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Für eine bessere Spendenkultur
10/25/2010 von Stefan Loipfinger
Archivtext

Shakti Nepalhilfe e.V.

Beleidigungen wegen Nachfrage zu Spendenverwendung

Das Vereinslogo
Bild: Shakti Nepalhilfe e.V.

Vor einer Spende um einen Jahresbericht mit Finanzzahlen zu fragen, ist richtig und wichtig. Bei der Shakti Nepalhilfe e.V. kann dies aber üble Beschimpfungen nach sich ziehen. Von „Großmaul“ bis zu „ich glaube, Sie haben eine Meise“ reicht das Spektrum, das ein potenzieller Geldgeber über sich ergehen lassen musste, nachdem er Einsicht in die Einnahmen und Ausgaben des Vereins nehmen wollte. CharityWatch.de konnte nicht glauben, was der Schriftführer Rainer Greubel per Mail von sich gab. Auf telefonische Nachfrage hat er die Wortwahl aber bestätigt und ergänzt: „Der kann mir gestohlen bleiben!“ Und auch CharityWatch.de bekommt keine Finanzzahlen. Seine Ehefrau und Vorstandsvorsitzende Ruth Kunkel ist ebenso der Meinung, dass ein Nachweis der Ausgaben gegenüber Externen nicht notwendig ist.

CW-Meinung. Wer fremdes Geld sammelt, der sollte über die Verwendung der Mittel transparent informieren. Schließlich ist mit der Spende das Versprechen verbunden, das Geld entsprechend des Satzungszwecks zu verwenden. Für seriöse Organisationen ist dies selbstverständlich. Möglichst zeitnah wird über die Einnahmen und Ausgaben der Vorjahre berichtet. Über die Vorgaben von DZI, Spendenrat und VENRO ist die Veröffentlichung der Mittelverwendung quasi zum Branchenstandard erklärt worden. Deshalb gilt: Wer nichts zu verstecken hat, der wird dem Spender offen und ehrlich erklären, was er mit seinem Geld getan hat. Wer dazu nicht bereit ist, der grenzt sich selbst vom seriösen Teil der Branche ab.