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Für eine bessere Spendenkultur
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List-Image: Cover DZI-AlmanachJährlich wird der DZI-Spenden-Almanach vorgestellt
Bild: DZI, Cover Almanach

DZI Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen

DZI bestätigt CharityWatch.de-Warnungen

09.01.2010 • Allein im vergangenen Jahr warnte CharityWatch.de vor mehr als 30 zum Teil sehr großen Spendenorganisationen. Nun hat das DZI Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen einige der Warnungen bestätigt. Im Rahmen der Vorstellung des DZI-Spenden-Almanachs, der Portraits von über 250 Organisationen mit dem DZI-Spenden-Siegel enthält, wurde auch vor einigen sehr zweifelhaften Organisationen gewarnt, die sich ebenfalls auf der schwarzen Liste von CharityWatch.de befinden. Dazu zählen die Cleft-Kinder-Hilfe Professsor Hermann Sailer Stiftung, Hilfe Weltweit, das St. Josefs Indianer Hilfswerk oder HELP. Vorsicht gilt bei diesen Namen zum Teil auch schon aufgrund der Verwechslungsgefahr mit renommierten Organisationen. [mehr]

List-Image: Tiere verbotenAktiver Tierschutz ist nicht mehr erwünscht
Bild: © LianeM - Fotolia.com

Aktion Tier – vormals Deutsches Tierhilfswerk (2)

Aufschrei in der Tierschutzszene

07.01.2010 • Viele der Kooperationspartner von Aktion Tier – Menschen für Tiere e.V. sind empört. Einen Tag vor Weihnachten erhielten sie einen Brief, in dem es heißt: „Auch wenn wir es zutiefst bedauern, wird es uns daher zukünftig nicht mehr möglich sein, zusätzlich zu den bestehenden Anforderungen auch noch ihre gewohnte finanzielle Unterstützung zu leisten.“ Die Schuld dafür schiebt Aktion Tier der Berichterstattung des Magazins Spiegel zu und Stefan Loipfinger, dem Herausgeber von CharityWatch.de. Mit viel Polemik und fadenscheinigen Argumenten begründet der Verein so seine weitere Kürzung der ohnehin dürftigen Ausgaben für den aktiven Tierschutz und stellt trotz Einnahmen von zwölf Millionen Euro (2007) die finanzielle Förderung seiner kleinen Kooperationspartner in Frage. [mehr]

Bund der Steuerzahler Deutschland e.V.

Mitgliederwerbung durch Versicherungsmitarbeiter

30.12.2009 • Der Bund der Steuerzahler (BdSt) stellt sich als unabhängige Interessensvertretung dar. Bei der Mitgliederwerbung gibt es allerdings eine problematische Verbindung zur Hamburg Mannheimer-Versicherung (HM). Die HM wirbt gegen Provision Mitglieder für den BdSt. Anschließend versucht sie denselben Personen Versicherungen zu verkaufen. Auch hat die HM Zugriff auf Mitgliedsdaten des BdSt. Datenschutzrechtlich ist das sehr fragwürdig. Damit setzt der Bund der Steuerzahler seine Reputation und die vom Karl-Bräuer-Institut aufs Spiel. Für die politische Lobbyarbeit ist es ebenfalls nicht hilfreich. Die 320.000 Mitglieder sollten außerdem darüber nachdenken, warum der BdSt nicht bereit ist, aussagekräftig über die Verwendung der Mitgliedsbeiträge zu informieren. [mehr]

List-Image: SpendenmailingsVerschiedene Spendenmailings von Vier Pfoten
Bild: Susanna Berndt

Vier Pfoten – Stiftung für Tierschutz

Spendenratsmitgliedschaft ist kein Qualitätssiegel

29.12.2009 • Als Mitglied im Deutschen Spendenrat hat sich die Stiftung Vier Pfoten zu einem Mindestmaß an Transparenz verpflichtet. Gelebt wird nicht einmal dieses. Auf Nachfrage war die für das Fundraisng zuständige Gitta Roselius nicht bereit, Informationen gemäß Selbstverpflichtungserklärung zu liefern. Die mangelnde Auskunftsbereitschaft änderte sich erst nach einer Beschwerde beim Deutschen Spendenrat. Ein Blick auf die Zahlen offenbart, warum die Auskunft anfangs verweigert wurde: Zu wenig Geld für „Kampagnen und Projekte“ und zu viel Geld für das Fundraisingunternehmen SAZ aus St. Gallen. [mehr]

Logo: Deutscher Tierhilfe VerbandBild: DTV-Logo

Deutscher Tierhilfe Verband e.V.

Ermittlungen wegen möglichem Datenmissbrauch

21.12.2009 • Seit Monaten findet sich der Deutsche Tierhilfe Verband e.V. (DTV) auf der „Zu-Bearbeiten“-Liste von CharityWatch.de. Mehrfach wurde der Jahresbericht mit Finanzzahlen angefordert. Leider vergeblich. Nun spitzt sich die Situation zu. So hat die Staatsanwaltschaft Kassel Ermittlungen wegen möglichem Datenmissbrauch aufgenommen. Und der NDR berichtete in seiner Fernsehsendung „Markt“ am 14. Dezember 2009 kritisch über die Unterstützung für den Bau eines Tierheimes. [mehr]

Charity bei Tchibo

Profitgier oder Sozialverantwortung?

10.12.2009 • Seit dem 25. November hat Tchibo eine exklusive Charity-Kollektion im Angebot. An der “Whatever It Takes”-Kampagne beteiligen sich internationale Stars wie George Clooney, Phil Collins und Robbie Williams. Die eigens für Tchibo kreierten Produkten zeigen eine von den Stars entworfene persönliche Botschaft, ein Selbstportrait oder ein “unverwechselbares Artwork als Zeichen der Hoffnung”. Ein Teil des Verkaufserlöses wird gespendet. Doch wie viel der zwischen zehn und 20 Euro teuren Produkte an den guten Zweck fließen, will Tchibo nicht bekannt geben. Auf Nachfrage lautete die Aussage der Presseansprechpartnerin Helen Rad, dass „die Produkte bei den Kunden gut ankommen“. [mehr]

List-Image: ElefantSchutz von Elefanten ist eines der IFAW-Themen
Foto: Dr. Susanna Berndt

IFAW Internationaler Tierschutz-Fonds gGmbH

Irreführung der Spender

09.12.2009 • 2007 sammelte der IFAW weltweit 111 Millionen US-Dollar ein. Die deutsche Sektion brachte es im Geschäftsjahr 2007/2008 auf 11,6 Millionen Euro. Laut internationalem Bericht entstanden bei der Spendenbeschaffung in Deutschland Kosten von gerade einmal 6,5 Prozent. Im Vergleich zu den anderen Niederlassungen, wie etwa in Großbritannien, Kanada oder USA, der mit Abstand günstigste Wert. Vermeintlich. Denn eine genaue Betrachtung der Zahlen zeigt die Irreführung. Von den deutschen Spenden fließen keine 93,5 Prozent in Projekte, sondern vielleicht ein mageres Drittel! Genau lässt sich das mit den gelieferten Unterlagen nicht ermitteln. Um eine Falschinformation der Spender handelt es sich jedoch allemal. [mehr]

List-Image: Deetjen mit KindernStella Deetjen mit indischen Kindern
Foto: Back to Life e.V.

Back to Life e.V.

Dieser Engel liebt die Dunkelheit

07.12.2009 • Leprahilfe und Straßenkinder in Indien – das ist der Zweck des von Stella Deetjen gegründeten Vereins. 2007 hat der von ihr als Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführerin geleitete Verein 1,2 Millionen Euro eingesammelt. Konkrete Aussagen über die Verwendung der Spendengelder will die 39-jährige allerdings nicht machen. Auf Anfrage sendete Wolf Deetjen folgende Begründung: „Der Verein veröffentlicht aber konkrete Zahlen nicht, um die Kinder vor Entführungen und ähnlichem zu schützen. Im Nachbarbundesstaat gab es nämlich kürzlich wieder solche. Das Problem ist, dass die indische Bevölkerung nicht annähernd ermessen kann, weshalb ein Kinderheim so viel kostet. Die unmittelbare Gefahr von Erpressungen wäre gegeben.“ Ein eigenartiges Argument, das zusammen mit anderen Punkten berechtigte Zweifel am Verein aufkommen lässt. [mehr]

Einsehbarkeit der Mittelverwendung

Transparenz ist Voraussetzung für Seriosität

23.11.2009 • Für Kapitalgesellschaften wie eine GmbH ist es gesetzlich vorgeschrieben, je nach Größe bestimmte Finanzzahlen zu veröffentlichen. Bei eingetragenen Vereinen oder einer Stiftungen gibt es keine gesetzliche Verpflichtung. Sehr wohl aber eine moralische Verantwortung, insbesondere wenn sie sich der Gemeinnützigkeit verpflichtet haben. So sollte es selbstverständlich sein, Mitglieder und Spender über die Verwendung ihrer Gelder zu informieren. Auch die drei großen „Qualitätsgewährleister“ DZI, Spendenrat und VENRO bezeichnen die Veröffentlichung von Finanzzahlen als Pflicht. Es ist also von einem Branchenstandard zu sprechen, der jeden Transparenzverweigerer ausgrenzt. Spender dürfen solche Organisationen getrost von ihrer Zuwendungsliste streichen. Schließlich wird es schon einen Grund haben, wenn jemand seine Mittelverwendung nicht offen legt. [mehr]

List-Image: Schule im SenegalCharles Huber vor der Barack Obama Schule im Senegal
Foto: Afrika Direkt e.V.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Hausdurchsuchung bei der Ustinov-Stiftung

05.11.2009 • Seit Monaten ermittelt die Staatsanwaltschaft München I gegen die Peter Ustinov-Stiftung. Den Hintergrund bildet eine Anzeige des Schauspielers Charles M. Huber, der auch Vorsitzender des Vereins Afrika Direkt ist. Gestern wurde die Staatsanwaltschaft schließlich mit einem Durchsuchungsbeschluss in den Büroräumen der Ustinov-Stiftung in der Garather Schlossallee vorstellig. Die mitgenommenen Unterlagen sollen klären, ob tatsächlich Mittel „zweckentfremdet“ wurden, wie Huber in seiner Anzeige formulierte. [mehr]

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Deutschland ist in doppelter Hinsicht ein Entwicklungsland im Charitybereich. Zum Einen ist die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung im Vergleich zu anderen Industriestaaten nur unterdurchschnittlich. Zum Anderen ist es leider auch für die Charityorganisationen nicht selbstverständlich, absolut transparent über die Verwendung der Mittel zu berichten. CharityWatch.de hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zur Verbesserung der Spendenkultur in Deutschland zu leisten. Gute Arbeit soll belohnt und fragwürdiges Verhalten öffentlich werden. Kritik an einzelnen Organisationen ist nie als Schmähung der gemeinnützigen oder mildtätigen Absichten zu verstehen! Vielmehr ist es immer ein Ansporn für Vorstand und Geschäftsführung, die Wirkung der Spendengelder zu erhöhen. Im Zweifel, in dem ein Spender seine Mittel an eine effektivere Organisation überweist.

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