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Für eine bessere Spendenkultur
6/23/2011 von Karin Burger
Archivtext

Tierschutzverein Sulingen e. V.

Einbruchserie und Drohanruf

Das Tierheim Lindern des Tierschutzvereins Sulingen e. V., Landkreis Diepholz, wird seit einer Woche von Einbrechern heimgesucht. Insgesamt vier Einbrüche haben die Tierschützer in dieser Zeit zu verzeichnen. Dabei nehmen die Einbrecher auch keine Rücksicht auf die Tiere. Beim vorletzten Einbruch wurden zwei Frettchen aus ihren Käfigen geholt. Einen Nager fanden die Tierschützer am nächsten Morgen tot in einem Auslauf. Das zweite Frettchen wird derzeit schwer verletzt beim Tierarzt behandelt. Noch schlimmeres Tierleid richteten die ungebetenen Gäste bei einer säugenden Mutterkatze an. Eines der Katzenwelpen, erst eine Woche alt und mit noch geschlossenen Augen, ist seit dem Einbruch verschwunden.

Einbrüche. Von der Anlage des Tierheims her konnten sich die Einbrecher wohl keinen Zugang zu dem Bereich verschaffen, wo die Hunde untergebracht sind. Auch die beiden nächtens frei auf dem Gelände herumlaufenden Hunde „Mary“ und „Digger, zwei so genannte Listenhunde, die aus einer Beschlagnahmung von einem Gnadenhof in der Region stammen, schreckten die ungebetenen Gäste nicht ab.

Drohanruf. Als der zweite stellvertretende Vorsitzende heute zur Schadensbesichtigung vor Ort anwesend war, ging ein Drohanruf im Tierheim ein, den Jan Weise selbst entgegennahm. Ein Mann, geschätztes Alters zwischen 50 und 60 Jahren, mit dunkler Stimme nahm ohne lange Vorreden Bezug auf die Einbrüche der letzten Tage. Er drohte den Tierschützern: Wenn das Tierheim noch einmal eine Aktion wie die in der Vergangenheit mit der Amtstierärztin Dr. Eisenack zusammen starten würde, dann „könnte auch die Hütte brennen“.

Polizei. Die Sulinger Tierfreunde sind sehr beunruhigt. Auch das Schicksal des kleinen Katzenwelpen sorgt sie. Für das Frettchen, das überlebt hat, besteht Hoffnung. Die Polizei ist eingeschaltet. Im Tierheim wird jetzt die gesamte Überwachungsinfrastruktur aufgerüstet.