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Für eine bessere Spendenkultur
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List-Image: TrösterteddyTeddybären sollen schmerzen lindern
Bild: Stefan Loipfinger

Trösterbären von Kinderhilfe

Das Geschäft kann weiter gehen

12.07.2010 • Nur in einer Kurzmeldung wurde über die sehr zweifelhaften Methoden des Vereins Kinderhilfe e.V. berichtet, da laut der Vorsitzenden Gertraud Beißer ohnehin bereits die Löschung beim Notar veranlasst wurde. Allerdings lag schon damals der Verdacht nahe, dass dies nicht das Ende der Sponsorensuche für Trösterteddys ist. Leserinnen und Leser wurden aufgefordert, Hinweise auf neue Aktivitäten zu geben. Und die kamen auch. Fast nahtlos weiter macht nun die Kinderhilfe GmbH in Gründung mit Gertraud Beißer als Geschäftsführerin und Manfred Beißer als Gesellschafter. Damit wird nun endlich klar, worum es geht: Geld verdienen mit der „guten Sache“. [mehr]

Ustinov-Stiftung

Spenden für Gerichtskosten verschwendet

08.07.2010 • Im Namen des Volkes hat das Landgericht Düsseldorf vor einigen Tagen ein Urteil gegen die Ustinov-Stiftung gesprochen (Aktenzeichen 12 O 159/10). Dabei ging es um ein völlig „überflüssiges“ Rechtsverfahren, in dem die Stiftung eine einstweilige Verfügung gegen einen Bericht von CharityWatch.de erwirken wollte. Das interessante daran: Die Veröffentlichung liegt schon über ein halbes Jahr zurück. Es wurde über Ermittlungen gegen die Stiftung berichtet. Diese hat die Staatsanwaltschaft allerdings zwischenzeitlich eingestellt. Obwohl CharityWatch.de sogar einen Nachtrag mit dem Hinweis auf Einstellung der Ermittlungen ergänzte, hat die Stiftung „klagewütig“ tausende von Euro Spendengeld für einen Rechtsstreit verschwendet. [mehr]

List-Image: GeldkofferIn Bar werden hundertausende Euro Spenden überbracht
Bild: © 1medusa - Fotolia.com

Hilfsaktion Noma e.V.

Mit Bargeld im Koffer nach Afrika

08.07.2010 • Wie wohl man sich fühlt, wenn man im Flugzeug nach Afrika sitzt und einen Koffer mit über 100.000 Euro Bargeld bei sich führt? Der Verein Hilfsaktion Noma könnte diese Frage beantworten. Wie Kontoauszüge belegen, werden regelmäßig Barauszahlungen in teilweise sechsstelliger Höhe vorgenommen. Teilweise finden sich dann daneben handschriftliche Hinweise wie: „Bargeldtransfer in den Niger.“ So zum Beispiel bei einer Auszahlung am 16. Januar 2008 über 150.000 Euro. Eine Mitarbeiterin von der Botschaft von Niger in Berlin hat erst einmal herzlich gelacht, als CharityWatch.de von einem Bargeldtransfer in dieser Höhe erzählte. Auf Nachfrage erklärte sie dann aber, dass dies nicht legal wäre und der Zoll einem das Geld abnehmen würde. [mehr]

List-Image: rennender HundEs ist zum davonlaufen.
Bild: Dr. Susanna Berndt

Tierschutzverein Koblenz und Umgebung e.V.

Tierfreunde gegen Tierschutzverein

29.06.2010 • Über eine Million Euro Vermögen und rund eine halbe Million Euro Jahresetat erklären so manche Begehrlichkeit. Beim Tierschutzverein Koblenz und Umgebung artet das zwischenzeitlich in regelmäßige Streitigkeiten vor Gericht aus. Mitglieder müssen Neuwahlen einklagen. Offenbar zu kritische Tierfreunde werden vom Verein ausgeschlossen und haben in einigen Fällen sogar erfolgreich dagegen geklagt. Sogar das Ausführen von Hunden wurde einigen untersagt und dann von Gerichten wieder erlaubt. Doch vermutlich sind diese unsinnigen Gerichtskosten nur ein Bruchteil davon, was die verlorenen Planungskosten im deutlich fünfstelligen Bereich für einen Tierheimneubau ausmachten. Aufgrund von europäischen Naturschutzvorschriften ist das Vorhaben höchstwahrscheinlich – für viele erwartungsgemäß – gescheitert. [mehr]

Tatort – Straßen der Welt e.V.

Hilfe für Knastkinder auf den Philippinen

28.06.2010 • Benachteiligte Kinder und die Stärkung ihrer Rechte sind den Schauspielern Joe Bausch, Klaus Behrendt und Dietmar Bär ein Anliegen. Von Kinderprostitution und missbrauchten Mädchen bis Straßen- und Gefängniskindern reicht das Spektrum, das der Verein Tatort – Straßen der Welt abdeckt. Die Philippinen sind ein Schwerpunkt der Vereinsarbeit, über die auf der Homepage sehr transparent berichtet wird. Auch Nachfragen werden zeitnah und ausführlich beantwortet. Als Manko bleiben allerdings die zu hohen Verwaltungs- und Werbekosten. [mehr]

List-Image: sitzender HundWas passiert mit dem Geld der Tierschützer?
Bild: Dr. Susanna Berndt

A.C.E. Animal Compassion Europe – Tiere in Not e.V.

Die Antworten machen misstrauisch

25.06.2010 • Widersprüchliche Aussagen auf der Homepage des Vereins waren der Grund für eine Anfrage. Der Vorstandsvorsitzende Albrecht Widmann war allerdings nicht bereit, schriftlich Antworten zu liefern. Dabei ging es um relevante Themen, an deren Klärung ein seriöser Verein großes Interesse haben sollte. Der Bitte um Zusendung von Unterlagen über die Verwendung der Spenden und Mitgliedsbeiträge will Widmann ebenfalls nicht nachkommen. Stattdessen droht er mit der Einschaltung eines Rechtsbeistandes. [mehr]

Logo: Das bunte KreuzDas Logo des Vereins
Bild: Das bunte Kreuz e.V.

Das bunte Kreuz, Hilfe für Kinder in Not e.V.

Vorstand tritt zurück

23.06.2010 • Verschiedene Leserhinweise lösten Recherchen zum Verein „Das bunte Kreuz“ aus. Der Vorstandsvorsitzende Sascha Changizian hat die Anfragen allerdings zum Teil nur sehr ausweichend beantwortet. Ein Fragenkomplex betrifft die mit der Spendenakquise beauftragten Dienstleister. Changizian war nicht bereit die Auftragnehmer zu benennen. Auch die Höhe von deren Provision hat er nicht beziffert. Sorge bereiten außerdem die Widersprüche, die sich aus den Antworten ergeben. So will Changizian 80 bis 85 Prozent der Einnahmen für Projekte ausgeben, was bei den üblichen Kosten für Spenderakquisition sehr unglaubwürdig klingt. Bei den Mitgliedsbeiträgen nennt er einen Durchschnittswert von 120 Euro pro Jahr während er auf die Frage nach den bisherigen Einnahmen keine Angaben machen kann. Begründung: Erst zum 1. Juni 2010 wurde mit der Spendenmittelwerbung begonnen. Das größte Fragezeichen wirft aber die spontane Ankündigung auf, er will in Kürze von seinem Amt als Vorstandsvorsitzender zurück treten. [mehr]

Deutsche Lebensbrücke e.V.

„Wir brauchen keinen Spendenrat“

23.06.2010 • Prominente Unterstützer sind kein Garant für Seriosität. Bei der Deutschen Lebensbrücke ist zum Beispiel Eduard Prinz von Anhalt Präsident und der bekannte Finanzguru Dr. Jens Ehrhardt im Vorstand. Der Schauspieler Michael Lesch ist Botschafter und viele weitere Persönlichkeiten sind zum Teil mit Bild als Förderer auf der Homepage aufgelistet. Trotzdem wurde nun schon zum zweiten Mal die Verpflichtung zur Veröffentlichung von aussagekräftigen Angaben über die Verwendung der Spendengelder nicht eingehalten. Denn der Verein hat sich als Mitglied des Deutschen Spendenrates klaren Regeln unterworfen. Um an diese nun nicht mehr gebunden zu sein, hat der Aufsichtsrat Senator Dr. h.c. Reinhard Mayer erklärt, die Lebensbrücke ist aus wichtigem Grund aus dem Spendenrat ausgetreten. Nicht nur die Vorgeschichte dazu wirft ein schlechtes Licht auf die Lebensbrücke. Auch der Deutsche Spendenrat muss sich einige Fragen gefallen lassen. [mehr]

List-Image: BISS GeschaeftsstelleDie Geschäftsstelle von BISS in München
Bild: Stefan Loipfinger

BISS – Bürger in sozialen Schwierigkeiten e.V.

Deutschlands erste Straßenzeitung

21.06.2010 • Vermutlich 40 verschiedene Straßenzeitungen gibt es in Deutschland. Die älteste davon wird in München heraus gegeben. BISS will Bürgern mit sozialen Schwierigkeiten eine Chance geben. Durch den Verkauf des Monatsmagazins haben sie eine Aufgabe und verdienen sogar etwas Geld. Ein Drittel der Verkäufer ist sogar sozialversicherungspflichtig beim Verein angestellt. Hildegard Denninger, Geschäftsführerin von BISS, lebt die Idee seit über 15 Jahren. Für die nächsten Jahre hat sie mit einem Hotel BISS und speziellen Stadtführungen noch einiges vor. Das sind unterstützenswerte Projekte, angesichts der bisherigen Erfolge, der gelebten Transparenz und der Verwendung der Gelder im Spenderinteresse. [mehr]

SOS Kinder direkt e.V.

Spendensammlungen nicht mehr erlaubt

18.06.2010 • Gestern gab die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier (ADD) bekannt, dass der Koblenzer Verein SOS Kinder direkt keine Spenden mehr in Rheinland-Pfalz sammeln darf. Dazu hat sich der Verein verpflichtet, nachdem die Aufsichtsbehörde eine sammlungsrechtliche Überprüfung eingeleitet hatte. Die ADD bittet um sofortige Mitteilung, falls der Verein trotzdem in Rheinland-Pfalz Spendeneinzüge zum Beispiel durch Einzugsermächtigungen vornimmt oder an Informationsständen mittels Flyer zu Geldspenden aufruft. [mehr]

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Deutschland ist in doppelter Hinsicht ein Entwicklungsland im Charitybereich. Zum Einen ist die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung im Vergleich zu anderen Industriestaaten nur unterdurchschnittlich. Zum Anderen ist es leider auch für die Charityorganisationen nicht selbstverständlich, absolut transparent über die Verwendung der Mittel zu berichten. CharityWatch.de hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zur Verbesserung der Spendenkultur in Deutschland zu leisten. Gute Arbeit soll belohnt und fragwürdiges Verhalten öffentlich werden. Kritik an einzelnen Organisationen ist nie als Schmähung der gemeinnützigen oder mildtätigen Absichten zu verstehen! Vielmehr ist es immer ein Ansporn für Vorstand und Geschäftsführung, die Wirkung der Spendengelder zu erhöhen. Im Zweifel, in dem ein Spender seine Mittel an eine effektivere Organisation überweist.

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