiten Evangelischen Allianz und als Ethiker bekannt, den Vorstand führt. Zudem ist sein sittliches und moralisches Verständnis in Bezug auf Transparenz bedenklich. Ein Jahresbericht mit Angaben über die Verwendung der Spendengelder wird nicht veröffentlicht. Auch wollte der Verein die von CharityWatch.de gestellten Fragen nicht beantworten. Dabei wäre es schon interessant zu erfahren, warum beispielsweise das Finanzamt dem 2005 gegründeten Verein anfänglich die Gemeinnützigkeit verwehrt hat. [mehr]

Bundesverband Tierschutz e.V.

Großer Name und wenig dahinter

03.11.2009 • Er zählt sich selbst zu den „großen und seriösen Tierschutzdachverbänden in Deutschland“. Er ist Mitglied im Deutschen Spendenrat e.V. und er besteht seit 47 Jahren. Doch ob der Bundesverband Tierschutz e.V. seinen Ansprüchen gerecht wird, ist mehr als fraglich. So verweigerte der Verein die Herausgabe von Finanzzahlen, obwohl er als Mitglied des Deutschen Spendenrates dazu verpflichtet ist. Erst nach einer Beschwerde beim Spendenrat gab es ein paar Angaben, die aber völlig undurchsichtig sind. Zudem stellte sich bei der Recherche heraus: Der Vorstand des Bundesverbandes wusste nicht einmal genau, wozu er sich verpflichtet hat. Jetzt denkt der Spendenrat über Konsequenzen nach. Nicht zu Unrecht, wie noch andere widersprüchliche Aussagen des Vereins belegen. [mehr]

List-Image: StraßenträumerTitelbild der Obdachlosenzeitung
Foto: ADD, Trier

Straßenträumer e.V.

Verkaufsstopp für Obdachlosenzeitung

29.10.2009 • Im Februar 2008 untersagte die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion aus Trier (ADD) der Selbsthilfeorganisation Food for you e.V. den Verkauf verschiedener Obdachlosenzeitungen in Rheinland-Pfalz. Damals war der heute 67-jährige Gino Imbrogno Vorstandsvorsitzender. Einen Monat später, im März 2008, wurde der Verein Straßenträumer e.V. gegründet, ebenfalls mit Sitz in Darmstadt und mit Imbrogno als Vorstandsvorsitzenden. Zweck ist unter anderem der Verkauf von Obdachlosenzeitungen. Laut einer aktuellen Meldung des ADD ist dies nun auch Straßenträumer e.V. zumindest in Rheinland-Pfalz nicht mehr gestattet, ebenso wenig wie das Sammeln von Spenden. [mehr]

Domspitzen e.V.

Dreiste Ausgabenzuordnung auf Mitglieder

28.10.2009 • Eine fadenscheinige Trennung von Mitgliedsbeiträgen und Spenden soll eine Belastung mit Verwaltungskosten bei den Spenden vermeiden. Das hält CharityWatch.de für irreführend. Hinzu kommt noch die Verweigerung, Finanzzahlen offen zu legen. Dadurch ist es beispielsweise nicht möglich, gewisse Zweifel eines Lesers bezüglich der Verbuchung und Verwendung von Benefiz-Events zu klären. Das sollte auch der Schauspieler Michael Kessler genauer hinterfragen, bevor er sich im Dezember wieder als Schirmherr und Moderator für die Benefizgala „Päckchen für Pänz“ zur Verfügung stellt. [mehr]

Bild hilft e.V. – Ein Herz für Kinder

Bild Dir (k)eine Meinung

26.10.2009 • Wie die Bild-Zeitung reagiert, wenn jemand auf Fragen nicht oder ausweichend antwortet, kann jeder täglich nachlesen. Dass sie selbst nicht besser ist, zeigt der hauseigene Verein „Bild hilft“ – besser bekannt unter dem Slogan „Ein Herz für Kinder“. Die Übermittlung von aussagekräftigen Finanzzahlen wurde verweigert. Fragen zur Mittelverwendung blieben mit unglaubwürdigen Begründungen unbeantwortet. So meinte Tobias Fröhlich, Kommunikationschef der Bild-Gruppe: „Für uns sind das Menschen und Schicksale, deren Intimsphäre wir schützen.“ Eigenartig, berichtet die Bild doch oft mit Foto und Namensnennung über Betroffene, denen geholfen werden soll oder geholfen wurde. CharityWatch.de hat kein Interesse an Identitäten und Adressen. Welche Projekte, eigene oder die anderer Hilfsorganisationen, in welchem Umfang finanziert wurden und wohin der Rest des eingesammelten Geldes geht, ist jedoch eine Information, die niemandem verwehrt werden darf. Die Bild-Zeitung würde für eine solche Heimlichtuerei bestimmt deutliche Worte finden. [mehr]

List-Image: HelpAllianceLufthansa-Mitarbeiterin vor Ort
Quelle: HelpAlliance

HelpAlliance e.V.

Sinnvolle Verwendung von Urlaubsgeldresten

21.10.2009 • Zehn Jahre HelpAlliance. Im September feierte die von Mitarbeitern der Deutschen Lufthansa getragene Hilfsorganisation ihr erstes großes Jubiläum. Die dabei vorgestellte Bilanz kann sich sehen lassen. Etwa fünf Millionen Euro wurden gesammelt und in 60 Projekte weltweit gesteckt. Ein erheblicher Teil des Geldes kommt aus den Spendentüten, mit denen bei Lufthansa und Condor das Restgeld fremder Währungen aus dem Urlaub eingesammelt wird. Eine gute Verwendung, wie die Finanzzahlen des Vereins zeigen, der absolut transparent und sogar über die Ausgaben pro Projekt berichtet. [mehr]

List-Image: SozialdienstaufgabenTätigkeitsbereiche vom SkF
Quelle: SkF Südostbayern

Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Südostbayern

Hilfe für Not leidende Mütter

15.10.2009 • Eines vorneweg: der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Südostbayern (SkF) ist nicht wie andere Hilfsorganisationen. Mit seiner Tätigkeit erfüllt er nicht nur einen gemeinnützigen Auftrag, sondern ebenso einen kirchlichen und einen staatlichen, kommunalen, sogar gesetzlichen. Es geht um Beratung während der Schwangerschaft, um Konfliktbewältigung bei familiären Streitfragen und nicht zuletzt um schnelle und unbürokratische Hilfe für ein gewaltfreies Leben. Zwar finanziert sich der Verein größtenteils über Zuschüsse. Spenden werden dennoch gebraucht. Nur mit ihnen kann der SkF Frauen und Familien in Not auch finanzielle Unterstützung und nützliche Begleitprogramme anbieten. [mehr]

PROVIEH – Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V.

Etwas mehr trommeln

14.10.2009 • Der in Kiel ansässige Verein ist nach eigenen Auskünften Deutschlands ältester und größter Tierschutz-Fachverband für landwirtschaftliche Nutztiere. Wie schon der Name verkündet, kämpft ProVieh für artgerechte Haltung der Tiere und nicht für eine vegetarische oder sogar veganische Lebensweise. Diese Strategie war allerdings nicht immer so klar. Erst mit dem neuen Vorstand und dem neuen Geschäftsführer Stefan Johnigk wurde das verdeutlicht. Jetzt muss es noch eindeutiger kommuniziert werden – wie auch so manche gute Aktion. Denn gerade eine Organisation, die sich für Tierrechte einsetzt, sollte etwas lauter trommeln, um ihre Ziele gegen die kommerziellen Interessen durchsetzen zu können. [mehr]

List-Image: Ärzte für die 3. WeltÄrztin bei der Arbeit
Quelle: Ärzte für die Dritte Welt

Ärzte für die Dritte Welt e.V.

Jahresurlaub für die gute Sache

09.10.2009 • Nicht weniger als sechs Wochen in einem der Elendsviertel der Welt und mindestens die Hälfte der Flugkosten müssen auch noch bezahlt werden. Keine Spesen, keine Aufwandsentschädigungen. Trotzdem haben alleine im vergangenen Jahr 185 Ärztinnen und 160 Ärzte zahlreiche Kinder und Erwachsene aus der Dritten Welt vor Ort unentgeltlich behandelt. Für Ihre Arbeit brauchen sie dennoch Geld: für Medikamente, für Zusatznahrung bei unterernährten Kindern, für medizinische Geräte, Verbandsstoffe, Untersuchungsmaterial und für vieles mehr. [mehr]

Logo: Aktion KindertraumAktion Kindertraum

Aktion Kindertraum gGmbH

Zerplatzte Kinderträume

02.10.2009 • „Träume sind erfüllbar...“ – mit diesem und anderen Slogans wirbt die 1998 gegründete gemeinnützige GmbH Aktion Kindertraum um Spenden. Leider wurden von den 1,62 Millionen Euro Einnahmen im vergangenen Jahr gerade einmal 473.800 Euro für Projekte ausgegeben. Ob die traurige Quote von mageren 29,2 Prozent 2007 besser oder noch schlechter war, ist aufgrund der verweigerten Mittelverwendung nicht bekannt. Darüber sollte Tennisprofi Nicolas Kiefer nachdenken, wenn er sich schon als prominenter Förderer zu Werbezwecken benützen lässt. Auch „Miss-Tagesschau“ Dagmar Berghoff ist mit Foto auf der Rückseite eines Werbebriefes abgedruckt: „Ich finde die Arbeit von Aktion Kindertraum besonders wichtig, denn es geht um die Wünsche und Hoffnungen schwer kranker Kinder!“ CharityWatch.de sieht das allerdings ganz anders... [mehr]

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Deutschland ist in doppelter Hinsicht ein Entwicklungsland im Charitybereich. Zum Einen ist die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung im Vergleich zu anderen Industriestaaten nur unterdurchschnittlich. Zum Anderen ist es leider auch für die Charityorganisationen nicht selbstverständlich, absolut transparent über die Verwendung der Mittel zu berichten. CharityWatch.de hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zur Verbesserung der Spendenkultur in Deutschland zu leisten. Gute Arbeit soll belohnt und fragwürdiges Verhalten öffentlich werden. Kritik an einzelnen Organisationen ist nie als Schmähung der gemeinnützigen oder mildtätigen Absichten zu verstehen! Vielmehr ist es immer ein Ansporn für Vorstand und Geschäftsführung, die Wirkung der Spendengelder zu erhöhen. Im Zweifel, in dem ein Spender seine Mittel an eine effektivere Organisation überweist.

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