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11/20/2009 von Stefan Loipfinger
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Entscheidungshilfe für Spender

#3292 Tierschutzengel e.V. zu Anfrage Organisation (8/26/2011)
Sehr geehrter Herr Weber,

wie ich erfahren habe, wurde kürzlich ein Tiertransport aus Spanien von der Polizei gestoppt. Zu der ohnehin schon massiven Belastung eines 20-stündigen Transprots kamen noch weitere 6 Stunden Verzögerung durch die Kontrolle. Dazu hätte ich einige Fragen:
1. Was waren die Vorwürfe der Polizei bzw. der Veterinäramtsmitarbeiterin?
2. Was sagen Sie zu diesen Vorwürfen?
3. Wie geht es den Tieren und wie ist der aktuelle Stand?
4. Was war der Grund, warum Sie die Tiere nach Deutschland geholt haben?
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Mit besten Grüßen
Stefan Loipfinger

von CharityWatch.de-Leser Loipfinger**

Re: von Tierschutzengel e.V. (hartmut.weber@tierschutzengel.de)
vom 28.08.2011 21:04:23

Sehr geehrter Herr Loipfinger,

1) Polizei hatte keine Vorwürfe, alle Papiere für den Transport waren einwandfrei.
Veterinärin beanstandete Impfdatum 2er Katzen, es sei zu früh nachgeimpft worden und 2 Hundewelpen hätten zwar eine Tierärztliche Bescheinigung dabei, die aber nicht ausreichend wäre.
2) Die beiden Katzenbabies sind im Tierheim Paderborn unter Quarantaine gekommen, aber nach einer Woche bereits ohne Beanstandung vermittelt worden. Die beiden Hundewelpen waren ebenfalls innerhalb von 10 Tagen vermittelt worden, wir haben inzwischen diese nicht vorgeschriebene Stellungnahme vom katalonischen Veterinäramt über Tollwutfreiheit seit 1966 nachgeliefert. Seit diesem Transport haben wir diese Bescheinigung auch zusätzlich immer bei unseren Transportunterlagen.
Es ist nicht von zu verantworten, dass alle Tiere über eine Zeitspanne von fast 6 Stunden bei Temperaturen um 30 Grad zusätzlich auf ihrem per Traceslisten angemeldeten Transport aufgehalten wurden. Die Amtsveterinärin vorort schien auch leider mit der Situaion überfordert zu sein. Sie kannte nicht einmal die Fristen zur Tollwutimpfung vor Einreise...
3) Der Zustand der Tiere jetzt ist als sehr positiv zu bewerten. Sie haben alle ein Zuhause gefunden, entweder direkt ab Endstation des Transportes oder wenig später durch Vermittlung aus unseren Pflegestellen heraus.
4) Der Grund des Transportes liegt einmal sicher darin begründet, dass es viele Interessierte gibt, die unsere Arbeit über die Bundesgrenzen hinaus verfolgen und unterstützen - auch in Form einer Adoption, andererseits kümmern wir uns um Tiere hier in Pflegefamilien, die unsere Schützlinge auf ein Leben in einer Familie vorbereiten.
Der Rückweg des Transporters birgt außerdem die Möglichkeit, jede Mange Futter- und Sachspenden direkt an den Ort zu bringen, an dem sie benötigt werden.

In der Hoffnung, Ihnen nun ausführich auf Ihre Frage geantwortet zu haben, verbleibe ich Ihr

Hartmut Weber
1. Vorsitzender Tierschutzengel e.V.

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